Hallo, ich war heute wieder an meiner Erstfund-Lokalität und hab' mal noch ein paar Bilder gemacht. Die Pilze sind nun etwas gewachsen (die Schnecken hier auch ). Bei dem ersten Röhrling dachte ich zuerst wegen der Hutoberfläche an einen Grauen Lärchenröhrling, hier gibt's aber keine Lärchen. Im Schnitt verfärbt er sich nicht. Wie man sieht, laufen oder vielmehr liefen (Schneck sei dank) die Röhren am Stiel herab. An der Stelle wachsen nur Birken, Espen und Buschwerk. Ich weiß, für eine Bestimmung sind die Infos etwas schwach, kann man eben nix machen.
Ein Meter weiter stand der zweite Röhrling, den ich zuerst für jüngere Exemplare des ersten hielt. Zwei Erstfunde in einem Meter Abstand die sich noch dazu ähnlich sehen hielt ich einfach für zu unwahrscheinlich. Davon bin ich aber jetzt ab.
Hut: Durchmesser größtes Exemplar: 6 cm halbkugelig, klebrig, die Haut läßt sich ein gutes Stück abziehen
Stiel: blaßgelb mit kleinen Tropfen besetzt
Fleisch: ebenfalls blaßgelb, nicht verfärbend
Röhren: auch hier mit kleinen trüben Tröpfchen, die sich an der Unterseite sammeln.
Standort: Beim Durchblättern des Laux "Der große Kosmos Pilzführer" kommt der Körnchen-Röhrling Suillus granulatus am nächsten. Dieser soll jedoch unter Kiefern wachsen. Da steht aber keine. Schaue ich mich um, ist keine in Sichtweite. Die nächste recht kleine Kiefer habe ich dann erst wieder in knapp 15 m Entfernung hinter Birken entdeckt. Die kleine Gruppe auf den Bildern wächst direkt am Fuß einer Birke, ich hab' das Bild extra etwas größer ausgeschnitten. Der aufgeschnittene Pilz stammt aus dieser Gruppe.
Gut, unterirdisch können Pilze ja enorme Ausmaße erreichen. Aber daß er dann ausgerechnet am Fuß einer Birke ein ganzes Büschel Fruchtkörper ausbildet, grenzt schon an Pilzsucherverhöhnung.