Hallo!
Weils heute schon 2 mal Neben-Thema war, einmal mit der Schmetterlings-Tramete
http://www.pilzforum.eu/board/…z-und-einige-impressionen
und ein andermal mit dem Orangeroten Kammpilz
http://www.pilzforum.eu/board/thema-orangeroter-kammpilz-und
Es gibt auch Becherchen, die sich mit ihrem Aussehen, ihrer Konstruktion dem Umfeld anpassen.
Cryptodiscus foveolaris (Gruben-Höhlenbecherchen) ist z.B. so einer.
Er ist ja im Holz eingesenkt, muss aber, um bei Reife seine Sporen entlassen zu können, an die Oberfläche.
Oft findet man ihn so, also langgezogene Spiegeleier:
Das Holz ist geknackt, die Fruchtschicht hat freien Zugang zur Außenwelt, da kann man auch schnell noch in die Länge wachsen.
Was ist aber, wenn nach dem Holz auch noch was härteres, schlecht spaltbares kommt und den Zugang zur Außenwelt versperrt, wie z.B. Rinde?
Dann nämlich bleibt der Becher erst mal rund und konzentriert seine Durchstoß-Kraft effektiverweise auf eine kleine Fläche.
Sieht dann so aus, und ihr müsst zugeben, dass man da an eine andere Art denken würde.
Erschwerend bei der Makro-Voreinschätzung kommt hinzu, dass man bei den runden Bechern, die durch die Rinde brechen, auch einen völlig anderen Farbeindruck hat.
Das liegt daran, dass einige Becher ihre eigene Farbe mit der des Untergrundes mischen bzw. völlig die Untergrund-Farbe annehmen (z.B. auch viele Mollisien = Weichbecherchen) oder aber die Beleuchtung nicht ausreicht.
Hier ein vermittelndes Foto, bei dem die Becherchen, von der Rinde befreit, schon einen helleren Eindruck erwecken:
Zuletzt noch ein Bild mit beiden Formen, da musste sich der gekennzeichnete Becher erst durch einen Kernpilz (Pyrenomycet) durchkämpfen:
VG Ingo W