Kindheitserinnerungen

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 1.408 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von mentor1010.

  • Hallo Ihr Lieben,




    könnt Ihr Euch noch viel an Eure Kindheit erinnern? An Kindheitserinnerungen die mit Pilzen zu tun haben? Ja..........dann laßt uns doch darüber schreiben.


    Ich weiß es noch genau, wie ich mit meinem Opa im Wald war. Und meine erste "Braunkappe" gefunden habe. Eine Braunkappe nannten wir einen Rotfuss-Röhrling. Er war völlig vermadet, aber......ich war stolz wie Bolle. Ich war da vllt etwa 4 Jahre alt.
    Etwas später kannte ich dann einen Goldröhrling.
    Wenn es Herbst wurde, ich aus der Schule heimkam, dann..............sprießten die Goldröhrlinge vor dem Hauseingang vom Oma und Opa. Ich sah sie schon von weitem "leuchten". Meine Oma.....sie war eine herzensgute Frau............ mußte dann immer einen Topf aus dem Schrank holen und wegen eines kleinen Pilzes wurde dann der Herd angeschmissen. Es roch dann in der Küche soooo lecker nach Butter und nach Waldpilz. Ich war dann oft soooo glücklich.
    Meine Eltern wohnten ja zum Glück im selben Haus, so dass es nicht schlimm war, wenn ich erst mit stundenlanger Verspätung nach Hause kam. Hausaufgaben waren natürlich noch keine gemacht. Ich rieche es noch heute......dieser herrliche Duft.






    Liebe Grüße





    Heidi

    Jeder Tag an dem Du nicht gelacht hast, ist ein verlorener Tag.
    Auch von mir gibt es keine Essensfreigabe.



    100 Chips, da Islandwette verloren = 95 Chips
    95-2 Chips für Jan-Arnes Rätsel = 93 Chips
    93-5 Chips für Grünis Grauen Wulstling= 88 Chips
    88-10 Chips für APR 2017 = 78
    78 + 10 (APR 2017 als erste über die Hälfte der Gesamtpunkte gekommen) = 88

    88-3 Chipse für OPR = 85

    85 - 10 Chips für APR 2018 = 75

    75 + 5 fürs APR = 80

    80 -10 Chipse für APR 2019 = 70 Chipse

    70 +5 Apr 2019 = 75


    Keine Veröffentlichung ohne mein Einverständnis!!!!!!

  • Schönes Thema, Heidi!
    Da hätte ich auch etwas zu sagen.
    Leider gehen solche Themen z.Z. relativ schnell unter.
    Am besten schubst du es in der pilzarmen Winterzeit nochmal hoch.


    LG Nobi

    Hier geht es zu meinen Themen.

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    Chips: 72

  • Guten Morgen Ihr Lieben,



    da ja jetzt "saure Gurkenzeit" ist, ums mal mit Stefans Worten auszudrücken, möchte ich diesen Thread doch noch mal in Erinnerung bringen.
    Ich bin gespannt auf Eure Erzählungen.



    Liebe Grüße



    Heidi

    Jeder Tag an dem Du nicht gelacht hast, ist ein verlorener Tag.
    Auch von mir gibt es keine Essensfreigabe.



    100 Chips, da Islandwette verloren = 95 Chips
    95-2 Chips für Jan-Arnes Rätsel = 93 Chips
    93-5 Chips für Grünis Grauen Wulstling= 88 Chips
    88-10 Chips für APR 2017 = 78
    78 + 10 (APR 2017 als erste über die Hälfte der Gesamtpunkte gekommen) = 88

    88-3 Chipse für OPR = 85

    85 - 10 Chips für APR 2018 = 75

    75 + 5 fürs APR = 80

    80 -10 Chipse für APR 2019 = 70 Chipse

    70 +5 Apr 2019 = 75


    Keine Veröffentlichung ohne mein Einverständnis!!!!!!

    Einmal editiert, zuletzt von Pilzliesl ()

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,


    mit Pilzen habe ich ja eigentlich erst seit 3 Jahren was am Hut. Dennoch habe ich eine Erinnerung.


    Ich war mit 12 oder 13 Jahren für eine Woche im Urlaub bei meinem Onkel in Mecklenburg. Dort waren wir einmal Pilze sammeln; Mein Onkel und meine beiden Cousins. Ich wusste nicht, was ich suchen sollte und fragte bei allem, ob man das essen kann. Mein Onkel hat selbst nur einfache Pilzkenntnisse, kennt seine 5-10 essbaren Arten, aber die sicher. Irgendwann kam ich zu einem Baumstumpf, schaute auf die Rückseite und entdeckte ein großes, unförmiges Etwas. Ich fragte meinen Onkel, was das wohl sei und meine Cousins (etwa in meinem Alter) schrien: "DAS IST 'NE KRAUSE GLUCKE!" Für sie war das damals ein fantastischer Fund. Ich war so stolz, wie man als Geradeso-Pubertierender auf einen seltene(re)n Fund stolz ist. Wir nahmen den Pilz mit und meine Tante kochte eine Suppe daraus. Geschmeckt hat sie mir natürlich fantastisch. :)


    LG, Jan-Arne

    • Offizieller Beitrag

    Hallo,


    na ja mit 4-5 habe ich auch mit Pilze suchen angefangen. Damals nahmen wir nur Maronen und "Ziegenlippen", die sich im Nachhinein als Rotfüße rausgestellt haben; aber das ist ja erstmal egal; essbar sind die ja alle. Pilze hatten damals schon eine Faszination auf mich ausgeübt. Mit 15-16 kannte ich zumindest alle gängigen Röhrlinge und Pfifferlinge; von Lamellenpilzen wollten wir damals noch nichts wissen...
    An ein konkretes Erlebnis erinnere ich mich auch. Als ich mit 7-8 meine ersten Birkenpilze und Steinpilze fand und die auch bestimmen konnte.
    Ab 2006 hab ich den Entschluss gefasst PSV zu werden. Der Rest ist bekannt. ;)


    l.g
    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

  • Hi :)


    Ein schönes Thema :thumbup:


    Ich habe gleich mehrere Kindheitserinnerungen parat :cool: Fangen wir mit der wirklich allerersten (!) an:


    Anhand von Fotos (Datumstempel hinten drauf) weiß ich, dass ich damals 4 Jahre alt gewesen sein muss. Wir machten Familienurlaub auf einem Bauernhof im Schwarzwald und ich weiß sogar noch, dass die Bäuerin mit Nachnamen "Fuchs" hieß, was ich als Kind total lustig fand. Ein Tiernamen als Nachnamen :giggle:



    Der Bauernhof war himmlich! Es roch nach Heu, nach Kuhstall, die Frühstückseier (von den eigenen, frei über den Hof laufenden Hühnern) waren so lecker, dass ich sie noch heute am liebsten "wachsweich" esse :yumyum: und es war die Zeit der riesigen, schwarzen, süssen Kirschen :yumyum: (auch nach denen bin ich süchtig).


    Auf jeden Fall zog es meine Eltern in den Wald und meine beiden Schwestern und ich liefen natürlich mit. Wir waren (für mein damaliges Zeitempfinden ;) ) schon ziemlich lange erfolglos unterwegs. Wir trennten die Gruppe: meine Mutter zusammen mit meinen Schwesten und ich (die Kleinste) lief mit meinem Vater, damit er mich huckepack tragen konnte, falls meine kurzen Beinchen nicht mehr wollten ;)
    Ich weiß noch, dass wir uns zwischendurch immer mit Pfiffen verständigten, um uns nicht zu verlieren und meine Schwestern machten natürlich Schabernack und taten ständig so, als stünden sie vor DEM Fund schlechthin ^^ :evil: (Ihr seht, in meiner Familie tragen alle den Schalk im Nacken)


    Es war hügelig, teilweise regelrecht steil und alles mit Moos überwuchert, wie ein dicker Teppich zwischen den vielen Fichten.
    Wir standen auf einem dieser Erhöhungen um uns einen Überblick zu verschaffen (vielmehr verschaffte mein Vater sich einen Überblick, während ich Stöckchen und Steinchen sammelte und meine Jackentaschen mit Zapfen vollstopfte, davon gibt's ein Bild) :cool:


    Plötzlich ein begeisterter Aufschrei!!!! 8|


    Wegen der Blödeleien wollte ihm erst keiner glauben, aber er rief immer wieder laut "hier ist der GANZE Boden GELB"!!!!!!!!!
    Und man sah ihn nur noch am Boden rumkriechen...


    Okay, wir stürmten hin und DIESER ANBLICK hat sich regelrecht in mein Gehirn eingebrannt! Mehrere Quadratmeter groß standen prächtige Pfifferlinge dicht an dicht! Der Boden leuchtete wirklich gelb und unser Korb war in Kürze randvoll. Man sah kaum, dass wir gepflückt hatten, so viel stand da noch 8|


    Es gab dann 3 Tage nacheinander sämtliche Speisen mit Pfifferlingen :D Im Omelette zum Frühstück, als Schwammerlsauce zum Knödel zu Mittag, als Beilage zum Braten abends, auf deftigen Pfannekuchen usw.... :yumyum: und sie hingen uns immer noch nicht zu den Ohren hinaus ;)


    Als wir dann nochmal diese Stelle suchten, fanden wir nicht mehr dorthin (der Wald war zu groß), auch keine neue Pfiffi-Stelle und die meisten Pilze, die da noch standen, die kannten meine Eltern nicht. Es blieb bei dem sagenhaften Pfifferlingsfund, von dem wir noch heute sprechen :)


    Natüüürlich wird die Fundstelle und auch der gefüllte Korb von Erzählung zu Erzählung größer und üppiger ^^ :D


    Aus heutiger Sicht würde mich mal interessieren, wie groß die Stelle damals wirklich war, weil viele Pfiffis auch gut versteckt standen, das weiß ich noch. Auf jeden Fall war es ein beeindruckender Anblick und nie wieder sah ich so viele Pfifferlinge beieinander, wie damals *seufzend-in-Erinnerungen-schwelge*

  • Achja bei Kuschels Kindheitserinnerungen fällt mir auch noch was ein:


    Ferien auf dem Bauernhof (ich war wohl so ca 7) Pfifferlinge haben wir natürlich auch da nicht gefunden (wie wahrscheinlich bekannt ist, machen Pfifferlinge mein ganzen Leben einen großen Bogen um mich: Erstfund letztes Jahr: 3 Stück)
    Wir sammelten ausschließlich Röhrlinge (vermutlich: Steinpilze, Rotkappen, Birkenpilze, Maronen, Butterpilze, Goldröhrlinge...) , bei denen aber keine Einzelerinnerung mehr.


    Aber dann machte ich eine Entdeckung: ein sehr komischer Pilz (2 Stück), riesig (zumindest in meiner Erinnerung) keine Lamellen, aber auch keine Röhren- aber trotzdem Hut und Stiel- ich war total verwirrt. Diese Verwirrung erinnere ich noch deutlich. Bis dahin war meine Pilzwelt in Lamellenpilze und Röhrlinge eingeteilt (bei den Hut- und Stielpilzen). Zum Glück kannte den mein Patenonkel (aber ich vermute, er hatte ihn auch noch nicht vorher gefunden) : Den Namen wußte er aber auch nicht. Ich habe erst viele Jahre später rausgefunden, was es war. Es war ein Habichtpilz - übrigends der einzige Fund meines Lebens. Irgendwie würde ich den gerne mal wieder finden.

  • Liebe Safran, den Habichtspilz habe ich auch zum ersten Mal live gesehen, als ich mit Melanie, Anna & Stefan den F2-Kurs in Thüringen bei Andreas Gminder besucht hatte. Ein sehr beeindruckender Pilz, der beachtliche Ausmaße erreichen kann, aber wohl nur jung gut schmecken soll. Davon landeten dann auch ein paar in unserer abendlichen Pilzpfanne :)

  • Nabend miteinander :)


    Also ich hab irgendwie schon immer mit Pilzen zutun gehabt..Ich bin ja auf dem Land aufgewachsen bzw steht mein Haus heute immer noch umringt von Wiesen auf denen früher viele Champigons wuchsen..heute leider nur noch selten...Meine Großeltern haben die immer gesammelt und gegessen und ich natürlich auch...die Pilzen wurden abgekocht und kamen dann in die Pfanne...unsere alte Bäuerin in meiner Strasse macht das heute noch so...Ich selber bin ja eher mehr als weniger auf einem relativ großen Gutshof mit ca 70ha eigenem Wald aufgewachsen...Dieser Wald ist heute mein Hauswald weil ich schon von kleinem Jungen auf an dort immer unterwegs war..entweder am Sonntag wenn die alten Männer bei uns die ihren Sonntagsspaziergang durch den Wald machten ( und wir kleinen Gören aus den umliegenden Häusern waren dann immer mit) oder halt auch im Winter zum Holz machen oder im Sommer/ Herbst zum Brombeeren pflücken oder oder oder ...so kenne ich diesen und die umliegenden Wälder natürlich heute aus dem Schlaf ;) Aber irgendwie wurden immer nur die Champigons gegessen...Wenn wir um 17Uhr rum fertig waren mit melken hab ich mir große Eimer geschnappt als Kind und bin los zum sammeln...Und wenn die Bäuerin mal mit war kam es durchaus vor das sie sich Hälfte roh in den Mund gesteckt hat..mochte sie gerne :D
    Die Röhlinge usw habe ich erst während meiner Lehrzeit kennengelernt durch meine ehemaligen Lehrherren..die kannten aber auch nur die gängigen Arten..und ich habe durch sie noch mehr Wälder kennengelernt ;) Aber ich hab fast alle Röhlinge und einige Lamellenpilze durch sie kennengelernt...man nannte mich dann später auch gerne mal das Steinpilzschwein weil ich irgendwie einen Riecher entwickelt habe im Laufe der Zeit wo gerade die Gesellen gerne wachsen und dementsprechend viele gefunden habe ;) Der Rest kam dann mit der Zeit durch Bücher und dann dem Internet..und unserem Forum :)