Lorbeeren für ... 13
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"Tinkerbell" von Fips (3) 23%
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"Aus meinem Tagebuch: Hitzeschaden" von Wildschwaiger (0) 0%
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"Aus meinem Tagebuch: Wiesenpilze" von Wildschwaiger (1) 8%
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"Die Herausforderung - Horror Vacui" von keiAhnungGrüni (1) 8%
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"Aus meinem Tagebuch: Ein normaler Tag" von Wildschwaiger (3) 23%
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"Elf weiße Pilzielein" von abeja (3) 23%
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"Das Männlein und der Elf" von Kozaki (1) 8%
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"Die alte Systematik der Pilze" von Hukos (1) 8%
Mir ist eindeutig zu warm zum texten.
Außen wie innen, längst über die Garzeit!
Zeig mit deiner Abstimmung bitte ein wenig Anerkennung für die gemachte Arbeit der Kreativen. Danke!
Die Umfrage läuft 10 Tage.
Vorgabethemen waren ...
Ofen - Knast - Elf - Ameise - Allergie
[01] Tinkerbell
Fips
Tinkerbell
Die kleine Elfe Tinkerbell,
die war einmal ein Star,
berühmt als kleiner flinker Elf
und Freund von Peter Pan
Sie kam direkt aus Hollywood
zurück in Ihren Wald,
doch leider war sie voll kaputt
nach ihrem Aufenthalt
Anstatt ihr Leben so führen
wie die normalen Elfen
zeigte sie nur Starallüren,
ihr war nicht mehr zu helfen
Sie lachte immer viel zu laut
Und trank nur noch Champignonagner
Sie ging auch jeden Abend aus,
als Freund immer ein Andrer
Doch innerlich war sie allein,
sie war sich selbst Gefängnis
sie konnte sich nicht selbst befrei–˜n
Ihr Ruhm wurd ihr Verhängnis
So stand sie dann in dunkler Nacht
auf Ihrem Porlingspenthouse
mit dünnem Schritt zum Rand vom Dach
und darüber hinaus–¦
und die Moral von der Geschicht:
statt fordern sollst du lieben!
P.S.
so traurig ist das Ende nicht–¦
–¦denn Elfen können fliegen!
[02] Aus meinem Tagebuch: Hitzeschaden
Wildschwaiger
Aus meinem Tagebuch:
Hitzeschaden
Im Wald da liegt ein Ofenrohr,
Stellt euch mal die Wärme vor!
Gleich leg ich meine Pilze drauf,
Welche stehen hier zu Hauf.
Trocken sind sie leicht zu tragen,
Muß mich mit viel Gewicht nicht plagen.
Ohne Wasser,ist das fein,
Passen mehr ins Körbchen rein.
Doch das Glück mich jetzt verläßt,
Wo nur ist des Ofens Rest?
Pilze hab ich jede Menge,
Doch auf dem Ofenrohr Gedränge!
Nun sitz ich hier, wart auf die Nacht,
Im Ofen ist bestimmt schon Feuer gemacht!
Im Dunkel brauche ich nur stehn.
Da werde ich die Glut schon sehn.
[03] Aus meinem Tagebuch: Wiesenpilze
Wildschwaiger
Aus meinem Tagebuch:
Wiesenpilze
Auf einer Wiese Pilze suchen,
Das muß ich heute mal versuchen.
Drum laufe ich hier übers Gras,
Weil vom Wiesenchampignon ich las.
Viele Leute schaun mir zu,
Wundern sich,was ich hier tu,
Schreien,pfeifen,lärmen nur.
Sie störn die Ruhe der Natur!
Da plötzlich kommen noch elf Männer.
Rennen mich fast um die Penner!
Trampeln auf dem Gras herum,
Irgendwie wirds mir zu dumm.
Zur Rede stelle ich sie nun.
Was das soll,das schlechte Tun!
Trampeln Pilze hier entzwei,
Doch denen ist es Einerlei.
Sie werfen einen Ball nach mir,
Schrein mich an-Was will ich hier!
Hier ist der Fußballplatz von Bayern München!
Vor Scham ich möchte mich verwünschen.
Ich hab doch wirklich nicht gedacht,
Daß man auf Weide Fußball macht.
Und unter Zuschauergelächter,
Führt mich ab ein Stadionwächter.
Doch wie sie heute mich verweisen,
Werde ich es noch beweisen,
Daß es auf diesem Fußballgrün
Pilze gibt und Blumen blühn!
Beim nächsten Spiel - mit Buch und Lupe,
Auch unter Zuschauers Gehupe,
Werd ich lang mit denen reden!
Bis sie Pilzforum-eu beitreten!
[04] Die Herausforderung - Horror Vacui
keiAhnungGrüni
DIE HERAUSFORDERUNG - HORROR VACUI
Vorm leeren Blatt, da sitze ich,
mir ist heut' gar nicht "dichterisch".
Wie Ameisen wimmeln Gedanken herum,
mir wird von alledem ganz dumm!
Vorm leeren Blatt, da fürcht' ich mich -
ich bin doch sonst so schöpferisch?!?
Der Schwaiger spricht von Degen und Schwert,
doch ich hab' mir wohl mein Hirn gezerrt.
Geschliffene Waffe - geschliffenes Wort -
mein Florett der Dichtkunst ist, scheint's, fort!
Auch dies Geschreibsel ist nichts wert -
hat mich der PPC denn gar nichts gelehrt?
Es wird neun und zehn und elf,
ich sitz' vorm "Nichts" noch um halb zwölf!
Schon will ich's Papier in den Ofen stecken -
die Flammen scheinen mich zu necken;
da trifft's mich wie Kantholz und Blitzesstrahl -
war das Musenkuss oder Schlaganfall?
Auf's Dichten werd' ich nicht verzichten,
also schreib' ich ein Gedicht über's Dichten!
Das haben vor mir schon and're getan,
Auch im PPC manche Frau, mancher Mann.
Die Muse suhlt sich im Wortgeklingel,
wild knutscht sie mit dem Genius, dem Schlingel...
Wo sind jetzt die Pilze im Werke geblieben?
Das will ich euch gerne verraten, ihr Lieben:
ich hatte sie heute zum Mittagessen,
hab' mich wohl irgendwie überfressen.
Wer die gepflückt hat, gehört in den Knast -
hab' mich wohl vergiftet, ihr habt es erfaßt!
Daher auch die geistige Leere im Kopf,
weil falsche Pilze schmorten im Topf!
Daher der Blitzstrahl und der Schlag -
wenn das nicht an "seltsamen" Pilzen lag!!?!
Vielleicht ist's auch nur eine Pilz-Allergie -
dies' Gedicht versteht bitte als Allegorie!
Und die Moral von der Geschicht':
iß lieber nicht vom Pilzgericht,
wenn du dir nicht GANZ sicher bist!
Der "Kagi" Fazit hieraus ist:
bleib beim Suchen, Finden, Raten -
FOTOGRAFIEREN ANSTATT BRATEN!
[05] Aus meinem Tagebuch: Ein normaler Tag
Wildschwaiger
Aus meinem Tagebuch:
Ein normaler Tag
In der Früh, ich stehe auf,
Schlecht geschlafen auf dem Bauch.
Schmerzen habe ich, in den Gelenken.
Kann noch gar nicht richtig denken.
Heute hab ich ein Termin,
Beim Arzt, um einen Zahn zu ziehn!
Mit dicker Wange ganz benommen ,
Hab ich Urlaub heut genommen.
Jetzt erst einmal Kaffee trinken,
Dann muß ich den Kindern winken,
Da sie in die Schule müssen.
Die Mama muß sie auch noch küssen!
Doch plötzlich gehts mir richtig schlecht.
An meiner Hüfte klopft ein Specht,
Mein Rheuma meldet sich zurück!
Daran werde ich verrückt.
Nun habe ich doch mal gelesen,
Man kehrt mit einem Reisigbesen
einen Hügel von Ameisen,
Damit sie einen richtig beißen!
Die Russen machens und die Finnen!
Ich weiß nicht recht ob die nur spinnen.
Soll ichs glauben? Oder nicht?
Auf Bisse bin ich nicht erpicht.
Gut soll das gegen Rheuma sein,
Drum geh ich in den Garten rein.
Dort in der Ecke bei dem Baum
Ist eine Ameisenburg. Schön anzuschaun.
Ameisen sind kluge Tiere,
Haben eigene Reviere.
Sogar Pilze züchten sie!
Doch sind die klein, man sieht sie nie.
Nur Mut, mein ich und zieh mich aus,
Leg mich voll rein ins Ameisenhaus!
Ich lieg hir drinnen völlig nackt!
Oh! Wie das zwickt und beißt und zwackt!
Schnell spring ich auf und renne weg.
Im Sprint des Nachbars Pool entdeckt!
Ein lockrer Salto übern Zaun,
Ich fühl mich jung! Ich glaub es kaum.
Wie ich in den Pool reinspringe-
Merke ich- kein Wasser drinne!
Oh, was hab ich jetzt gemacht.
Die Nachbarin steht da und lacht!
Meine Frau ruft ganz entsetzt!
Ob ich habe mich verletzt:
Schnell rein jetzt in die Regentonne!
Ich bade drinnen voller Wonne.
Schnell zurück und angezogen.
Alle Schmerzen sind verflogen!
Rheuma gut und auch der Zahn!
Ich kann heut doch zur Arbeit fahrn.
[06] Elf weiße Pilzielein
abeja
Elf weiße Pilzielein
Elf weiße Pilzielein,
im definierten Rund ganz feste steh'n
aus diesem Knast wollt' eines fliehn,
es ging... jetzt sind sie nur noch zehn.
Zehn weiße Pilzielein,
war'n scharf auf Sonnenbräune,
doch wie ein Ofen hat sie heut' gebrannt
da bleiben "Weiße" nur noch neune.
Neun weiße Pilzielein,
fürchteten die dunkle Nacht,
eines hat die Schneck' gefressen,
am Morgen sieht man nur noch acht.
Acht weiße Pilzielein,
bald merkt man Sporen stieben,
eines ha-hatschi sich verstäubt,
also finden sich noch sieben.
Sieben weiße Pilzielein,
erweckten Sammlers Pflück-Reflex,
nur eines war noch schön genug,
es wären nunmehr nur noch sechs.
Sechs weiße Pilzielein,
eines stank zum Nasenrümpfen,
die andern, sie verbannten es
und belassen es bei fünfen.
Fünf weiße Pilzielein
standen in der Säu' Revier,
da wo diese suhlten sich ...
es sind jetzt nur noch vier!
Vier weiße Pilzielein,
wuschen sich im Regen rein,
eines wurd' zu weich dabei,
jetzt gammeln sie zu drei'n.
Drei weiße Pilzielein,
wurden trocken und ganz klein,
eines löcherten die Maden ganz,
der Rest ist dann zu zwei'n allein.
Zwei uralte Pilzielein,
standen unter großen Bäumen,
auf eines fiel ein Ast im Sturm,
jetzt gibt es nur noch einen.
Ein Pilzielein zerfiel in Krümel fein.
Sie schleppten es recht schnell vom Fleck,
die Ameisen so viel und klein -
es ist, als wär'n jetzt alle weg!
Vielleicht - ja, vielleicht könnt' man es hören und dann staunen,
mit den Ohren - ganz dem Boden nah,
wie es wispert - wie sie raunen:
"Wir sind EIN MYCELIUM und das, DAS IST NOCH DA."
[07] Das Männlein und der Elf
Kozaki
–œDas Männlein und der Elf–
Es war einmal ein Männlein,
das lebte nah am Walde.
Es hoffte stets, im Herzen rein,
der Wohlstand käme balde.
Es hatte 7 Kinder und ein krankes Weib,
und weder Diener oder Zofen.
Sie hatten meist nur Luft im Leib,
kaputt war eh der Ofen.
Wer sein Leben wollte retten,
und ging im Forste jagen,
den legte man in Ketten,
und stellte keine Fragen.
Pflanz–™ und Tier–˜ waren zu erhalten,
Pilze durfte keiner dort berühren,
ganz dem Herrscher vorbehalten,
es drohten Strafgebühren.
Dann baute Mist das jüngste Balg,
es trat auf Wanderkröten.
Doch eine wurde da zum Hulk,
und Junior war in Nöten.
Doch ganz im Stile eines Helden,
warf sich Papa auf die Kröten.
Man tat es gleich dem König melden,
er trat dem Untier in die Klöten.
Statt ihn zu loben und zu ehren,
legte man ihm schwer zur Last,
alle Wesen doch zu ehren,
so kam er in den Knast.
Dort im Loch der Jahre sieben,
lernte er das Leben schätzen.
Er wär–™ wohl dort geblieben,
ohne gross–™ Entsetzen.
Eines Tages sehr betrübt,
mit den Händen, seinen Flinken,
erlöste er ganz gut geübt
ne Ameis–˜ vorm Ertrinken.
Das Insekt dankte für den Behelf,
und sah, er macht–˜s nicht wieder (Wesen in die Klöten treten),
verwandelte sich in einen Elf (Feen waren gerade aus)
und riss die Mauern nieder.
Dann wurd–™ er, wie es sich geziemt,
ganz nach Männleins Wünschen,
in den Thronsaal hin gebeamt,
den König dort zu lynchen.
Doch dieser litt an Allergie,
tat nicht simulieren,
war sie satt, die Monarchie,
müde vom Regieren.
Er dankte ab, ganz kurzerhand,
wollte nicht mal Altersrenten,
schmiss die Krone an die Wand,
machte ´s Männlein zum Regenten.
Der neue Herrscher war ein Gönner,
die Nachricht ging durch alle Landen,
er wollte zeigen, er ist Alleskönner,
schon war die Pilzmafia entstanden.
Waldverbote wurden aufgehoben,
jeder Pilz durft–˜ gern genommen.
Massen in die Wälder stoben.
kein Schwammerl konnte dem entkommen.
Weg radiert, wie einst die Büffel,
ohne Rücksticht auf Verlust,
wurden Pfifferling und Trüffel,
dann erst kam der große Frust.
Fast um einen Kopf gekürzt,
den Palast die Leute stürmten,
Männleins Clan wurd' nun gestürzt,
man sah nur noch, wie sie türmten.
Das Leben war nun wilder,
wie vorher nie,
von Pilzen gab es nur noch Bilder,
es herrschte Anarchie.
Für die Funga ist die Moral von der Geschicht–˜
so schlimm sind Diktaturen nicht.
[08] Die alte Systematik der Pilze
Hukos
Die alte Systematik der Pilze
Das Reich der Pilze ist sehr alt
man kann es heut kaum fassen
vor Linnés Systematik
da galten and're Klassen
Bauch, Schlauch, Basidie, Stacheln, Poren
Lamellen - eng und weit
das war vor der Zeit alles Wurscht
es galt Geschwindikeit
Der Fliegen- und der Habichtspilz
die waren ziemlich schnell
sie trafen sich in eig'ner Klasse
zu einem Luftduell
Berüchtigt war'n die Röhrlinge
auf ihren heißen Öfen
sie knatterten wild durch den Wald
und überfuhren Hefen
Der Klapperschwamm, der radelte
gern über weite Strecken
wenn dann ein Röhrling braust' daher
musst' er sich rasch verstecken
Die Läufer wurden angeführt
von praecox Agrocybe
der Lungenseitling hechelt' nach
mit seiner blassen Rübe
Die Schnecklinge war'n immer Letzter
und fingen an zu heulen
sie forderten nach Pfifferlingen
und den diversen Keulen
Es kam zuerst die Helmlingspflicht
trotz Röhrlings Allergie
dann die Geschwindigkeitsbegrenzung
doch Einer lernt' es nie
So wurd der Rasling dann gefangen
und kam gleich in den Knast
er musst' in einen Gitterling
für elf Monate fast
Das war den Pilzen eine Lehr'
sie Alle sind erstarrt
bewegen sich kein bisschen mehr
- die Strafen war zu hart
Für uns ein großer Vorteil heut
wenn wir uns runter bücken
außer sie werden weggetragen
auf der Ameise Rücken
Nur einer kann sich noch bewegen
das habt Ihr gleich erkannt
doch der Schleimpilz, wie Ihr wisst
wurd' aus dem Reich verbannt