Conocybe sp. am Wegesrand

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 1.908 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von thorben96.

  • Hallo zusammen,


    ich möchte euch hier einen weiteren Fund von gestern zeigen.

    Erst dachte ich es wäre eine Mycena sp. (wie auch diesem Thread Psathyrella sp.), aber es ist eine Conocybe sp., die ich am Wegesrand entdeckt hatte.

    Zuhause habe ich bemerkt das ein älteres Exemplar an der Hutspitze an Farbe verliert, so dass diese einen hellen Fleck haben.

    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3.


    4.


    5. Reaktion in Lugol


    6. In der HDS konnte ich nur blasige Zellen erkennen


    7. Cheilozystide


    8. Cheilozystide


    9. Cheilozystide


    10. Stielspitze mit vielen Kaulozystiden


    11. Kaulozystide


    Jemand eine Idee was das sein könnte ?


    VG : Thorben

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Thorben!


    Hui, auch hübsch. Typisch Lamellenpilz: Sieht einer aus wie der andere, aber die Mikros sind halt hier ein Zuckerschlecken.

    Hast du schon geschlüsselt und mit ja womit?



    LG, Pablo.

  • Hallo Thorben

    Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Art aus der Sektion Conocybe handelt, also mit nahezu ausschließlich lecithiformen Kaulozystiden. Ein notwendiges makroskopisches Merkmal ist die Stielbasis. Ich glaube zwar nicht, das es sich um eine der Arten mit wurzelndem Stiel handelt, aber es gibt Arten mit einem kleinen Knöllchen an der Stielbasis und irgendwann im Schlüssel wird danach gefragt. In diese Gruppe sollte man auch immer die NH3-Reaktion durchführen, da sie zumindest bei stark positiver Reaktion sehr hilfreich ist.
    Die erste Schlüsselfrage ist jedoch: Basidien überwiegend 2- oder 4- sporig, was man bei Conocybe immer beachten sollte. Wichtig ist auch die größe der Cheilozystiden (Kopfdurchmesser im Mittel >5) die weiteren notwendigen Merkmale hast Du betrachte, soweit ich sehe. Leider fehlen aber zu viele Angaben, um zu einer Bestimmung zu kommen.

    LG Karl

  • Hallo zusammen


    Karl:

    Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Art aus der Sektion Conocybe handelt, also mit nahezu ausschließlich lecithiformen Kaulozystiden. Ein notwendiges makroskopisches Merkmal ist die Stielbasis. Ich glaube zwar nicht, das es sich um eine der Arten mit wurzelndem Stiel handelt, aber es gibt Arten mit einem kleinen Knöllchen an der Stielbasis und irgendwann im Schlüssel wird danach gefragt. In diese Gruppe sollte man auch immer die NH3-Reaktion durchführen, da sie zumindest bei stark positiver Reaktion sehr hilfreich ist.
    Die erste Schlüsselfrage ist jedoch: Basidien überwiegend 2- oder 4- sporig, was man bei Conocybe immer beachten sollte. Wichtig ist auch die größe der Cheilozystiden (Kopfdurchmesser im Mittel >5) die weiteren notwendigen Merkmale hast Du betrachte, soweit ich sehe. Leider fehlen aber zu viele Angaben, um zu einer Bestimmung zu kommen.

    LG Karl

    Danke für den Hinweis :)

    Ich hätte nicht gedacht, dass man so viele Sachen bei der Gattung Conocybe beachten muss.

    Leider habe ich nur noch 3 getrocknete Frk, aber ich kann mal schauen ob ich an dem Fundort neue Frk. entdecken kann.

    Sollte ich neue Frk. finden, dann werde ich nach dem Knöllchen, Basidien und die Größe des Kopfes der Cheilozystiden nachgucken.

    Eine NH3-Reaktion kann ich leider nicht machen.


    @Pablo:

    Hui, auch hübsch. Typisch Lamellenpilz: Sieht einer aus wie der andere, aber die Mikros sind halt hier ein Zuckerschlecken.

    Hast du schon geschlüsselt und mit ja womit?

    Ich muss gestehen, dass ich mit nichts geschlüsselt habe, sondern erst einmal damit beschäftigt war alle Funde soweit zu Mikroskopieren.

    Besonders bei der Hitze vertrocknen oder verschimmeln mir sonst die Frk..


    VG : Thorben