Sebacina incrustans (Pers.) Tul. & C. Tul. 1871

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  • Hallo zusammen,


    in diesem Portrait möchte ich euch die Sebacina incrustans zeigen, die ich am 01.08.21 finden konnte.

    Dieser Pilz ist nicht selten, zumindest bei mir im Wald, aber schwer reif zu erwischen. Beim ersten Anlauf gab es ein paar Sporen.

    Als ich nach 8 Tagen neues Material entnommen habe, sah das ganze viel besser aus. Es gab Massenweise Sporen und man konnte einige reife Phragmobasidien finden.

    Interessant finde ich die Sporenmaßen, die man so im Internet (oft mit Literaturvermerk) finden kann.

    So wird folgendes angegeben:

    hier 14-18 x 9-10 Mikrometer angegeben

    marn.at 13-16 x 7,5-9 Mikrometer

    pilzflora-ehingen 13,4-15,7-18,0 x 8,6-9,9-11,1 Mikrometer

    mycocharentes 8-18 x 5-10 Mikrometer

    Spanischer Fund 10 [12.8 ; 14] 16.8 x 7.3 [8.1 ; 8.5] 9.3 Mikrometer

    Some Unrecorded Higher Fungi of the Seoraksan and Odaesan National Parks (Südkorea) 10,8-11,7 x 7,0-7,6 Mikrometer


    Natürlich könnten alle Funde identisch sein und diese Art einfach variabel in der Sporengröße sein. Eine weitere Möglichkeit ist, dass sich mehrere Arten hinter der S. incrustans verbergen.


    Ich soll noch anmerken, dass diese Art fast immer auf Erde wächst und dabei alle Gräser und herumliegendes überwächst.

    Es gibt noch eine Helvellosebacina helvelloides, die ähnlich sein soll.


    Hier sind die Bilder:

    1.


    2.


    3. dickwandige Hyphen


    4. links keimenden Spore


    VG : Thorben

    • Offizieller Beitrag

    Hallo, Thorben!


    Mit der Vermutung, daß das ein Aggregat sein könnte, bist du nicht alleine, denke ich. g:-)

    Aufspaltungsversuche gab es aber meines Wissens keine bisher. Die Unterschiede in den Sporengrößen sind aber schon markant, wie deine Linkliste zeigt.

    Leider habe ich die Art (sagen wir lieber: das Aggregat) selbst nur selten finden bzw. untersuchen können - und zwei der drei Funde waren steril bzw. unreif.

    Den anderen stelle ich hier mal dazu, die wurde letztes Jahr bei einer Vereinsexkursion aufgestöbert in einem feuchten Tal mit basischem Untergrund (Lößlehm, Schwemmerden).









    LG, Pablo.