Pilzsuche bei den Bibern am Trinkwasserstausee

Es gibt 7 Antworten in diesem Thema, welches 525 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Wutzi.

  • Hallo zusammen,

    am Freitag hat nun die länger geplante Exkursion mit wernburger in meinen Pilzgründen geklappt. Große Trockenheit bei Kaiserwetter. In der Hoffnung, dass in Wassernähe ein paar Pilze überlebt haben, haben wir den Trinkwasser-Stausee bei Scheibe Alsbach zum Ziel erkoren.

    Hier nun eine kleine Zusammenfassung.


    1. Begrüßt wurden wir von halbwüchsigen Hochlandrindern.


    2.


    3. Gleich am Anfang unserer kleinen Wanderung fiel die beendruckende Biber"kunst" auf.


    4. Nicht nur kleine Bäumchen, sondern auch kapitale Baumstämme sind Opfer der scharfen Biber-Nagelzähne geworden.


    5. wernburger hat Schuhgröße 46 ==Gnolm7 .


    6. Je näher die Biberburg kommt, desto mehr Bäume haben die Biber gefällt.


    7. Die gefällten Bäume wurden immer wieder aus dem Uferbereich entfernt, um das Wasser vom Holz und möglichen Fäulinsprozessen frei zu halten.


    8. An der Biberburg, deren Eingang sich unter Wasser unter den Ästen befindet - sind Bibergänge teilweise eingebrochen und der Weg darüber abgesperrt.


    9.


    10. Zu Gesicht bekommen haben wir keine Biber, aber immerhin ein paar Pilze. Hier ein schicker Weiden-Feuerschwamm - Phellinus ignarius.


    11. An Fichte eine Reihige Tramete Antrodia serialis neben ganz jungen Fenchelporlingen.


    12. An Buche kleine harte schwarze resupinate Krusten. Die sahen so speziell aus, dass vielleicht jemand eine Idee hat (übrigens, morphologisch fällt hier die Kreuzschraubenziehervariante raus.)


    13.


    14. Da muss doch einfach jemand eine Idee haben. Claudia Hämmerling habe sie unters Mikroskop gelegt, aber nichts gefunden, außer vergrößerten schwarzen Krümeln.


    15. Ein kleines Wunder in der Trockenheit: Lebende Fichtenzapfenrüblinge!


    16. Vertrocknete Krause Adernzählinge - Plicatura crispa. Trotzdem ganz hübsch, finde ich.


    17. Bucheneckenscheibchen - Diatrype disciformis und der Kastanienbraune Stielporling - Polyporus badius.


    18. Mizkraut


    19. Erlenschillerporling - Inonotus radiatus


    20. duftende Fenchelporlingec - Osmoporus odoratus



    20. Der Rotrandige Baumschwamm - Fomitopsis pinicola. Tatsächlich mit einem roten Rand!


    21. Zum Abschluss noch einige eher seltenene Gewächse im sauren Thüringer Schiefergebirge: Das Gelbe Windröschen und das Gebirgs-Hellerkraut.


    22. Das Gebirgs-Hellerkraut ist ein Erstfund für mich.


    Danke fürs Mitkommen!

    Lieben Gruß


    Claudia


    ...leben und leben lassen... ;)


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    Einmal editiert, zuletzt von Wutzi ()

  • Hallo Wutzi,


    danke für's Mitnehmen und Zeigen.


    Da habt ihr doch allerhand schöne Sachen gefunden/gesehen; der Ausflug hat sich gelohnt.


    Die Trockenheit macht sich auch hier bemerkbar, dazu seit gestern ein kräftiger Wind, welcher weiter austrocknet. Regen ist nicht in Sicht…


    Viele Grüße,

    Steffen

  • Moin Steffen,

    leider ist auch hier keine Besserung in Sicht. Der Regen hat einen großen Bogen um uns herum gemacht. 2 mm, mehr gab nicht und leider wird es Mitte der Woche wieder sonnig und trocken. so wird das nix mit den Funga.


    Zu der schwarzen Kruste hat wohl niemand eine Idee. Schade. Ich habe versucht, das Zeug zu mikroskopieren. Ich hatte das Gefühl, ich würde Sandpapier unters Mikroskop legen. Auch mit KOH waren keine aufschlussreichen Strukturen sichtbar. Ich denke, es wird sich wohl um versteinertes grobkörniges Schmirgelpapier handeln.

    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Hallo Claudia.

    Zu der schwarzen Kruste hat wohl niemand eine Idee.

    Es gibt einige Baumkrankheiten, die mit schwarzem Ausfluss an Stamm sowie Ästen einhergehen, die dann auch zu solchen Krustenbildungen führen. Bei einigen Kastanienarten ist dies z.B. Pseudomonas. Was ähnliches gibt es auch bei Birken.


    Vielleicht sind dies hier Krustenüberbleibsel von solch einer ähnlichen Baumerkrankung?


    LG

    Marcel

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  • Danke Marcel, komische Sachen gibt’s!

    Das würde erklären, dass unter dem Mikroskop nur strukturloses Gedöns zu sehen war.

    Lieben Gruß


    Claudia


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  • Hallo zusammen,


    die schwarze Kruste ist schon ein Pyrenomycet. Es kann aber gut sein, daß der seine beste Zeit hinter sich hatte und entsprechend in den Perithecien keine Sporen mehr zu finden sind. Dann wird es mit der Bestimmung natürlich schwierig.


    Björn

  • Servus Claudia,

    du kannst das ja mit

    Coniochaeta pulveracea oder

    Chaetosphaerella phaeostroma vergleichen,

    das wäre das was mir bei diesem Erscheinungsbild erstmal durch den Kopf geht.

    Grüße

    Felli

  • Moin Felli,

    Chaetisphaerella phaeostroma ist ein ganz heißer Tipp. Der Trivialname Filzmattenkugelpilz trifft den Habitus sehr gut und die makroskopischen Merkmale passen auch. Vielen Dank! Vielleicht finde ich den Pilz ja auch mal in einem Zustand der auch mikroskopisch etwas von sich verrät.

    Lieben Gruß


    Claudia


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