Ptilidium ciliare -Sandfederchenlebermoos

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema, welches 137 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Matthias.

  • Servus zusammen, ich weiß, eigentlich hat das Thema in einem Pilzforum nix zu suchen da keinerlei Pilz involviert (Flechten ja immerhin anteilig) aber ich fand das Moos auf der Pilzsuche und da ich es zumindest zu den Kryptogamen zählen würde, verstecke ich es mal hier bei den Flechten ;)

    Eigentlich wollte ich im Sand nach Helvella leucomelaena schauen, doch am Standort war nur staubige Wüste- es ist viel zu trocken hier! Beim Absuchen des Wegrandes konnte ich dann aber doch noch was Interessantes finden und durfte mich bücken. Es ist ein an das trockene Sandhabitat gut angepasstes Lebermoos, denn es gehört zu den - Achtung Zungenbrecher- poikilohydrischen Moosen. Es kann vollständig austrocknen und beim nächsten Tau oder Regenguss wieder aufleben.



    Wenn es UV Strahlung ausgesetzt ist, scheint es sich violett zu färben, in Schatten ist hell- bis olivgrün.


    Um den Tau besser einfangen zu können besitzen die Moosblättchen feine Härchen, die unter der Lupe gerade eben zu erahnen, unter dem Mikro dann aber sehr deutlich zu sehen sind.






    Viele Grüße aus der fränkischen Steppe,

    Ingo



    PS: es gibt eine Schwesterart an Nadelbaumrinde: Ptilidium pulcherrimum. Die soll bei mir auch vorkommen.. habe ich was zu suchen wenn es noch länger so trocken bleibt

  • Hallo Ingo,


    allerliebst, und gerne mehr davon.

    Das Lebermoos ist sogar pulcherissimum!


    LG, Martin