Beiträge von hengu

    Hallo Oliver,


    bei Rhizopogon handelt es sich um keine Trüffel im klassischen Sinne. Echte Trüffeln sind Schlauchpilze (Ascomyceten). Rhizopogon ist ein Basidiomycet. Besser wäre wohl zu sagen, dass es sich um einen (semi)hypogäisch wachsenden Pilz handelt. Un da gibt es echt viele weitere Arten.


    Gruß Gunnar

    Hallo Oliver,


    das ist eine Wurzeltrüffel. Es sollte Rhizopogon verii sein. Du hast sie bei Kiefer gefunden. Wurzeltrüffeln sind nicht giftig, haben aber keinen kulinarischen Wert.


    Beste Grüße

    Gunnar

    Hallo Ka-taa,

    Deine Wurzeltrüfel sollte Rh. verii sein. Die Rhizomorhen sind sparsam, zart und deutlich rötlich.

    Ohne Mikromerkmale ist das natürlich nicht ganz sicher.

    Auch bei Dir Nobi kann man nur vom Bild nicht sicher sein. Beides aber schöne Funde...


    Gruß Gunnar

    Hallo Werner,


    prima - vielen Dank. Ja, die Enden sind verdickt, da weiß ich jetzt, was damit gemeint ist ;)

    Vielleicht ist die Art ja nur übersehen, weil keiner Ulme mitnimmt.


    Beste Grüße

    Gunnar

    Hallo zusammen,


    da noch immer keine Hutpilze im Revier wachsen, habe ich mehr aus Verzweiflung ein paar Phytos mitgenommen, darunter Mehltau auf der Blattoberseite von Ulmus minor.

    Mit dem Schlüssel in Klenke/Scholler habe ich mich allerdings nicht so richtig entscheiden können zw. Erysiphe kenjiana (Anhängsel-Enden spiralig gewunden) und Erysiphe ulmi (Anhängsel nicht spiralig, zu den Enden hin leicht verdickt), weil die Anhängsel krückstockartig gebogen und nicht verdickt sind.

    Schlussendlich fiel mir noch ein, bei Julia mal auf der Internetseite zu schauen. Die Entscheidung ging danach zu E. ulmi.


    Ich würde mich freuen, wenn jemand dazu eine Meinung abgeben könnte.


    Gruß Gunnar

    Hallo Thorben,


    vielen Dank für Deinen Beitrag. Dann hatte ich nicht Rada, sondern Dich in Erinnerung ;)

    Gibt es einen Schlüssel für Periconia, den Du empfehlen kannst?


    Gruß Gunnar

    Lieber Stefan,


    ich habe auch schon mal im Internet geschaut. Das hat mich nicht so befriedigt.

    Das Sporenornament von Pilz 1 erinnert mich an Mucor...

    Ich glaube, Rada hat schon solche Pilze bestimmt. Vielleicht meldet er sich noch.


    Gruß G.

    Liebe Freunde,


    noch aus dem letzten Winter zwei Pilzchen, die ich auf Lavendel- bzw. Juniperus-Zweigen gefunden habe, fotografiert durch das Mikroskop mit 100er Objektiv.

    Ich würde ganz gern wissen, welche Literatur zur Bestimmung genutzt werden kann und im günstigsten Fall, wie die heißen.

    Ellis und Ellis hat mir da jedenfalls nicht geholfen.




    Besten Dank schon mal fürs Lesen...

    Gunnar

    Hallo Schupfi,


    das sollte Cortinarius albocyaneus sein. Habe ich im Geiseltal vor ein paar Jahren auch aufgelesen.

    Dem fehlen die gelben Velumbänder...


    Gruß Gunnar

    Hallo Bernd,


    für ein neues Foto hatte ich keine Lust. Hier eins vom Speicher: Die Sporen von Mucor rudolphii sind riesig und fallen im Mikroskop sofort auf (Vergrößerung im Foto 40x). Die Sporenbildung des Hysterangium wird nicht unterdrückt - zumindest nicht nach meiner Erfahrung. Mit Ausbildung der Parasitensporen werden die Hysterangium-Fruchtkörper deutlich fester. Man denkt beim ersten Kontakt, eine neue Art in der Hand zu halten. So weit war es bei dem aktuellen Fund noch nicht. Der eine Fruchtkörper, den ich mitgenommen hatte war noch schön elastisch. Erst der Blick ins Mikroskop brachte die Erleuchtung ;)



    Ansonsten ist es bei uns feucht genug für Pilzwachstum, wenn Süddeutschland "Land unter" meldet. Es "feuchtelt" jetzt immer mal.


    Gruß Gunnar

    Hallo Bernd,


    Du liegst mit der Bestimmung völlig richtig und es ist ja ein gutes Zeichen, wenn Du selbst mit Schlüsseln von Soehner oder gar Montecchi/Sarasini zum selben Ziel kommst. Ed. Fischer und G. Groß fassen Hysterangium crassum sehr weit und subsummieren darunter das H. crassum auf Kalk unter Fichte wie auch Dein H. coriaceum var. knappii bei Laubbäumen.

    Ich würde das Bestimmungsergebnis mit Autorennamen ablegen, sodass immer klar ist, was genau Du bestimmt hast.


    Gestern ist mir übrigens seit langer Zeit mal wieder ein Hysterangium clathroides mit Befall von Mucor rudolphii (nach Rudolph Hesse benannt) unter die Finger geraten.


    Gruß Gunnar

    Hallo Nobi,


    ich habe in der Vergangenheit mit Nordic Macromycetes Vol. 1 (siehe Seite 120) gearbeitet. Die beiden Arten lassen sich nur "so lala" anhand der Merkmale Stiel und Sporengröße trennen.

    Die neue Arbeit von Van Vooren hilft da leider auch nicht. Wenn ich das richtig verstehe, werden nur Merkmale aus den Erstbeschreibungen gebracht. Offensichtlich geht es den Autoren nicht anders als uns - wenn Du es genau wissen willst, musst Du sequenzieren. Ich wäre ja sehr interessiert gewesen an einer Tabelle mit ordentlichen Sporenmaßen in statistischer Menge. Das bringt der Artikel leider nicht. Irgendwie nur ein "Stand der Dinge" - nix Fertiges. Anbei ein Fund von heute - ich meine: T. catinus -

    Sporen (19,8)20,2-22-22,6(22,7) x (12,6)12,8-13,4-14,2(14,3)µm

    Q: (1,5)1,5 - 1,7 - 1,75(1,8)


    Beste Grüße

    Gunnar

    Hallo Andreas,


    wir werden da wohl noch einmal drauf achten müssen. Meine anderen Bilder sind leider nur Dias. In der Datenbank haben wir alle drei Arten, wobei Tarzetta cupularis die häufigste ist.

    Felix hatte vorhin angerufen nach einem Kontakt zu Mateo Carbone, einem Co-Autor des o.g. Artikels. Er hat unterstrichen, dass T. spurcata ein nomen dubium ist. Damit sollte man nicht bei dem Namen bleiben, sondern auf "T. ochracea" zurückgreifen. Van Vooren tut das bereits im Artikel. Offensichtlich sind die Unterschiede zwischen den 9 Arten so gering, dass eine Artbestimmung nicht ohne den "Taschensequenzierer" möglich ist. Einen Schlüssel bietet der Artikel ja auch nicht an. Ich werde für Mykis an Frank Dämmrich schreiben und die spurcata-Funde in T. ochracea ändern lassen.


    Gruß Gunnar

    Hallo Andreas,


    anbei "das frische" Foto vom Samstag aus Pößneck. Zwei Merkmale, die von T. cupularis makroskopisch unterscheiden: im Prinzip reißt jeder Fruchtkörper am Becherboden auseinander und bildet ein Loch. Die Fruchtkörper von T. cupularis sind gestielt. Die von T. spurcata sind im Gegensatz dazu nicht gestielt, sondern mehr faltig zusammengezogen. Es gibt inzwischen auch einen Artikel von Van Vooren et al. (2019) von Ascofrance herunterzuladen: Genus Tarzetta

    Im Artikel ein schönes Cladogramm - leider noch ohne die wichtigen Artnamen. Allerdings gibt es im Text den Hinweis, dass wir möglicherweise unseren Pilz künftig T. ochracea nennen müssen. Solange da keine taxonomische Klarheit herrscht, kann es auch zwischenzeitlich bei dem Namen Tarzetta spurcata bleiben.


    Beste Grüße

    Gunnar