Beiträge von EmilS

    Nachdem die Creme de la Creme der ÖMG mikroskopiert hat, gehe ich davon aus. Werde aber nachfragen, wie man die beiden Arten unterscheiden kann,

    Lieber Sepp,

    Ich würde mich über ein Update mit diesbezüglichen Informationen freuen. Der verlinkte Beitrag im DGfM-Forum stellt dieselbe Frage, bleibt aber eine Antwort ebenfalls schuldig.

    Viele Grüße, Emil

    Übrigens gibt es mit der fast weltweit verbreiteten Auricularia cornea noch eine ähnliche Art, die in Mitteleuropa vorkommt. Die Art ist ebenfalls behaart, hat eine Medulla-Schicht und ist variabel gefärbt, außerdem hat sie ein breites Wirtssprektrum. Wurde die für deinen Fund ausgeschlossen? Leider ist mir nicht klar, wie man die beiden Arten (A. cerrina und A. cornea) sicher unterscheidet.

    Viele Grüße

    Emil

    Hallo Sepp,


    sehr interessant, vielen Dank fürs Dranbleiben. ==Pilz25 Die Art war mir bisher unbekannt, obwohl ich mich kürzlich durch einen eigenen Fund mit dem weltweiten Schlüssel der Gattung beschäftigt habe. Der ist aus dem Jahr 2021 und damit recht aktuell, aber nicht aktuell genug für A. cerrina. ^^


    Mein hübscher Fund ist aus Nordvietnam und es handelt sich sehr wahrscheinlich um Auricularia sinodelicata.


    Viele Grüße

    Emil

    Hallo zusammen,


    bei der Bearbeitung meiner Bilder des Saftlingstreffens sind noch ein paar Fragen offen geblieben. Ich hoffe, hier noch ein paar Antworten zu bekommen (die Funde wurden zum Teil ja auch sequenziert?).


    Was kam bei diesem kleinen Milchling raus? Der hat doch sicherlich einen Namen bekommen, oder? chris77


    Und der hier? Hat sich N. nitrata bestätigt?


    Der hier ist aus dem H.-mucronella-Aggregat, aber welche der drei Arten es genau ist, ist bestimmt mittlerweile bekannt, oder?


    Dann habe ich noch diesen Saftling von der letzten besuchten Wiese. Die Kollektion ist dadurch aufgefallen, dass sie eine der wenigen war, die Wolfgang P. nicht direkt zuordnen konnte. Wolfgang, du hast sie auch mitgenommen, kam da was raus?


    Und dann habe ich noch zwei Saftlinge und ein Keulchen, die ich nicht zuordnen konnte. Vielleicht könnt ihr mir da helfen.

    Saftling 1


    Keulchen (welches meine Kamera ohne Stacking oder Makroobjektiv an ihre Grenzen gebracht hat)


    Saftling 2 (chlorophana? quieta?)


    Ich bedanke mich schon mal für Antworten und viele Grüße

    Emil

    So oder so finde ich es ja interessant, dass es größtenteils unter dem Radar gelaufen ist, dass Amanita spissa wohl schon seit 2018 als gute eigenständige Art beschrieben wurde, die sich genetisch auch von A. excelsea unterscheidet. Das war gar nicht zu mir durchgedrungen und ich vermute ich bin da nicht alleine mit.

    Zu mir auch nicht... Leider steht da nicht viel zur Unterscheidung, weil A. excelsa in China nicht vorkommen soll. Die Abgrenzung eines Eingesenkten und eines kompakten Grauen Wulstlings, wie es früher als Varietäten gehandhabt wurde, ist ja oftmals alles andere als eindeutig. Und ob diese Varietäten den aktuellen Arten entsprechen, das ging für mich aus dem Paper nicht hervor.

    Viele Grüße

    Emil

    Danke für die bisher eingegangenen vorläufigen Listen. ==Gnolm8

    Weitere sind sehr willkommen, wie immer besonders gerne von denen die hier regelmäßig gut abschneiden und auch von denen die sich hier bisher kaum oder gar nicht geäußert haben. ==Gnolm22

    Sind alle noch dabei? ==Gnolm11

    Gnalloh,

    leider komme ich aktuell kaum dazu, mich mit dem Rätsel und den Gnolmen angemessen zu beschäftigen.

    Ich bin gerade noch am überlegen, ob ich trotzdem teilnehme und eine Liste mit Spontanassoziationen abgebe, aber andererseits habe habe ich mal einige Jahre unter Vampiren gelebt und so das Pfählen lieben gelernt. Ohne eine aktive Einflussnahme durch die dunklen Mächte der Manipulation geht der Sinn des APRs so gut wie vollständig verloren (dazu die ständige Gefahr, von arbeitslosen Gnolmen gegnlyncht zu werden). Deshalb tendiere ich aktuell eher dazu, mich für dieses Jahr doch zurückzuziehen...

    GnG

    Hallo zusammen und besonders Ingo,


    ich habe mit Interesse dieses ältere Thema gelesen. Ohne viel Ahnung von braunen Ritterlingen zu haben, stellen sich mir noch folgende Fragen:

    1. Woher weißt du, dass die Pilze auf den Bildern in deinem Ursprungsbeitrag „zweifelsfrei“ giftig sind? Hat sich jemand daran vergiftet?

    2. Warum sollte man von (giftigen) braunen Ritterlingen keine Geschmacksproben nehmen, bzw. besonders vorsichtig sein? Ist eine Aufnahme über die Schleimhäute hier (als Ausnahmefall bei Pilzen) möglich und sind die so stark giftig, dass eine Aufnahme geringster Mengen über die Schleimhäute gefährlich ist?

    3. Welche Arten sind jetzt deiner/eurer Meinung nach giftig und gibt es dazu mittlerweile Referenzen?


    Ich würde mich über Antworten freuen-

    Viele Grüße

    Emil

    Hallo Christopher,


    also ohne viel Ahnung von speziell diesen Stoffgruppen zu haben, erscheint es mir schon plausibel, dass Toxizität immer eine Frage der Dosis ist (und diese bei der Herbst-Lorchel bereits ohne Vorbehandlung wie Erhitzen oder Trocknen schon kaum nachweisbar bis gar nicht vorhanden ist). Und ich persönlich verlasse mich da schon auf die Aussagen des DGfM-Toxikologen, denn wenn er es nicht weiß, wer dann? (Im Fall der Herbst-Lorchel bestehe ja gemäß Berndt anscheinend sogar Einigkeit unter Toxikologen.)

    Die Lage bei Gyromitra-Arten ist da schon deutlich anders und meiner Meinung nach deshalb nicht vergleichbar, weil sie hohe Mengen Gyromitrin/MMH enthalten, die durch Vorbehandlung nur unvollständig entfernt werden können.


    Bezüglich der anderen von dir genannten Beispiele weiß ich nur, dass einige Anis-Champignons wie Agaricus urinascens

    die Cadmium-Grenzwerte für Lebensmittel 100-fach überschreiten und dass beim Schwarzblauenden Röhrling ein maximaler Verzehr von 90 g pro Jahr empfohlen wird (man kann wohl davon ausgehen, dass wesentlich mehr Reis konsumiert wird).

    Ich folge dabei nur Studien und Aussagen kompetenterer Personen als ich es bin. Vielleicht hast du ja eine Ausbildung im biochemischen Bereich und kannst deine eigenen Schlüsse ziehen. Wie das jeder persönlich handhabt, ist natürlich ihm überlassen.


    Viele Grüße

    Emil

    Hallo Christopher,


    bitte die Herbst-Lorchel nicht mit Gyromitra-Arten gleichsetzen: Laut DGfM-Toxikologen Siegmar Berndt enthält sie keine bis geringste, toxikologisch unbedenkliche Spuren von Gyromitrin, bzw. Monomethylhydrazin.

    Eine aktuellere Stellungnahme von ihm dazu ist in der Zeitschrift für Mykologie aus dem Jahr 2018 (Band 84/2) zu finden. Demnach bestehe unter Toxikologen Einigkeit, dass die Herbst-Lorchel (ausreichend erhitzt) nicht giftig sei. Mittels klassischer Analysemethoden (z.B. vom Naturstoffchemiker und Mykologen T. Stivje) konnten in Helvella crispa weder Gyromitrin noch das vielfach toxischere MMH nachgewiesen werden. Mit neueren hochempfindlichen Verfahren wie der Massenspektroskopie konnten in einigen Sippen geringste Spuren dieser Substanzen gefunden werden, die toxikologisch unbedeutend sind.
    S. Berndt schreibt explizit, dass die Herbst-Lorchel für Speisezwecke gesammelt werden könne (individuelle Unverträglichkeiten sind natürlich wie bei allen Pilzen möglich). In Italien ist die Herbst-Lorchel sogar Marktpilz.


    (Meine Ausführungen stellen natürlich keine Essfreigabe für die gefundenen Pilze in diesem Thread dar, die müssten von einem Pilzsachverständigen vor Ort kontrolliert werden.)

    Viele Grüße

    Emil

    Hallo zusammen,


    L. flexuosus kenne ich derber/dickfleischiger, mit sehr scharfem Geschmack und kurzem, sich zur Basis hin verjüngendem Stiel und gelblichen Flecken an der Stielbasis.

    L. blennius würde ich eher ausschließen, der hätte weiße Lamellen.


    L. fluens könnte ich mir vorstellen, das ist ja auch eine sehr variable Art. Aber noch naheliegender wäre für mich Lactarius circellatus. Spricht da etwas dagegen? Beide Arten wären auch nicht so sehr scharf.


    Viele Grüße

    Emil

    Hallo Fabian,

    Habe mich gefragt wie jemand mit Erfahrung dann so etwas auch unterwegs erkennen kann. Mit freundlichen Grüßen Fabian

    Mit Erfahrung kann man diesen Schritt meist quasi überspringen, weil man die Pilze bereits im Feld durch ihre anderen Merkmale sofort einer Familie oder Gattung zuordnen kann und damit auch weiß, was er somit für eine Sporenpulverfarbe haben muss. Ein Hinweis gibt auch die Farbe der reifen Lamellen (hell/dunkel), allerdings ist da schon Erfahrung nötig, um das richtig beurteilen zu können.

    Bei einigen Gruppen (beispielsweise Trichterlinge oder die bereits angesprochenen Täublinge) ist für die Bestimmung auf Artebene die Ermittlung der Sporenpulverfarbe allerdings auch für Experten notwendig, die kann man aber ohnehin dann nicht im Feld auf Artebene bestimmen, sondern muss sie meist mikroskopieren.


    Für Anfänger in der Pilzbestimmung ist die Bestimmung der Sporenpulverfarbe sehr hilfreich, denn erstens ist das ein zwar langwieriges, aber zuverlässiges und leicht erkennbares Merkmal, zweitens sagt die Sporenpulverfarbe etwas über die verwandtschaftliche Einordnung des Pilzes aus und hilft somit bei einer systematischen Herangehensweise an die Pilzbestimmung, die langfristig sehr hilfreich und sinnvoll ist.


    Viele Grüße

    Emil

    Hallo Benjamin,


    das rosaliche Sporenpulver ist für die Art charakteristisch und grenzt sie von ähnlichen Arten mit weißem Sporenpulver wie beispielsweise C. candicans & C. krizii-josephii (=cerussata) ab.
    Übrigens soll C. phyllophila laut dem DGfM-Toxikologen Siegmar Berndt im Gegensatz zu nahe verwandten Arten kein Muskarin enthalten und ungiftig sein. Das soll natürlich keine Einladung zum Probieren sein, ich fand es aber spannend, weil C. phyllophila fast überall als stark giftig bezeichnet wird. Aber die Trichterlinge sind natürlich auch alle sehr ähnlich.


    Viele Grüße,

    Emil

    Hallo zusammen,


    bei Wikipedia habe ich das mit der Phenol-Reaktion entfernt. Da ich im Moment einer der Wenigen bin, die die Pilze in der deutschsprachigen Wikipedia im Blick haben, könnt ihr euch bei Verbesserungs-/Korrekturvorschlägen gern an mich wenden.


    Viele Grüße

    Emil

    Hallo Marcel,


    das sieht für mich erstmal plausibel aus.

    Nach meinem Stand ist „M. floridula“ rosahütig und wurde früher als eigene Art abgetrennt, dann aber auf Grundlage phylogenetischer Untersuchungen mit A. flavoalba synonymisiert. Siehe z.B. hier oder hier. Das deckt sich auch mit eigenen Funden, bei denen Übergangsformen von gelblichen zu rosa Exemplaren vorkamen.

    Viele Grüße
    Emi