Beiträge von Austernseitling

    Meiner Erfahrung nach hat der Riesenporling nicht so "feine" Stiele und "Unterteilungen". Da sind die einzelnen "Lappen" der FK gleich breiter u größer als bei Bastians Fund. Spricht also eher für Klapperschwamm.

    Ich bin tendeziell einverstanden. Aber bin mir etwas unsicher, wie das bei einem frischen, noch kleinen Riesenporling aussieht.


    Und dann gäbe es übrigens noch den Bergporling, der v.a. an Weisstannenstrünken wächst und nicht schwärzt. Ist aber auch eher grösser und weniger fein gegliedert. Für mich ist das aber nicht so einfach mit Fotos...

    Hallo Bastian

    Er sah auf dem ersten Bild recht gross aus, drum. Jetzt bin ich nicht mehr sicher. Werden weder Poren noch Hutränder bei Druck oder Abbrechen schwarz? Dann könnte es schon ein Klapperschwamm sein (ist halt recht selten). Wo wuchs er denn? Der Klapperschwamm ist meist an Eichen und kann auch im Wurzelbereich von lebenden Bäumen als Parasit wachsen. Beide (Riesenporling und Klapperschwamm) können als Folgezersetzer auf Wurzelstöcken von Laubholz wachsen. Der Riesenporling (sehr häufig) kann offenbar auch an Weisstannenstrünken wachsen.

    LG Andreas

    Hallo zusammen


    Vor einer Woche habe ich eine Riesenansammlung von Bischofsmützen (oder eben nicht) im Grenzgebiet Italien/Schweiz gefunden. Es handelte sich um einen sehr sandigen Forstweg, der wohl kaum je befahren wird. Die Stelle lag im Simplongebiet auf 1100 m.ü.M. und es gab viele Fichten, einige Kiefern und Lärchen, sowie eingestreut ganz wenig Laubgehölze wie Hasel. Auf dem sandigen Weg wuchsen über einige Hundert Meter hinweg tausende Orangebecherlinge Aleuria aurantia. An einer Stelle von wenigen Quadratmetern gab es ca. 100 Bischofsmützen in sehr jungem bis leicht fortgeschrittenem Alter. Ich habe mich sehr gefreut! Da ich noch eine lange Wanderung vor mir hatte, habe ich keine mitgenommen, sondern nur Fotos gemacht. Zu Hause bin ich auf den möglichen Verwechslungspartner Vielgestaltige Lorchel Gyromitra ambigua gestossen. Teilweise werden makroskopische Unterschiede beschrieben. Doch vor vier Jahren wurden die zwei Arten von Christoph Hahn hier im Forum als makroskopisch nicht trennbar bezeichnet, nachdem er Funde von jemandem mikroskopierte und zur Überraschung aller genau das Gegenteil rauskam, von dem was man so vermutet hatte. Eine italienische/monegassische Pilzhomepage berichtet genau das Gleiche: https://www.monaconatureencyclopedia.com/gyromitra-infula/ In Büchern und im Internet wird auf Deutsch und auf Italienisch erwähnt, dass Gyromitra ambigua v.a. in "nördlichen Gebieten" vorkomme. Wo ist das wohl? Auf der Schweizer Verbreitungskarte gibt es keinen einzigen Eintrag von Gyromitra ambigua. Von Italien/Piemont finde ich online keine Verbreitungskarten. Heisst das, Gyromitra ambigua kommt nur von Norddeutschland bis Skandinavien vor? Mehrere italienische Homepages erwähnen jedoch Gyromitra ambigua. Das täten sie ja kaum, wenn die in Italien nicht vorkäme...


    Weiss jemand etwas über das Verbreitungsgebiet von Gyromitra ambigua in Europa (speziell Schweiz/Italien)?

    Wäre es interessant, die angetroffene Bischofssynode noch einmal aufzusuchen und jemandem etwas zum Mikroskopieren zu übergeben?


    Danke für eure Hilfe!


    LG Andreas









    Hallo Bernd

    Ich glaube, wir sind uns einig!


    Treibstoffe und Biogas dürfen in der Schweiz nur aus Abfallprodukten hergestellt werden, das ist sicher gut (aber im Importieren sind wir auch gut;-).


    Aber auch bei uns ist die Landwirtschaft fast nur von der Politik gesteuert. Wenn sich jedoch die Nachfrage ändert, wird sich auch die Steuerung ändern, da bin ich mir sicher.


    Drum: Nüsse und Hülsenfrüchte essen! Für die Saftlinge;-)


    LG Andreas

    Hallo Helmut, nein. Im Gegenteil. Ohne Viecher keine Wiesen und keine Weiden. Selbst suboptimale Wiesen sind artenreicher als Rapsfelder.


    Wenn man daraus etwas ableiten kann, dann, Fleisch (und überhaupt landwirtschaftliche Erzeugnisse) bevorzugt beim lokalen, traditionell agierenden Bauern zu erwerben, Nicht aus der industriellen Produktion. Idealerweise sollte auch der Übergang von kleinteiliger Landwirtschaft hin zu riesigen Industriebetrieben gestoppt werden.


    LG, Bernd

    Hallo Bernd


    Ursprünglich und prinzipiell hast du natürlich recht: Ohne Viecher keine Wiesen. Aber in meinen Augen gibts heute schon noch andere Zusammenhänge: Wenn wir weniger Fleisch essen, so weiden weniger Tiere auf den Wiesen (sie bleiben also magerer) und es fällt weniger Gülle an, die verteilt werden muss. Die Landwirtschaft wäre also idealerweise so zu steuern, dass es sich lohnt, wenig Tiere auf grossen Weiden zu halten. Das geht nur, wenn wir Konsumenten weniger Fleisch und Milchprodukte essen und dafür bereit sind einen angemessenen Preis zu bezahlen. Was das jetzt genau für Deutschland und Litauen bedeutet, weiss ich nicht. Für die Schweiz bedeutet das, dass Vieh an steilen und hochgelegenen Orten gehalten wird (wo sonst eh kaum was erzeugt werden kann) und in der Ebene auf eine vielfältige, pflanzlich basierte und dadurch effiziente Landwirtschaft gesetzt wird. Dadurch bestünde dann die Möglichkeit, einige Flächen in allen Regionen als ökologische Ausgleichsfläche oder sehr extensiv bewirtschaftete Flächen auszuscheiden. Damit dies mit zunehmender Bevölkerungszahlen möglich ist, braucht es dringend einen stark rückläufigen Konsum von tierischen Produkten. Ansonsten benötigen wir zu viel Boden für die intensive Produktion von Futtermitteln.


    Nun muss ich nur noch anfangen, deutlich weniger tierische Produkte zu essen... und hier hapert es dann immer mal wieder... wohl nicht nur bei mir... und drum leiden die Biodiversität und das menschenfreundliche Klima (nicht nur die Saftlinge).


    LG Andreas

    aber nur auf den Fotos sehen die ählich aus... Deine haben Leisten, die sich kaum bewegen oder ablösen lassen (fest mit Hut verwachsen). Die Schwefelköpfe haben Lamellen, die sich bewegen und ablösen lassen. Zudem haben die Leisten bei deinem Pilz doch eine ziemlich andere Farbe wie die Lamellen auf dem Facebook-Post.

    Hallo Sabsi

    Aufgrund des Fotos, der Farben und der deutlich ausgeprägten Leisten sieht es danach auch, dass du den Pilz richtig bestummen hast:-) Wir geben hier aber keine Essensfreigaben.

    LG Andreas

    Hallo Jürgen


    Spannende Pilzchen! Ich kenne den Backenzahnkreisling nicht - habe aber nachgeschaut, da ich den Namen für einen Witz hielt :) Ja, was es nicht alles gibt! Und trotzdem glaube ich hier nicht so ganz an einen Backenzahnkreisling. Letzterer sieht mir mehr gallertartig aus auf den Fotos, die ich finde. Bei deinen Pilzen habe ich das Gefühl, dass die von einem zweiten Pilz befallen wurden. Es sieht doch ein bisschen aus wie bei einem sogenannten Steinreizker. Und wenn dem nicht so wäre, so wäre das labyrithisch-porig Anmutende aussen am Fruchtkörper die Fruchtschicht. Eine solche Fruchtschicht aussen am Fruchtkörper gibts bei den Kreislingen (die zu den Schlauchpilzen gehören) in meinem Verständnis jedoch nicht. Bitte korrigiert mich, wenn ich mich irre; ich bin kein Experte. Ich bin sehr gespannt, was die wahren Mykologen unter euch schreiben!


    LG Andreas

    Hoi Adi


    Merci für deine schöne Fotostrecke!

    Nr. 2: Bist du sicher, dass das nicht auch einfach ein Kegeliger/Schwärzender Saftling war? Die können auch mal so gelb aussehen.

    Nr. 8: Die müsste ich jetzt von unten sehen: deutliche Leisten = Trompetenpfifferling Craterellus tubaeformis; nur so undeutliche Adern = Gelbe Kraterelle Craterellus lutescens.

    Nr. 11: Meines Wissens kann man die kleinen Schirmlinge in den seltensten Fällen makroskopisch bestimmen, aber wer weiss.

    LG A

    Hallo Matthias


    Zur Morchel: ich gehe einig mit Andi: Herbstlorchel. Bei der Milchweissen Lorchel sei der Hutrand mit dem Stiel verwachsen. Das ist hier eindeutig nicht der Fall.


    Zu den Trompis: Bei mir sahen die bis vor 2 Wochen alle so gelb und hell aus wie die dazugelegte. Nun sind die meisten etwas älter, reifer und grösser und haben diese grauen Farbtöne in der Fruchtschicht, weniger gelbleuchtende Stiele und dunklere Hüte. Es sind aber die gleichen.


    LG Andreas

    Hallo Yann

    Willkommen im Forum. Da bräuchten wir brssere Fotos und viel mehr Angaben zum Pilz. Les dir doch die Tipps zur Pilzbestimmung durch.


    Es wird dir hier niemand eine Essens- oder "Medikamenten"-Freigabe geben. Das geht nur live bei einem PSV.


    Was ich dir sagen kann: Aufgrund des langen Stiels ist es sicher kein Austernseitling.


    Austernseitlinge wachsen allermeist aus toten Laubholzstämmen.


    LG Andreas

    Hey, da spüre ich Einsatzbereitschaft und Herzblut. Sehr cool, macht weiter! Also wenn ich den Link studiere mit all den seltenen Vogel- und Schmetterlingsarten, die super dokumentiert wurden, schiene es mir doch sehr absurd, wenn das in einen Rechtsstaat entgegen aller Verpflichtungen gegenüber der Biodiversitätserhaltung einfach ignoriert werden könnte. Ich wünsche euch viel Erfolg!! Nicht augeben!

    Liebe Grüsse aus dem Süden

    Andreas

    Hallo Andi

    Auch von mir ein grosses Lob für deine Präsentation. Da will einer ernsthaft ran gehen! Ich glaube, es wird schwierig hier alles noch genauer schriftlich auszuführen. Such dir jemanden in deiner Gegend, mit der/dem du mitgehen kannst. Gibts einen Pilzverein? Gibts eine(n) PSV (Pilzsachverständiger)? Veranstaltet jemand Pilzexkursionen? Kommt hier im Forum jemand aus deiner Gegend? Live lässt sich das alles besser demonstrieren und du wirst sehr schnell einen Pilz sicher als Täubling identifizieren können. Möglicherweise ist das jetzt dieses Jahr zu spät. Aber es kommt die nächste Saison!

    LG Andreas

    Danke fürs Zeigen! Deine Pilze sind immer irgendwie besonders schöne Vorzeigexemplare. Liegt es wohl dran, dass sie in Parks stehen und da macht man sich natürlich etwas schön zurecht - nicht wie im Wald? Der Grauhäutige Scheidenstreifling und der Schwarzblauende Röhrling waren bestimmt extra in der Maske vor dem Fototermin bei dir!

    LG Andreas