Beiträge von Hukos

    Soviel wir gehört haben ist der Nährwert von Pilzen begrenzt :plate: ==Pilz27==Pilz27 ....
    ...solange man sie nicht wie wir als fettes Pilzgulasch mit Rindfleisch zu sich nimmt , hihi

    Angeregt durch einige Beiträge hier, wonach sich die von uns geliebten Stockschwämmchen durchaus auch im Frühjahr zeigen, drängte Frau Hukos heute zu einem mächtigen Stock, an dem wir im letzten Herbst eine große Menge derselben gefunden hatten.
    Zu unserer Enttäuschung war dort jetzt kein einziger Pilz zu finden.
    Wir beschlossen dennoch das herrliche Wetter auszunutzen und uns in dem tollen Mischwald, in dem wir uns befanden weiter umzusehen und uns in Baumkunde fortzubilden.
    Unter Fichten fanden wir einige interessante Helmlinge, die noch zu bestimmen sind, sowie an verschiedenen Stümpfen den Fenchelporling, den größten Scheibling (Discina perlata) einen unbestimmten Saftporling und weiteren Allerweltskram.


    Doch dann - schon von Weitem konnten wir sie leuchten sehen:



    ... eine herrliche Stockschwammerl-Kolonie!
    Die Fruchtkörper hatten Hutdurchmesser von bis zu unglaublichen 13 Zentimetern und Stieldurchmessern von bis zu 1,5 cm, was uns zunächst sogar bei der Bestimmung verunsicherte. Solche Riesen!! - Trotzdem waren sie alle frisch und knackig.


    Nachdem wir über sie mit Kamera, Handy und schliesslich Pilzmesser hergefallen waren (das Ganze dauerte eine knappe Stunde) zogen wir weiter...


    ...keine 100m entfernt dann ein Stumpf, der mit einer neuen Sensation aufwartete:


    Die Experten unter Euch werden sicher sofort erkennen worum es sich hier handelt, oder?? ;)
    Ratet mal! (Zum Größenvergleich haben wir auf dem letzten Bild einen unserer Stockschwammerl dazugelegt, hihi)

    hans:
    noch ein paar Erfahrungswerte zum Morchelfinden:


    -> Erscheinungszeit für Speisemorcheln: (bei uns ab Mitte) April und Mai
    -> Morcheln brauchen es feucht (so wie die meisten Pilze)
    -> bei uns: Eschen, besonders bei schon geschädigten :( + Auwald
    -> Zeigepflanzen und Zeigetiere ;) : Schuppenwurz, Bärlauch, Pestwurz, Weinbergschnecken ...
    -> Langsamkeit, denn bei durchschnittlichem Speisepilzsammlertempo ist die Gefahr groß, draufzusteigen
    -> gerne mal in die Hocke gehen und den Blick erst schweifen lassen


    Als Beispiel für die Tarnfähigkeiten zeige ich folgendes Bild:



    LG Marion von

    ... da bin ich wieder mal überwältigt von Eurem Wissen und Eurer Schnelligkeit!
    Juhu - mein erster Pyreno ;)


    Danke Stefan und Ralf!


    Stefan: der "flächige Belag" war hart und trocken - fest mit der Oberfläche verbunden, beim Drüberstreichen
    löste sich nichts ab


    LG

    Liebe Winzpilzexperten,


    da ich mich gerade langsam in Baumkunde einarbeite, kniete ich mich mit der Lupe vor einen Baumstumpf,
    den ich als ringporig (also Laubholz?) zu erkennen glaubte.


    Bei der Suche nach den Poren fiel mein Blick auf den schwarzen Belag.
    8| -> der sieht ja in der Vergrößerung irgendwie pilzig aus!


    Deshalb zeige ich mit der Bitte um Eingrenzung - das Reich wäre schon ein Anfang ;) -
    folgende Bilder (mehr gibt die Handy-Kamera an Vergrößerung nicht her):


    Bild 1:

    rot umrandet: Ausschnitt der folgenden Makroaufnahme


    Bild 2:

    rot umrandet: da ist wohl was ausgeschlüpft ... Tierchen? ... Sporen?


    LG

    Servus Pablo,


    vielen Dank für Deine Erklärungen und dafür, dass Du meinen Blick auf die Gattung erweitert hast!


    Was mich noch umtreibt, ist die Frage nach dem Gespinst, das auf fast allen Fruchtkörpern meines Fundes
    zu sehen ist.
    Gehört dieses zum Pilz?


    LG

    Servus,


    bisher blieb mir die Welt der Baumpilze relativ unzugänglich.
    Der "Freubeitrag" von Juliane brachte mich bei diesem Baumbewohner:



    auf eine heiße Spur, nämlich Pflaumen-Feuerschwamm.


    Der Baum ist sicher Prunus (da sind im Herbst Zwetschgen dran).


    Ist es dann tatsächlich so einfach:
    Substrat=Prunus => Pilz=Ph. tuberculosus ?


    Kann so ein Phellinus resupinant wachsen?


    Was ist dieses weiße, spinnwebenartige Zeugs? Etwas vom Pilz?


    Mit Dank und liebem Gruß

    Servus Juliane,


    da freue ich mich einfach mal mit Dir über Deine Funde mit!
    Danke für die Bilder!


    Bei Pilz 5 glaube ich einen meiner Gartenfunde zu erkennen.
    Bisher als "Baamschwammerl spec." abgelegt, werde ich den im Bestimmungsforum nachfragen.


    LG

    Danke, Ihr beiden. Schade, denn Geruch und Aussehen sind ja durchaus appetitlich...
    Zur Zeit kämen wir aber eh nicht in Versuchung, da wir hier von einer regelrechten Morchelschwemme "heimgesucht" werden. Obwohl wir immer genügend stehen lassen, sind es heuer schon über 4 kg...


    Die lieben wir und haben noch welche im Gefrierschrank - deshalb ja auch die Frage wegen der weißstieligen.... ;)

    Hallo Stephan und Markus,


    vielen Dank für die schnelle und hilfreiche Rückmeldung.
    Nach Literaturstudium würden wir multipedata ausschliessen, piluliformis kommt hin.
    Einzige Merkwürdigkeiten:
    Erscheinungszeit --> Gerhardt sagt: August bis November
    Lamellenfarbe ist weder beige noch schokoladenbraun, wie die Literatur sagt, sondern eindeutig rauchgrau.


    :whistling: PS: wie ist denn der Speisewert des weißstieligen Stockschwämmchens? :saint: wenn es eins wäre?

    Hallo Forum,


    wir hatten bereits gehört, dass der rauchblättrige Schwefelkopf (HYPHOLOMA CAPNOIDES) auch im Frühjahr vorkommen kann.
    Dann fanden wir heute in der Nähe und an einem sehr grossen Stumpf (Durchmesser >1m - kann das noch Fichte sein?) diese Kerle hier.
    Habitus und Geruch haben uns sofort an Schwefelköpfe denken lassen - aber die Hutfarbe passt so gar nicht! Zwar schon hygrophan und die älteren Exemplare hell ausgeblasst, aber die jüngeren Schokoladenbraun.
    büschelig wachsend
    Hutdurchmesser 2 bis 6 cm
    Stiele glatt, hohl, ohne Ring, feinfaserig
    Lamellen rauchgrau, angeheftet
    Geruch: angenehm pilzig


    Für sachdienliche Hinweise zur Bestimmung wären wir Euch wieder einmal sehr dankbar.

    Danke Mausmann, Jan-Arne und Oehrling!


    jan-arne:
    mein Tipp war, dass es Saftlinge sind ...
    mein Mann tendiert zu Eurer Meinung!
    Oehrling:
    Sporenabdruck war schon in Arbeit, doch warf der Pilz nix aus :cursing:


    Jetzt läuft es auf eine interne Wette Huko versus Huko hinaus;
    das heißt wir wandern zu der Stelle in der Hoffnung, dass noch Pilze stehen.
    LG

    Hallo,


    ich denke auch, dass es der rehbraune Dachpilz ist, - solche haben wir hier in Südbayern diese Woche schon viele gefunden. Er wächst normalerweise nicht am Boden, sondern an Laubholzstümpfen.

    Liebe Foris,


    gestern fanden wir beim Durchstreifen eines Auwaldes auf einer grasigen Lichtung folgende "Blumen":



    Hüte: von ca. 1 cm bis ca. 4 cm, lebhaft gelb, gerieft, Hutmitte leicht gebuckelt
    mit zunehmender Größe fortschreitend ausfransend, eingerissen, der größte war regelrecht"zerfleddert"
    Lamellen: ausgebuchtet entfernt
    Stiel: wie der Hut gefärbt


    Bild 2:


    Bild 3:


    Bild 4:


    Die Gattung betreffend legte ich mich gleich am Standort fest - mein Mann ist nicht überzeugt.
    Mit meiner Bestimmung halte ich mich daher (auch im Titel) noch zurück, um Euch einen unbeeinflussten Blick auf die Schwammerl
    zu ermöglichen.
    (Zur Art habe ich auch übrigens auch Ideen).


    LG

    Calabaza:
    Danke, Markus, für Deine erhellenden Bemerkungen.
    Heute fotografierte ich den Stumpf plus Umgebung -> Fotos sind angehängt!


    Nosozia:
    Danke auch Dir!
    Die Welt der Mikroskopie blieb mir bisher verschlossen,
    auch auf Grund frustriender Erfahrungen aus dem Biologieunterricht - Thema "die Zelle" :/ .


    Standort:


    LG

    Servus,


    so. Jetzt bin ich total verwirrt: Peziza? Discina? Gyromitra? Scheibling? Schildförmig?


    Beim Rausgehen aus dem Auwald steht da ein vermooster Stubben (k. A. ob Nadel/Laubholz).
    Auf dem sitzen vier Fruchtkörper -> schnell mitnehmen, hoppala sah nur gschmeidig aus, ist aber total brüchig!


    Fruchtkörper -> "oben": schildförmig, mittelbraun, Rand wellig, etwas dunkler
    -> "unten": graubraun, zum Rand hin schimmert die Farbe der Oberseite durch


    Stiel: nur angedeut, faltig zusammengezogen (wie beim Knoten eines Luftballons)


    Geruch: nicht nach Chlor


    Die Qualtät der Bilder bitte ich zu entschuldigen; die Lichtverhältnisse waren schlecht, da es gen Abend ging und sich grade
    (Schnee-) 8| Wolken auftürmten.


    Bild 1


    Bild 2


    LG

    Liebe Foris,


    Vielen Dank schon jetzt für die vielen schnellen Infos und Meinungen.


    Stephan: Die Pilzproblematik im Zusammenhang mit dem Eschensterben ist mir bewusst, wobei ich nicht ganz glauben kann, wie ein massenweises Fällen der Bäume den Pilz aufhalten könnte; ist dabei nicht eher die Gefahr, dass evtl. auch Bäume gefällt werden, die noch Resistenzen entwickeln könnten?
    Genauso besorgt mich eben dann, wenn eine der wenigen verbliebenen (evtl. sogar resistenten) Eschen dann vom Biber gefällt wird. (der sucht sich ja gezielt nicht etwa kranke, sondern besonders gesunde und "appetitliche" Bäume.


    Auch die Harvester- Erfahrung die Wolfgang beschreibt haben wir schon mehrmals gemacht - ist natürlich ebenfalls schlimm, aber man kann ja nicht das eine gegen das andere aufwiegen.


    Sehr dankbar bin ich für Ralfs und Maria's Beiträge, die mir die Problematik sehr anschaulich klar gemacht haben:


    Das von mir angesprochene Gebiet kann man zwar als Auwald bezeichnen, es erstreckt sich entlang des Inn's aber nur in einer Breite von 20 bis maximal 200 Metern. Natürliche Feinde hat der Biber hier (außer einer das Gebiet tangierenden Bundesstrasse) keine. Der noch verbliebene Waldstreifen stellt im Vergleich zu den sonstigen hier vorhandenen Wäldern (meist Fichtenmonokulturen) ein Naturparadies mit einer hohen Artenvielfalt (auch und besonders auf Pilze bezogen) dar. Die Anzahl der großen und alten Bäume ist hier aber bereits sehr überschaubar und vermindert sich durch die Bibertätigkeit jedes Jahr zusehends. Waldverjüngung ist hier kein Thema, aufzustauen gibt es wie gesagt nichts, - es besteht eher die Gefahr, dass der Wald über kurz oder lang in der Form völlig verschwindet, was ja dem Biber dann langfristig auch nix nützt.


    lieben Gruß


    Hukos

    Liebe Forianer,


    bezug nehmend auf bauernhelmis Information zu den Bibern am Inn:


    https://www.pilzforum.eu/board…rland?highlight=biberland




    Inzwischen breiteten sich die putzigen Nager an beiden Innufern im gesamten von uns begangenen Gebiet (circa 15 Flusskilometer von Kraiburg bis Mühldorf) extrem aus.
    Mit der Folge, dass bereits jeder dritte große alte Baum am Ufer an/umgenagt ist. Von minimal kann man da nicht mehr sprechen.
    Die gefällten Bäume ragen in den Inn hinein oder werden weggespült - die Strömung bleibt weiterhin stark.
    Es gibt hier keine Fließgewässer, welches der Biber durch seine Fällaktivtäten aufstauen könnte.
    Der ökologische Nutzen ist für mich nicht erkennbar.
    Sorgen macht mir dagegen der eh schon rapide schwindende Eschenbestand, der mir bisher noch die leckerern Morcheln und Verpeln beschert.
    All die riesigen Baumleichen zu sehen, da blutet mir schon das Herz.


    Über Eure Meinungen und weitere Infos zu dem Thema freue ich mich.


    Im Folgenden Fotos von meinem gestrigen Nachmittagsspaziergang:



    LG

    Servus nochmal,


    Danke Ihr Lieben für die vielen Kommentare.


    zum Stichwort "gesellig": es waren zwei Exemplare an einem abgestorbenen Ast etwa einen Meter voneinander entfernt.


    Zur Hutfarbe: rot war da gar nix, eher schokoladenbraun.


    Steffen:
    Die beiden Exemplare sind noch bei uns vorhanden.
    Falls Du sie mikroskopieren willst, sehr gerne, wir wären auch sehr gespannt auf das Ergebnis.
    Wir verfügen leider über keine entsprechende Ausrüstung.
    Bitte schreib uns eine PN, wie wir sie Dir zukommen lassen sollen.


    LG

    Liebe Foris,


    mit der Bitte um Bestimmung / Bestätigung zeigen wir euch folgende Perser-Schwammerl:


    Fundort: Innauen
    an (für uns unbestimmbaren) relativ morschem Ast am Boden


    Stil: seitlich


    Geruch: angenehm pilzig mit "Baumpilznote"


    Poren: sehr fein


    Eigentlich bleibt da nur der kastanienbraune, was uns etwas stört, ist die fehlende schwarze Mitte.
    Außerdem ist die Hutoberfläche sandig und scheint uns nicht glatt / glänzend - allerdings auch nicht haarig!


    Bild 1


    Bild 2


    Bild 3


    Bild 4


    Bild 5


    LG