Hallo Inge,
ohne sorgfältige mikroskopische Dokumentation wird man da zu keiner Bestimmung - nicht mal auf Gattungsebene - kommen.
Björn
Hallo Inge,
ohne sorgfältige mikroskopische Dokumentation wird man da zu keiner Bestimmung - nicht mal auf Gattungsebene - kommen.
Björn
ZitatIch komme heute sicher etwas später dazu, habe noch eine Weiterbildung.
Birkenbestimmung für Fortgeschritten? ![]()
Bjöen
Hallo zusammen,
ich ergänze mal ein paar Bilder eines Fundes vom 7.2.2026 aus dem Duisburger Stadtwald.
Sporen in Wasser
Ein Präparat in Phloxin B gefärbt zeigt schön die trimitische Hyphenstruktur
Verästelte Bindehyphen
Extrem dickwandige Skeletthyphen
Vegetative Hyphen mit Schnallen, viersporige Basidien, keine Zystiden
Und alles auch noch mal in Kongorot gefärbt
Björn
Hallo zusammen,
ZitatWer zuhause Pilze anbauen möchte, hat folgende Möglichkeiten:
Ich möchte noch eine weitere Anbaumöglichkeit von Pilzen in Wohnungen erwähnen: Einfach im Badezimmer das Lüften einstellen ![]()
Björn
Hallo zusammen,
leider wird bei den Stuttgartern nicht das Keimverhalten gezeigt. Das ist eigentlich ein sehr dankbares Bestimmungsmittel bei reifen Fruchtkörpern.
Björn
Hallo Pilze_Münsterland,
einen Schlüssel für die Sarcoscypha-Arten kannst du hier finden. Wichtige Merkmale sind einerseits die Haare auf der Außenseite des Fruchtkörpers (glatt oder lockig), der Ölinhalt der Sporen (zwei große Tropfen bei jurana, mit kleinen Tröpfchen bei den beiden anderen Arten), das Keimverhalten der Sporen (Konidien vs. Keimschlauch) und ein Stück weit die Form der Sporen (austriaca hat Sporen, die oben und unten eine kleine Delle haben. Diese sieht man aber nicht aus jeder Perspektive).
Björn
Hallo zusammen,
wobei man selbst an Fundorten, wo schon Fruchtkörper mikroskopiert wurden, nicht sicher sein kann, daß alle Fruchtkörper dort zur gleichen Art gehören. Ich kenne eine Stelle, da wachsen austriaca und coccinea durcheinander.
Björn
Zitatund bin gespannt, was die Fungis so zu zeigen haben
Pralle Schläuche und lange Ständer warten auf dich! ![]()
Björn
Hallo Hilmi,
du mußt doch nur eins und eins zusammenzählen: Wenn Strumpfhosen so wunderbar gegen Zecken helfen, dann ist die Lösung gegen Hirschlausfliegen einfach sich eine Strumpfhose über den Kopf zu ziehen ![]()
Björn
Hallo Marcel,
die angehängte Datei ist aber nur das Supplemental Material des eigentlichen Artikels.
Björn
ZitatIch denke, das hängt vom Inhalt ab. Einen Vortrag über Barbypuppen würde ich nicht begrüßen.
Du möchtest lieber einen Vortrag über alte Männer hören? ;-D
Ich denke, wir sollten da schon bei mykologischen Themen bleiben. Es ist ja nicht so, daß wir jemals bei einem Meeting festgestellt hätten, daß niemand Pilze zu zeigen hat. Irgendwas wächst bekanntlich immer. Wenn man über das mykologische hinausgeht, dann franst das Ganze eben sehr schnell aus. Ansonsten ist der Zoom-Raum aber ja rund um die Uhr verfügbar und man könnte dann Vorträge zu anderen Themen einfach mal auf einen anderen Tag terminieren.
Björn
Hallo Karl-Heinz,
zum einen dauert es immer eine gewisse Zeit bis Vorträge dann auch im Youtube-Kanal erscheinen, zum anderen erscheint nicht jeder Vortrag auch auf Youtube.
Björn
Hallo zusammen,
ich habe jetzt noch mal verschiedene Präparate des Porlings gemacht. In Kongorot konnte ich die Gloeozystiden mit ihrem öligen Inhalt gut erkennen. Ich habe dann auch noch Präparate in Wasser und ohne jegliches Quetschen gemacht sowie Präparate in 3% KOH ohne Quetschen. Kristallschöpfe auf den Zystiden blieben leider trotzdem Fehlanzeige. In der Literatur liest man allerdings, daß die Zahl der Zystiden und ihre Kristalligkeit durchaus gering sein kann. Andere Arten in der Gattung passen mit den Hüten und Gloeozystiden ja auch alle nicht. Was mich allerdings auch noch wundert: In der Literatur wird eigentlich fast immer Laubholz als Substrat angegeben, allerdings hatte Hans Bender die Art auch mal auf Nadelholz.
Zu möglichen Aufzeichnungen: Die mag es zwar geben, aber wir reden hier von einer Fläche von 200 ha, wo in vielen Fällen auch keine Monokulturen, sondern Mischwälder stehen. Da ist es dann also nicht so einfach herauszubekommen, was Baum X mal war.
Björn
Hallo zusammen,
ich war am letzten Samstag im Wuppertaler Arboretum, einem Wald in dem verschiedenste Bäume in Rein- und Mischkultur gepflanzt sind um sie auf ihre Eignung als Forstbäume der Zukunft zu untersuchen. Das ist einerseits sehr nett, weil man dann auch im Flachland mal die Chance auf Pilze an Tannen bekommt, andererseits auch sehr ernüchternd, weil dort sehr wenig Totholz im Wald liegt. Außerdem ist die Bestimmung der ganzen exotischen Bäume natürlich alles andere als trivial. An einer Stelle gab es dann einen stehenden, mehrere Meter hohen Stumpf eines Nadelbaums (Sumpfzypresse?, Mammutbaum?), am dem sehr zahlreich ein weißlicher Porling wuchs. Leider entpuppt sich die Bestimmung als schwierig.
Pilz am Fundort
Poren unter dem Mikroskop bei 40x und 100x Vergrößerung
Sporen in Wasser. Sporenmaße
4.8±0.3 µm × 3.8±0.2 µm, Q=1.2±0.1
4.0-5.3 µm × 3.5-4.4 µm, Q=1.2-1.4
N=28
Sporen waren weder amyloid noch dextrinoid und sind glatt
Hymenium: Septen der generativen Hyphen ohne Schnallen, Basidien 4-sporig ohne Basalschnalle, Zystiden wahrscheinlich nicht vorhanden (auch wenn es an einigen Stellen größere Blobs gab, siehe unten), Hyphensystem monomitisch, Hyphen weder amyloid noch dextrinoid
Hier einige Beispiele für die oben erwähnten Blobs, die eventuell Zystiden sind oder aber auch nicht
Da ich die Poren als regulär bezeichnen würde, landet man damit bei Bernicchia und auch Ryvarden in Teilschlüssel E. Interpretiert man die Blobs oben als Zystiden, gelangt man zu Oxyporus, aber da paßt dann keine Art. Ohne Zystiden kommt man bei Leptoporus mollis oder Rigidoporus raus, aber das paßt auch nicht. Was übersehe ich hier?
Björn
Hallo Stefan,
Melanoleuca melaleuca hat laut Funga nordica weder Cheilo- noch Pleurozystiden. Zystiden taugen also nicht als Merkmal.
Björn
Hallo Thomas,
das kommt natürlich immer ein bißchen darauf an, gegen was man Melanoleuca abgrenzen möchte, aber grundsätzlich ist die Kombination aus farblosen Sporen mit amyloiden Warzen und die Abwesenheit von Schnallen schon sehr charakteristisch.
Björn
Hallo Vitus,
schwierige Frage. Clemencon diskutiert das ein wenig und spekuliert, daß die spitzen Zystiden ohne Finger in den Stereumarten mit Acanthozystiden auch Acanthozystiden sind. Ich würde aber sagen, daß es letztlich egal ist, wie man die Dinger benennt. Wichtig ist für die Bestimmung eigentlich nur, daß man im Präparat irgendwo 1-2 Finger findet.
Björn
Hallo Karl-Heinz,
wenn a!=b, dann gilt auch b!=a, will heißen, wenn das Europäische Arzneimittelgesetz vom Japanischen Arzneimittelgesetz verschieden ist, ist auch das Japanische Arzneimittelgesetz vom Europäischen Arzneimittelgesetz verschieden.
Björn
Hallo Vitus,
es sieht so aus, als gäbe es unterschiedliche Definitionen von gloeopleren Hyphen bzw. Gloeozystiden. Beenken schreibt ja ganz explizit als ersten Satz auf S. 323, daß er unter gloeopleren Hyphen Elemente versteht, die mit SV positiv reagieren. Wenn man aber z.B. bei Clemencon (Anatomie der Hymenomyceten 1997) schaut, steht dort, daß Gloeozystiden mit SV manchmal reagieren.
Zu den Stereumzystiden: Da solltest du bei der Beurteilung der Farbe zunächst mal bedenken, daß du dein Präparat mit Kongorot gefärbt hast, also die Farbe des Zellinhalts durch die Kongorote Brille betrachtest. Ansonsten haben Pilze ja immer eine gewisse Variabilität und der Inhalt der Stereum-Zystiden wird in der Praxis dann irgendwo zwischen hyalin und braun liegen. Wenn man sich deine beiden Zystidenbilder anschaut, sieht man das eigentlich ganz schön. Die eine Zystide hat einen deutlich dunkelbraunen Inhalt, die andere Zystide ist zwar nicht deutlich braun, aber hat eben auch sicher keinen farblosen Inhalt.
Bei deinem letzten Bild denke ich nicht, daß das eine Acanthozystide darstellt. Ich habe gerade mal meine Mikrofotos von S. rugosum durchgeschaut und muß sagen, daß man Acanthozystiden zwar hier und dort erkennen kann, aber daß sie offenbar auch nicht unmittelbar ins Auge springen:
Björn
Hallo zusammen,
bei Aussagen wie
ZitatDie Traditionelle Chinesische Medizin hat jahrhundertelange Erfahrungen mit Pilzen zum Zwecke der Gesunderhaltung des menschlichen Körpers und verfügt über ein umfangreiches Wissen. In Europa ging dieses Wissen weitestgehend verloren.
krempeln sich mir sämtliche Fußnägel hoch. Die Traditionelle Chinesische Medizin verwendet auch Tigerpenisse zur Heilung/Gesunderhaltung, wissenschaftlich fundiert ist das aber alles nicht. Dann zu behaupten, in Europa wäre entsprechendes Wissen verloren gegangen halte ich für groben Unfug.
Björn
Nachtrag zur Amyloidität der Sporen: Das prüft man am besten makroskopisch an einem Sporenabwurf.
Björn
Hallo Vitus,
zunächst mal zu den Gloeohyphen (gleiches gilt aber auch für Gloeozystiden): Die können eine positive SV-Reaktion haben, müssen es aber nicht. Wenn du z.B. bei Bernicchia in den Peniophora-Schlüssel schaust, wird dort in Schritt 14 gefragt, ob die Gloeozystiden SV+ oder SV- sind. (Nebenbemerkung: Laut Bernd Oertel sind alle Russulales mit SV+ Gloeozystiden scharf, weil der entsprechende Inhaltsstoff positiv reagiert).
Zu den "Gloeohyphen" von Stereum konnte ich in der Literatur keine konkrete Aussage zum SV-Verhalten finden, ich gehe dann aber eher davon aus, daß es dort keine Reaktion gibt. Ich habe hier Gloeohyphen mal in Anführungszeichen gesetzt, weil Bernicchia z.B. schreibt "the conducting hyphae, functionally or not, seem to be homologous to the gloeoperous hyphae present in the rest of the russuloid lineage" und in den CoNE nur von "oleiferous pseudocystidia" die Rede ist. Wenn ich mir meine eigenen Mikrobilder von Stereum anschaue, sehe ich da auch nichts, was den typisch öligen Inhalt von echten Gloeohyphen/zystiden hat. Was ich dort aber sehe, sind genau die dickwandigen Pseudozystiden, die aus langen, scheinbar unseptierten Hyphen entspringen (ob das Skeletthyphen sind oder nicht, scheint Interpretationssache zu sein: CoNE schreibt, daß Stereum monomitisch ist, bei Bernicchia ist Stereum dimitisch). Teilweise sind die Pseudozystiden in meinen Präparaten mit braunem Inhalt gefüllt, in den anderen Fällen aber nicht. Ich kann mir vorstellen, daß da auch das Alter des Fruchtkörpers eine Rolle spielt.
Stereum rugosum mit Füllung
Stereum sanguinolentum ohne Füllung (bzw. ganz recht mit einer gefüllten Zystide)
Björn
