Hallo Ralf,
ich meine schon Schnitte wie bei einem (Blech)kuchen, also senkrecht zur Ebene, in der der Pilz gewachsen ist.
Björn
Hallo Ralf,
ich meine schon Schnitte wie bei einem (Blech)kuchen, also senkrecht zur Ebene, in der der Pilz gewachsen ist.
Björn
Hallo zusammen,
zunächst einmal stimmt es natürlich, daß man bei obigem Fund nur mit Mikroskopie letzte Sicherheit bekommt. In Anbetracht des Fundortes in der Nähe von Karlsruhe ist S. insignitum aber auf jeden Fall die wahrscheinlichste Option. Die Art ist sehr wärmeliebend und ich weiß, daß z.B. in der Umgebung von Wiesbaden S. insignitum um ein Vielfaches häufiger ist als S. subtomentosum.
Zum Mikroskopieren: Man kann versuchen, mit der Nadelspitze etwas Material von der Fruchtschicht zu kratzen und quetscht dann sehr ordentlich. Alternativ kann man mit der Rasierklinge einen Schnitt durchs Hymenium ziehen, absetzen, dann mit einem leicht dazu verdrehten Schnitt noch mal ansetzen, so daß man einen sehr schmalen Winkel zwischen den beiden Schnitten hat. Am Schnitt der Schnitte findet man dann meistens eine sehr dünne Schicht, die sich mit einer Nadel auf den Objektträger transferieren läßt.
Björn
Hallo Beli,
es scheint aber keine Hohenbuehelia zu geben, die derart kleine und vor allem derart schmale Sporen hat.
Björn
Hallo zusammen,
im ersten Beitrag sind ja Sporen gezeigt, die passen nicht zu Crepidotus. Ansonsten habe ich gerade spontan keine gute Idee (außer vielleicht mal im Gröger oder der Funga Nordica vorne im Gattungsschlüssel anzufangen und zu schauen, wo man dann landet bzw. bei den Fungi of Temperate Europe bei den pleurotoiden Pilzen zu blättern). Hast du auch die Iodreaktion der Sporen geprüft? Sarcomyxa sollte (laut FoTE und Pilze der Schweiz, nicht aber nach Ludwig) amyloide Sporen haben.
Björn
Hallo Corne,
Tapinella panuoides sollte ellipsoide (stark dextrinoide) Sporen haben.
Björn
Hallo Vitus,
ich hätte Euren Fund auch schon makroskopisch als alte Fruchtkörper von S. serotina angesprochen. Mit den schmalen, allantoiden Sporen habe ich dann keinen Zweifel mehr daran, dass es wirklich diese Art ist. Der Stiel ist wahrscheinlich nicht erkennbar, weil der Pilz in dieser Baumritze gewachsen ist und entsprechend ein Großteil des Stiels in dieser Ritze verblieben sein dürfte.
Björn
Hallo Reinhard,
da würde ich bei Phlebia nothofagi mitgehen.
Björn
Hallo zusammen,
das sollte Heteromycophaga glandulosae sein. Schöner Fund, der steht noch auf meiner Wunschliste.
Björn
Hallo Nosozia,
das war Phlebia nothofagi.
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Samstag habe ich eine Runde im Duisburger Stadtwald gedreht und dabei in der Buchen-Laubstreu unter einem Strauch von Ilex aquifolium auf den abgestorbenen Ilex-Blättern einen hübschen Pyrenomyceten entdecken: Calonectria lauri. Der Pilz scheint relativ selten zu sein, es gibt bei pilze-deutschland.de aktuell nur 2 Fundmeldungen.
Pilz am Fundort
Detailaufnahme der Fruchtkörper
Asci und Sporen
Perithecienwand
Björn
Hallo Reinhard,
bei so lebhaft gefärbten Fruchtkörpern würde ich immer mikroskopisch reinschauen, ob Acanthozystiden vorhanden sind. Dann wäre es Stereum insignitum. Ansonsten ist es Stereum subtomentosum.
Björn
Hallo zusammen,
Cornus mas hat gegenständige Blätter, die Blattknospen sind hier aber wechselständig. Ich bin nach wie vor bei Betula.
Björn
Hallo Steffen,
wenn ich Wolfgang richtig verstehe, ist die Überlegung der DGfM doch, das pdf frei und für jeden verfügbar zu machen, weil es einerseits keine Gewinnabsicht hinter dem Dokument seitens der DGfM gibt und andererseits das Werk ja aktuell vergriffen ist und eine Neuauflage mit Arbeit verbunden ist (man muß abschätzen, wie viele Exemplare gebraucht werden, man muß sich um Druck und Verkauf kümmern etc.).
Björn
Hallo zusammen,
bei ganz jungen Birken ist die Rinde aber durchaus noch braun und nicht weiß.
Björn
Hallo Schorsch,
bist du dir sicher, daß das wirklich Zystiden sind? Für mich sehen das eher wie Hyphenenden aus, die an den Spitzen der Aculei vorkommen.
Björn
Hallo zusammen,
ich bin heute Abend dabei und ihr könnte Euer blaues Wunder erleben!
Björn
Hallo Martin,
vergleiche deinen Fund mal mit Patellaria atrata.
Björn
Hallo zusammen,
die Sträucher würde ich mal mit Birke und Pappel vergleichen. Grundsätzlich gilt bei Sträuchern im vegetativen Zustand, daß man möglichst gute Fotos der Knospen machen sollte.
Zur Gamundia: Bei Arrhenia peltigerina laufen die Lamellen deutlich herab. Und Gamundia xerophila (lief früher unter Gamundia striatula) ist dann eben die zweite Art, die an Peltigera parasiert und von der Optik her paßt.
Björn
Hallo zusammen,
Micam mag ja ganz funktional sein, ist aber offenbar ein Windows-Programm und damit für viele Menschen nutzlos.
Björn
Hallo Rainer,
deinen Pilz bei Nr.1 würde ich eher für Gamundia xerophila halten.
Björn
Hallo Peter,
natürlich kommt es immer darauf an, nur korrekt orientierte Sporen zu vermessen. Aber ich behaupte von mir selber, daß ich dazu in der Lage bin, während ich da bei der KI eher skeptisch bin.
Was die Genauigkeit der Meßwerte angeht, würde ich sagen, daß es auch in der Physik fundamental ist zu wissen, wie genau eine Messung jeweils ist, welche systematischen Fehler es gibt etc. Und da wir es ja hier mit der Vermessung von Bildern eines optischen Mikroskops zu tun haben, sind 2 Nachkommastellen natürlich völliger Unfug, weil das die optische Auflösung einfach nicht hergibt. Das ist auch der Grund, warum meine Python-Scripte die Sporenmaße eben nur auf eine Stelle nach dem Komma runden.
Björn
Hallo zusammen,
von der Nutzung von ChatGPT für das Vermessen von Sporen würde ich abraten. ChatGPT ist ja ein LLM und erstmal nicht dafür gemacht worden, um Sporen zu erkennen und zu vermessen. Im Zweifelsfall halluziniert ChatGPT ja auch (auch eine nette Umschreibung für "lügt ohne rot zu werden") und man kann sich folglich nicht darauf verlassen, daß die Meßergebnisse auch wirklich korrekt sind.
Das automatische Erkennen von Sporen bei Fiji und Piximètre ist da natürlich etwas anderes, weil dort die KI eben gezielt auf diese Aufgabe trainiert ist und man im Zweifelsfall durch einen schnellen Blick auch überprüfen kann, ob die erkannten Formen wirklich Sporen sind. Neben dem geschilderten Problem mit den sich berührenden Sporen und Problemen mit hyalinen Sporen sehe ich aber auch Schwierigkeiten, wenn es um das Messen von Sporen bei Entoloma oder Thelephora geht. Da kommt es ja wirklich sehr darauf an, daß man nicht nur die Spore als solche erkennt, sondern auch erkennt, wie die Spore orientiert ist und dann eben nur passend liegende Sporen vermißt.
Björn
