Hallo zusammen,
zunächst einmal stimmt es natürlich, daß man bei obigem Fund nur mit Mikroskopie letzte Sicherheit bekommt. In Anbetracht des Fundortes in der Nähe von Karlsruhe ist S. insignitum aber auf jeden Fall die wahrscheinlichste Option. Die Art ist sehr wärmeliebend und ich weiß, daß z.B. in der Umgebung von Wiesbaden S. insignitum um ein Vielfaches häufiger ist als S. subtomentosum.
Zum Mikroskopieren: Man kann versuchen, mit der Nadelspitze etwas Material von der Fruchtschicht zu kratzen und quetscht dann sehr ordentlich. Alternativ kann man mit der Rasierklinge einen Schnitt durchs Hymenium ziehen, absetzen, dann mit einem leicht dazu verdrehten Schnitt noch mal ansetzen, so daß man einen sehr schmalen Winkel zwischen den beiden Schnitten hat. Am Schnitt der Schnitte findet man dann meistens eine sehr dünne Schicht, die sich mit einer Nadel auf den Objektträger transferieren läßt.
Björn