Hallo zusammen,
als Bauernregel (ohne jede wissenschaftliche Begründung
) : standen die Pilze am Wegesrand oder auf dem Weg und dort zusammen mit Fichtenreizkern, sind es fast immer R. queletii (Stachelbeertäubling) bzw. R. fuscorubroides, wie der Pilz neuerdings von einigen Täublingsforschern genannt wird. Um R. sardonia oder torulosa zu finden, muss man schon vom Waldweg runter und neben rein.
Jetzt im Ernst: die drei möglichen Kandidaten sind genannt - Stachelbeertäubling, Zitronenblättriger Täubling, Gedrungener Täubling.
Stachelbeertäubling wächst unter Fichte auf basischem Boden (das kann auch der Kalkschotter des Waldweges sein!)
Zitronenblättriger Täubling wächst unter Kiefer auf saurem, sandigem Boden, und hat als einziger der drei deutlich gelbliche Lamellen
Gedrungener Täubling wächst unter Kiefer auf strammem Kalkboden, also in ausgesprochenen Kalkgebieten wie z. B. im Muschelkalk in der Würzburger Gegend, und ist wärmeliebend
Also müsste man u. a. auch den Fundort möglichst genau beschreiben.
Jetzt meine persönliche Meinung: die Farben der Fotos halte ich für gut getroffen, ein Gelb an den Lamellen ist für mich nicht zu sehen, damit fällt R. sardonia raus. R. queletii und R. torulosa sehen quasi gleich aus und riechen beide gleich, nämlich fruchtig-säuerlich, also käme als nächstes die Geschmacksprobe. Während R. queletii beißend scharf wäre, wäre R. torulosa nur mäßig und erträglich scharf.
Dies alles für den Fall, dass man kein Ammoniak zur Hand hat.
Freilich stellt sich die Frage: wenn man schon den Ehrgeiz hat, so was wie R. queletii, fuscorubroides, sardonia und torulosa voneinander unterscheiden zu können, ob man nicht die paar Euro in Reagenzien investieren sollte - die kosten alle nur drei bis vier Euro und man kann sie sich nach Hause liefern lassen.
FG
Oehrling