Beiträge von Hassi

    Stimmt, alle sind glücklich. Mein Sohn wähnt sich jetzt im Besitz des schwersten europäischen Einzelbandpilzbuchs der Welt (ich hab das mal ganz frech unterstellt).
    Ganz toll, daß man sogar die slowakischen Größenangaben verstehen kann ;)


    Dem Matthias unser herzlicher Dank für den flotten Versand!


    Gruß
    Ralph

    Mann das war knapp ;)


    Ich weiß zwar noch nicht genau was ich damit soll, denn Platz im Regal gibt es nicht mehr. Vielleicht schenk ich es meinem Sohn, der hat mit Slowakisch kein Problem* , blättert sehr gerne in Pilzbüchern und lässt mich bei Bedarf sicher auch mal reinschauen.


    Bezahlt isses:



    Gruß
    Ralph


    *Lesen gehört noch nicht zu seinen großen Leidenschaften :)

    Hallo zusammen,


    ich danke Euch für die Beteiligung an der Umfrage und die Erläuterungen zu Euren Vorgehensweisen! Das Umfrageergebnis ist zwar jenseits einer statistischen Auswertbarkeit, aber eine deutliche Mehrheit scheint nicht aufs Meßplättchen verzichten zu wollen. (Man hätte vielleicht noch eine vierte Alternative anbieten können wie etwa: "Ich genieße die Vielfalt der Mikromerkmale, aber deren exakte Größe ist mir schnuppe" ;)


    Viele Grüße
    Ralph

    Hallo zusammen,


    da ich mir über die Problematik der korrekten Sporenmessung schon längere Zeit den Kopf zerbreche und mir vor allem Christophs Antwort in diesem Thread


    https://www.pilzforum.eu/board…skopische-trockenuebungen


    zu denken gab, würde mich mal interessieren, wie das die Mehrheit der Forenten so handhabt.
    Ich habe nämlich kein Messokular und überlege mir gerade, ob ich noch eines anschaffen soll.
    Bisher habe ich es mir u.a. aus diesem Grund gespart, weil mich die ständige Okularwechselei bei meinem alten Mikroskop schon genervt hat und auch die Gefahr in sich birgt, daß man sich Dreck ins optische System holt. Ein Messokular das immer drin ist, empfand ich als unangenehm und irritierend.


    Jetzt bin ich gespannt, wie Ihr das so macht.


    Viele Grüße
    Ralph

    ..Nur benötige ich ein eigenes Programm um einen Maßstabbalken einzufügen, grrrr


    Hallo Peter,


    arbeitet Dein Bildbearbeitungsprogramm nicht auch mit Ebenen?


    Ich hab mir in Photoshop eine Datei angelegt, die für alle möglichen Messbalkenlängen -in Abhängigkeit vom verwendeten Objektiv- jeweils eine Ebene enthält. Ich muss die Balken dann nur von diesem Fenster in das mit meinem Mikrofoto ziehen. Ich wusste gar nicht, daß es spezielle Software zur Erzeugung von Maßstabsbalken gibt...


    Gruß
    Ralph

    [/quote]
    Ich glaube, mit dem Reinigen lass ich mir noch etwas Zeit.
    [/quote]


    Das klingt vernünftig. Ich würde da auch nicht zu viel daran rumwischen wenn es nicht unbedingt nötig ist. Wenn Du ein gutes Immersionöl benutzt das nicht verharzt, kannst Du es einfach dran lassen. Manche Leute legen bei Arbeitsschluss einen Objektträger mit einem Tropfen Ölimmersion auf den Kreuztisch und –žparken–œ sozusagen die Frontlinse ihres Immersionsobjektivs darin. Ein sehr kompetenter Mitarbeiter eines Bonner Mikroskophändlers hat mir das neulich ausdrücklich –žgenehmigt–œ.


    Auf jeden Fall solltest Du vermeiden, vom 100er wieder auf das 40er runterzuschalten. Dein 40er ist nicht für Öl konstruiert und könnte dadurch irreparabel Schaden nehmen...


    Grüße
    Ralph

    Hallo Claudia,


    das sieht ja schon ganz gut aus. Bei dem Sporenbild ist vielleicht zu viel hintereinander, dh., Dein Präparat ist möglicherweise etwas zu dick und das Bild somit etwas flau geraten. Du kannst auch etwas mit der Kondensorblende spielen und den idealen Kompromiss zwischen Auflösung und Schärfentiefe ( –žKontrast–œ ) suchen.


    Wg. Köhlern/Zentrieren nochmal: Im Idealfall führt man diesen Schritt nach jedem Objektivwechsel durch. Selbst ein Axioskop (auch ein Chinesengerät übrigens ;–“) sollte jedes Mal nachzentriert werden...
    Wenn man bequem ist, macht man das einmal für sein wichtigstes Objektiv (bei mir das 40er) und kontrolliert von Zeit zu Zeit nach, ob sich nix verstellt hat.


    Viele Grüße
    Ralph

    Hallo Claudia,


    ich habe dieses Jahr so einen Kurs besucht, da hatte jeder seine eigenen Geräte dabei, was ja auch sinnvoll ist. Es standen aber auch unterschiedliche Leihmikroskope zur Verfügung, was wohl für die meisten Pilzschulen zutreffen dürfte. Allerdings bietet nicht jede Schule spezielle Mikroskopiekurse an.
    Ich halte Kurse für sehr sinnvoll - wenn es z.B. um spezielle Präparationstechniken und die Interpretation des Gesehenen geht- die grundlegende Bedienung eines Mikroskops kannst Du aber sicher auch selbst und mit Hilfe dieses Forums erlernen. So großartig unterscheiden sich übrigens Mikroskope vom Bauprinzip her nicht. Grob gesagt: Kennst Du eines, kennst Du sie alle...
    Ich wünsche Dir viel Spaß mit Deinem tollen Weihnachtsgeschenk!


    Viele Grüße
    Ralph

    Hallo Claudia,


    in Mikroskopieforen wird oft von Anfängern verlangt, erst mal das zu lesen:


    http://www.klaus-henkel.de/mikrofibel.pdf


    Da steht zwar sehr viel drin, aber man muss es gelassen sehen, wenn man nicht alles kapiert.


    Dann gibt es noch das:


    https://www.knnv.nl/sites/www.…kroskopieCOMPLEET_1_0.pdf


    und das, was Dir eben per PN zuging.


    Falls Dein Gerät eine Köhlersche Beleuchtung hat (schön, aber nicht zwingend notwendig) erklärt dieses Video, wie Du sie korrekt einstellst:


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Edit: Im Video geht's auch um Phasenkontrast, das betrifft Dich -vermutlich- erstmal nicht.


    Viele Grüße
    Ralph

    Hallo zusammen,


    auch ich möchte allen hier frohe Festtage wünschen und dass jeder im kommenden Jahr das finden möge, wonach er auf der Suche ist.

    Ich hab leider kein winterlicheres Pilz-Motiv gefunden - außer Sarcoscypha im Schnee, aber das haben ja andere hier schon schön gezeigt...


    Liebe Grüße
    Ralph

    Hallo zusammen,


    danke für die Zusammenstellung! Man könnte hier noch die deutsche Ausgabe des Ryman/Holmasen erwähnen (bearb. T. Lohmeyer), ein trotz des umfangreichen Inhalts erstaunlich handliches Buch. Zahlreiche Abbildungen unterschiedlicher Qualität, z.T. etwas farbstichig. Schlüssel bis zur Art, mit Mikromerkmalen. Wie gut die sind, kann ich leider noch nicht richtig beurteilen. Die Taxonomie ist natürlich auch nicht mehr auf dem neuesten Stand.


    Leider nur noch antiquarisch zu Mondpreisen, z.B. :


    https://www.amazon.de/Pilze-Svengunnar-Ryman/dp/3878150431


    Vielleicht läßt sich ja irgendwo eine PDF davon auftreiben ;)


    Viele Grüße
    Ralph

    Das mit dem Gegenteil habe ich auch schon mal gehört (entsprechende Versuche gingen aber bei mir schief, vielleicht hatte ich zuviel überbelichtet).


    Hallo Erika und Josef,


    ich belichte eigentlich auch lieber zu knapp als zu reichlich. Ich hab im letzen Jahr mal eine Serie von Nachtaufnahmen gemacht und dabei darauf geachtet, daß die Lichter noch genügend Zeichnung aufweisen. Dementsprechend dunkel und mit viel sattem Schwarz war dann auch der Gesamtbildeindruck. Als ich dann den Helligkeitsregler testweise nach oben schob, habe ich schon sehr gestaunt, wie viel Details in den Schatten noch erkennbar waren. Es sah teilweise fast so aus, als hätte ich die Bilder bei Tag aufgenommen. Umgekehrt herum - in ausgefressene Lichter konnte ich mit dem Helligkeitsregler noch nie Detailzeichnung reinbringen...


    Wg. RAW, Lightroom und "Thema verfehlt": "RAW" klingt zunächst vielleicht etwas advanced, aber ist es das auch? Man zieht RAW-Bilder genau so wie JPEGs auf den Rechner, nur kann man die Bilder dann mit besseren Resultaten bearbeiten. Weiter gehende Spezialkenntnisse braucht man dafür auch nicht. Daher finde ich den Rat, beim nächsten Handy- bzw. Kompaktknipsenkauf auf RAW und moderate Pixelzahlen zu achten, durchaus angemessen.
    Lightroom halte ich für gar nicht so kompliziert, es erschließt sich weitgehend intuitiv. Man findet dazu auch gute Video-Tutorials. Bei Photoshop sieht es für mich ganz anders aus. LR reicht für das meiste aus und wenn ich mich dann alle paar Monate mal aus irgend welchen Gründen mit PS beschäftigen muss, steh ich wieder da wie der Ochs vorm Berg. Mir machts keinen Spaß damit...


    Viele Grüße
    Ralph

    Hallo,


    praktisch finde ich bei Lightroom auch den Reiter "Karte" . Meist lasse ich bei meinen Touren vom Smartphone den Track aufzeichnen. Wenn ich diesen anschließend in LR importiere und mit meinen Bildern verknüpfe - vorausgesetzt bei der Kamera waren Datum und Uhrzeit richtig eingestellt - dann kann ich den Aufnahmeort jedes Fotos in einer Google-Earth-Ansicht anschauen und die Koordinaten sind in den Exif-Daten gespeichert.


    Als weiteren Vorteil könnte man noch die Stapelverarbeitung erwähnen. Wenn ich z.B. an einem Standort mehrere Aufnahmen unter identischen Lichtbedingungen mache, knipse ich meist initial eine Graukarte. Mit diesem Bild kann ich dann in LR den Weißabgleich einstellen und diesen dann mit zwei Mausklicks auf alle Bilder dieses Shootings übertragen.


    Gruß
    Ralph


    In kommende tage kaufe ich Objektiv 40mm oder 35mm .


    LG beli !


    Hallo Beli,


    das 40er Micro-Nikkor ist schon ein ganz guter Tipp. Es ist qualitativ OK, sehr handlich und leicht und die Brennweite taugt auch für Landschaftsaufnahmen.
    Ich hab mal ein Beispielbild (Fastberingter Ritterling) angehängt:



    Da ich ausschließlich RAW-Aufnahmen auf den Rechner lade, habe ich dieses Bild nachbearbeitet (stellenweise nachbelichtet, Weißabgleich, leicht geschärft)


    Um zum Ursprung des Threads zurückzukehren: Die meisten werden wohl JPEGS aus dem Handy ziehen, die ja einer Nachbearbeitung schon deutliche Grenzen setzen.Das Verschlimmbesserungspotential ist da schon gigantisch. Ich würde es bleiben lassen und bei der Neuanschaffung eines Smartphones darauf achten, ob es auch RAW kann und nicht mit übertrieben hohen Pixelzahlen daherkommt. Da gibt es mittlerweile schon ganz brauchbare Geräte.


    Software: Ich benutze Adobe Lightroom zur Bildbearbeitung und -verwaltung und bin restlos glücklich damit. Gimp kenne ich nicht, ich habe aber schon viel Positives gehört.


    Viele Grüße
    Ralph

    Hallo Anke, Heidi und Stefan,


    danke für Eure Tipps. Ich denke ich werde die Pilze heute Nacht einweichen und sie morgen zusammen mit dem Habichtspulver in etwas Butter schwenken. Sie kommen dann zusammen mit Petersilie, feingewürfeltem Peccorino, Parmesan, Gruyère und div. anderen Zutaten (à la Südtiroler Käseknödel) in die Knödelmasse.
    Falls das Ergebnis überzeugt, schreib ich Euch das genaue Rezept hier auf.


    Liebe Grüße
    Ralph

    Hallo zusammen,


    ich habe vor ein paar Wochen Maronenröhrlinge und Habichtspilze getrocknet (ca 40 Grad, Dörrex) und würde die gerne in trockenem Zustand einer Knödelmasse zugeben. Die Habichtspilze habe ich zu Pulver zermahlen. Wenn man die Knödel in fast kochendem Wasser ziehen lässt, ist ja anzunehmen, daß -zumindest in der Mitte- nicht alles optimal durchgegart ist. Geht das mit diesen Pilzen oder hat das dann womöglich gastrointestinale Konsequenzen?


    Viele Grüße
    Ralph

    Hallo zusammen,


    vorgestern fand ich diese Pilze auf einer relativ mageren Wiese am Südrand der Schwäbischen Alb. Die FK wuchsen massenhaft und z.T. büschelig entlang eines hexenringartigen Streifens. Die nächsten Bäume waren ein gutes Stück weit weg.



    Hut 4-6cm. Huthaut radialfaserig-filzig, im Zentrum mit schwarzbraun verfärbten Fasern. In Richtung des Randes gelblichbraune Töne. Unter Huthaut nach Anschnitt rötliche Töne feststellbar. Hutfleisch weiß. Stiel nach Verletzung mit bleibender, rötlicher Verfärbung, Stielfleisch uneinheitlich hell beige. Lamellen relativ engstehend, bis zu einer helleren, ringartigen Zone leicht herablaufend. Zahlreiche Zwischenlamellen. Stiel beige, faserig mit heller Längsriefung. Geschmack unauffällig, evtl. mit leicht scharfem Abgang. Geruch entfernt an Kartoffeln erinnernd, mit leicht spermatischer Note, bei antrocknenden FK stark spermatisch.


    Sporenpulver hell cremefarbig, zusammengeschoben beige:



    Sporen ellipsoid, unregelmäßig höckerig/warzig. Größenmessung (SMAFF)


    [95% –• 10 –• SAP –• v –• H2O(nat) ] = 4,6 - 5,4 - 6,1 x 3,1 - 3,6 - 4 µm



    Hymenium mit schlauchartigen Cystiden (?) mit deutlicher Inkrustierung. Über dieses Merkmal finde ich bei LUDWIG und KRIEGLSTEINER zumindest in Bezug auf Lepista nichts.



    Am besten noch passen die geschilderten Merkmale zu Lepista panaeolus, da erwähnt zumindest LUDWIG bei einer Kollektion den spermatischen Geruch. Allerdings sollen die FK nach dem Krieglsteiner-Schlüssel nicht büschelig wachsen, irgendwo habe ich aber gelesen, daß das schon sein könne.
    Die Art ist wohl in jeder Hinsicht sehr variabel.


    Vielleicht liege ich aber ganz falsch, und die Gattung stimmt nicht. Lyophyllum habe ich wegen der Sporenskulptur ausgeschlossen und sonst hätte ich leider keine Idee.


    Wer kann mir hier weiter helfen?


    Viele Grüße
    Ralph

    Einfach nur zum Heulen...


    Hallo Wolfgang,


    für mich sind Deine Bilder eher stark antidepressiv. Ich sehe nämlich eine Vielfalt an Strukturen, an denen es dem Fichtenforst zuvor mangelte: Senkrecht stehende Wurzelteller ( Nistmöglichkeit für Hymenopteren, Standort für manche Becherlingsarten ), "en masse" stehendes und liegendes Totholz.


    Jetzt kommt es halt stark darauf an, was man daraus macht - bzw auch nicht macht. Setzt man auf Naturverjüngung und überlässt das alles sich selbst, wird es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit früher oder später wieder ein Fichtenwald - aber ein besserer als zuvor. Dabei wird sicher auch der Borkenkäfer ein Wörtchen mitreden.
    Vielleicht etablieren sich aber auch diverse Laubbaumarten. Es hängt natürlich stark davon ab, welche Bedingungen um diese Fläche herum vorherrschen.


    Allerdings räumt der Förster so etwas gerne auf und pflanzt wieder Fichten. Dann heule ich auch mit... ;)


    Viele Grüße
    Ralph

    Hallo zusammen,


    danke für Eure Antworten! Dann muß ich den einfach als Agaricus sp. stehen lassen. Ich dachte mir schon, daß der Standort vielleicht nicht passt...


    @Pablo:


    Aber Bretagne um die Jahreszeit muss toll sein: Die meisten Touristen schon wieder weg, alles etwas entspannter, das Wetter immer noch warm und zudem noch Pilze da. :)


    Genau so war es - bis auf die Pilze. Da muß es vor unserer Ankunft wohl länger nicht mehr geregnet haben. Wir waren in der Nähe von Carnac in den Wäldern (vorwiegend Eichen und Esskastanien) unterwegs, da wuchs absolut nichts. Nach kleineren Sachen habe ich allerdings nicht geschaut.


    Liebe Grüße
    Ralph
    [hr]
    Hallo Oehrling,


    habe Deinen Beitrag eben erst gesehen. Danke für die ausführlichen Erläuterungen.


    Ausgebüxte Kulturchampignons? Das kann natürlich auch sein. Genau so rochen sie auch. Nicht weit weg war ein kleiner Wohnmobilstellplatz. Da werden sicher auch mal Küchenabfälle in der Landschaft verteilt.


    Viele Grüße
    Ralph

    Hallo zusammen,


    vielleicht war meine Vorstellung doch etwas zu lang geraten, um von allen bis zu Ende gelesen zu werden. Bestimmungsanfragen gehören ja schließlich auch hier rein.
    Bitte entschuldigt die Unordnung :)


    Ich hatte diesen Pilz eingestellt:



    Gefunden Anfang September am Rande der Dünen bei Locmariaquer (Bretagne) direkt neben einem Dolmengrab. Nährstoffarm dürfte es dort nicht gerade sein, unweit davon wuchsen sogar Brennnesseln (Touristenpipi).


    Leider gab es nur nichtaufgeschirmte Exemplare mit 3-4cm Hutdurchmesser. Geruch: exakt wie frische, braune Kulturchampignions. Ein Röten konnte ich nach dem Aufschneiden nicht feststellen. Einen Beleg habe ich leider nicht mitgenommen.


    Könnte das der Dünen-Egerling (Agaricus devoniensis) sein?


    Viele Grüße
    Ralph

    Hallo zusammen,


    ich lese hier schon eine Weile interessiert mit und freue mich über die Vielfalt der Beiträge und den freundlichen Umgangston. Demnächst werde ich wohl auch einige Fragen posten, daher ist es an der Zeit, dass ich mich hier mal kurz vorstelle.


    Mich begeistert die Farb- , Formen- und Geruchsvielfalt der Pilze schon seit längerer Zeit, ich hatte auch das Glück, öfter mal zusammen mit einem guten Freund, einem exzellenten Pilzkenner, auf Exkursion oder in den Urlaub zu gehen. Da ich aber andere Dinge weitaus stärker im Fokus hatte, haben es nur wenige der zahlreichen gezeigten Pilzarten bis in mein Langzeitgedächtnis geschafft. Den Gallenröhrling kann ich zwar problemlos vom Steinpilz unterscheiden und ich kenne auch die wichtigsten Giftpilze. Die Pilzberaterprüfung würde ich derzeit aber sehr wahrscheinlich nicht packen.


    Das soll anders werden (nicht das mit dem Pilzberater, da habe ich keine Ambitionen:-). Ich verschaffe mir gerade so langsam einen Überblick über die verschiedenen Gattungen und versuche möglichst alles makro- und mikroskopisch zu bestimmen, gestatte mir aber auch, bei der Artdiagnose zu scheitern und mich dem nächsten Kandidaten zuzuwenden.
    Ich will mich in diesem Stadium zwar noch nicht festlegen, habe aber das Gefühl, dass die Reise in Richtung Becherlinge bzw. lichenisierte Pilze gehen könnte. Der Platzbedarf im konfliktträchtigen Familienkühlschrank ist bei diesen Gruppen deutlich geringer ;)


    Ich habe dieses Jahr zwar noch nicht so viel geschafft wie ich mir vorgenommen hatte, aber es gibt schon viele Exsikkate für die langen Winternächte.
    Meine Wälder, Wiesen und Steinbrüche liegen am Südrand der Schwäbischen Alb. Dass man dort schöne Arten finden kann, haben Juergen Marqua und Christian Fischer in ihrer –žEhinger Pilzflora–œ schon eindrucksvoll bewiesen.


    Meine Lieblings-Speisepilze sind Morcheln und die Kräuterseitlinge aus dem Bioladen, zum Grauenvollsten zählen für mich Tannenreizker und Trüffeln (Tuber magnatum). Dann noch lieber Gallenröhrlinge ;) Gezielt auf Speisepilzjagd gehe ich eigentlich nur, um meine Familie damit zu beeindrucken...


    Ich freue mich sehr auf die Teilnahme hier!
    Viele Grüße
    Ralph