Hallo Rainer,
hier im Pilzforum wirst du sicher kein Strauch-Unterforum finden. Leider.
Aber es gibt Forenten, die sich mit Gehölzen besser auskennen. Ich denke hier z.B. an Marcel Thorwulf . Vielleicht kann er dir weiterhelfen?
LG, Martin
Hallo Rainer,
hier im Pilzforum wirst du sicher kein Strauch-Unterforum finden. Leider.
Aber es gibt Forenten, die sich mit Gehölzen besser auskennen. Ich denke hier z.B. an Marcel Thorwulf . Vielleicht kann er dir weiterhelfen?
LG, Martin
Hallo Ernst,
wenn das also wirklich die Unterseite ist, dann möchte ich sehr in Frage stellen, ob es sich überhaupt um ein Apothecium handelt.
Ich habe allerdings keine Ahnung, was es sonst eins könnte.
Eventuell ist nur etwas von oben auf den Boden gefallen - z.B. Pflanzengallen.
Ich sage nicht, dass da hier so ist, aber ich bin schon selbst auf so etwas hereingefallen.
LG, Martin
Hi Andreas,
die Idee mit der Hülse finde ich gut.
Sie muss halt nur exakt vom Durchmesser passen, damit nichts wackelt.
LG, Martin
Hallo Rainer,
deine Blattflechte sieht schon nach Peltigera aus, wirkt aber reichlich vergammelt (hellgrüne bis orangebraune, rotfleckige Stellen)
Rechts im Bild, etwas unscharf, exisitieren einige kleinere Thallusbereiche, die noch eine guten Zustand haben könnten (blaugrün mit rotbraunen Apothecien-Initialen am Rand).
Stellenweise ist etwas von der bestimmungsrelevanten Unterseite erkennbar.
Sie könnte durchgängig schwärzlich sein (abgesehen vom hellen Rand), oder nur breite dunkle Adern besitzen.
Tut mir leid, aber Bestimmen kann zumindest ich damit nicht.
Nächstes Mal die Ober- und die Unterseite (!) mit guten Fotos dokumentieren.
Und zusätzlich die Oberseite im trockenen Zustand auf Filz kontrollieren.
Vielleicht meldet sich ja jemand mit größerer Erfahrung, der mit dem Foto etwas anfangen kann.
LG, Martin
Hallo Ernst,
bei meinen Funden von I. ericetorum, war der Thallus bisher immer deutlich erkennbar bis dominant.
Auf deinen Fotos kann ich davon kaum etwas erkennen.
In den vergrößerten Fotos erkenne ich Sandkörner, aber nichts vom Thallus.
Ich will nicht sagen, dass deine Bestimmung falsch ist, aber sie überzeugt mich nicht wirklich.
Es gibt einige Flechten mit rosa oder rötlichen Apothecien.
Besonders irritiert mich das letzte Bild, auf dem du scheinbar die Unterseite des Fruchtkörpers zeigst, wenn ich den Text im Bild richtig interpretiere.
Die Unterseite des Apotheciums ist demnach durchgängig kräftig rosa, und insbesondere ohne jeden Stiel?
Könnte es sein, dass es sich doch um eine Apothecienoberseite - ev. mit Hyphomyceten-Befall - handelt?
Eigentlich sollten die Unterseiten der Apothecien hell berindet sein und ferner einen Stiel aufweisen, der mit dem Thallus verbindet.
Das Hymenium ist im Querschnitt gelb-orange und kann schon mit der Lupe erkannt werden.
Ich würde unbedingt mikroskopisch absichern: Die Sporen sollten spindelförmig und 2-zellig sein.
In KOH reagiert der Thallus und der FK gelb bis orange.
Hier eine Fund aus dem Schwarzwald:
Ein anderer Fund aus den Alpen zeigt ebenfalls einen deutlich ausgebildeten, körnig-grünlichen Thallus mit zahlreichen unförmigen Apothecien.
Der helle Rand ist deutlich erkennbar:
Ich bin etwas skeptisch, was deinen Fund anbelangt und würde dringend empfehlen, genauer zu untersuchen.
Schon die einfachen Tüpfeltests mit K und P wären interessant.
LG, Martin
Beim Thema Alpen nicht unerwähnt bleiben sollten folgende Bände von 1999:
F. Gloßner und R. Türk: "Flechtengesellschften des Nationalparks Berchtesgaden und dessen Vorfeld", Nationalparkverwaltung Bertesgaden, Forschungsbericht 41, 1999, 128 Seiten
R. Türk und H. Wunder: "Die Flechten des Nationalparks Berchtesgaden und angrenzender Gebiete", Nationalparkverwaltung Bertesgaden, Forschungsbericht 42, 1999, 133 Seiten
jeweils bei https://www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de als Download verfügbar.
Ein Buch mit ähnlichem Thema:
Türk, Hafellner, Taurer-Zeiner: "Die Flechten Kärntens", Reihe Natur Kärnten, Naturwissenschaftlicher Verein für Kärnten, 2004
334S, Sotfcover, 23 x 15 cm, 169 Arten in Wort und Bild, jeweils mit Verbreitungskarte.
Schwerpunkt ist die Auflistung der in Kärnten bislang nachgewiesenen Arten
2a) Einband zu "Die Flechten Kärntens"
2b Beispielseite
Zu den Flechten in den Alpen sind diverse Bände erschienen.
Neben dem weiter oben erwähnten Band "Flechten der Schweiz", kommen noch einige weitere Bücher in Betracht.
Roman Türk: "Flechten", Wissenschaftliche Schriften, Nationalpark Hohe Tauern, Verlag Tyrolia, 2016
312 Seiten, ca. 200 Arten in Bild und Text; 24 x 16 cm, Softcover.
Ein hervorragender Bildband, Arten gruppiert nach Lebensräumen (z.B. "Fels- und Gipfelflechten", "Lärchen-Zirbelwald", u.v.m.)
Der gesamte Aufbau des Buches folgt den Habitaten, welche in den Alpen vorkommen.
1a) Einband
1b) Beispielseiten aus "Flechten", Wissenschaftliche Schriften, Nationalpark Hohe Tauern
1c) Beispielseiten aus "Flechten", Wissenschaftliche Schriften, Nationalpark Hohe Tauern
Hallo Tonio,
am Farbstoff Baumwollstoff befindet sich keine CN-Gruppe. Cyanophil heißt ja "blauliebend", bzw. das Blau des Baumwollblaus aufnehmend. Cyanide sind Salze der Blausäure. Blausäure färbt die Lippen blau, weil sie anstatt des Sauerstoffs bevorzugt am Häm bindet und dadurch die frische rote Farbe des Blutes verloren geht.
Dann ist es vielleicht einfach so, wie ich vermuten würde, dass eine (eventuell nur zarte) Blaufärbung von braunen Sporen hält nur schlecht zu beobachten ist.
LG, Martin
Hallo Tonio,
sehr hübscher Bericht, vielen Dank für den Abstecher in die Hyphomyceten!
Der direkte Zusammenhang zwischen hyalin und cyanophil ist mir neu. Wodurch kommt dieser Zusammenhang denn zustande?
LG, Martin
Hallo Bernd,
dein Eisensulfat kannst du nicht nur an Täublingen testen. Phaeoclavulina regiert mit FeSO4 schön grün .
Heute erst gefunden und erfolgreich (mit wässriger Lösung, nicht mit Feststoff) getestet.
LG, Martin
Hi,
da entspinnt sich ja eine originelle Konversation zu Thema "Warum in die Ferne schweifen".
Ich vermute, das lokal fermentierte Gammelwasser schmeckt immer nur demjenigen, der sich Zeitlebens daran gewöhnt hat.
Ist doch auch gut so, wenn es den Nachbarn nicht schmeckt - dann bleibt mehr für einen selbst.
Warum also aufregen? 
LG, Martin
Ansonsten bin ich ganz bei Steffen. 
Aber zum Thema: Gibt es nicht die Möglichkeit, Päckchen zum Versandt von Zuhause abholen zu lassen, zumindest, wenn sie ordentlich verpackt und adressiert sind?
Die Paketdienste fahren sowieso den ganzen Tag durch die Gegend von Tür zu Tür ...
Hallo Tori,
herzlichen Dank für die Bestimmung.
Eine kurze Suche im Internet liefert sofort ein Paper von Erich Zimmermann zu Pseudotryblidium neesii mit einer deckungsgleichen Beschreibung.
Interessanterweise wird im Paper auf weitere Ascomyceten verwiesen, was mir eventuell bei der Bestimmung eines weiteren Fundes, wenngleich auf Papel helfen könnten.
Super!
LG, Martin
Hallo zusammen!
Anbei ein hübscher Fund, den ich schon lange erwünscht hatte.
Die Flechtenart, die aufgrund ihres Aussehens in fast keinem Flechtenbuch fehlt, ist makroskopisch unscheinbar.
Deshalb konnte ich sie erst zuhause unter dem Mikroskop erkennen.
Die Flechte zeichnet sich durch einen dünnen, grünlich weißen Thallus aus, der auf Ästen und Nadeln einer jungen Fichte zu finden war.
Bild 1 Habitat mit schütterem Baumbewuchs über Schieferschutt
Bild 2 Fichtenast mit Aufwuchs aus diversen Algen, Flechten und Moosen.
In der Hoffnung auf einen interessanten Fund wurde ein kleines Ästchen mitgenommen.
Insbesondere die bei reiner Inaugenscheinnahme undefinierbare Masse auf der Rinde des Astes ist interessant:
Bild 3 Flechte auf Rinde in Profil, mit 200-400 µm langen grünen Auswüchsen mit weißen Spitzen.
Bild 4 Hyphophoren mit weißen Spitzen
Bild 5 Trockener Thallus mit grünlichen Hyphopohren, schwerpunktmäßig auf der Rinde wachsend, aber auch über die gesamte Länge der Nadeln zu finden.
Bild 6 Spitz zulaufende, transparente, im unteren Abschnitt mit trebouxioiden Algen gefüllte Auswüchse in Wasser.
Die Hülle besteht aus parallelen Hyphensträngen, die zu einer durchsichtigen Spitze, ähnlich einer Pinselquaste, zusammenlaufen.
Bild 7 Diese Hyphophoren sind gefüllt mit einer gelartigen Masse aus Algenzellen und kleinen kompakten Konidien. Keine monifiliforme Hyphen an der Außenseite.
Beim Schlüsseln lernt man, dass es zwei habituell ähnliche Arten gibt:
Gyalectidium setiferum (die "Igel-Tannennadelflechte"), kommt hierzulande auf Tannen-, selten auf Fichtennadeln vor, außerhalb Deutschlands besonders gerne auf den Blättern von Bux und Kirschlorbeer.
Die Hyphophoren (Stachel, "Thlasidien") dieser Art sind sind gänzlich durchsichtig / weißlich.
Sie sind 300-500 µm lang und bilden basal an deren Außenseite perlkettenartige Hyphen-Algen Gemenge, die der Ausbreitung dienen.
Das ist hier nicht der Fall, die Stachelchen sind hingengen in der unteren Hälfte mit Algen und Konidien (2 x 1-1,5 µm ?) gefüllt, wodurch sie grün erscheinen.
Diese Eigenschaft und das Vorkommen auf Fichtenrinde und -nadeln passt lt. Wirth-Hauck-Schultz genau zu Jamesiella anastomosans, der "Dorn-Firnisflechte", die demnach hier vorliegen sollte.
Die Hyphophoren dieser Flechtenart besitzen eine ähnliche Höhe, wirken auf Abbildungen etwas kompakter; insbesondere die grüne Basis mit weißer Spitze ist für die Art charakteristisch.
Beide Arten bevorzugen feucht-warme, ozeanische Lagen.
Die derzeitige Klimaänderung unterstützt offenbar die Ausbreitung beider Flechtenarten.
LG, Martin
Hallo Benjamin
Hirschlausfliegen sind mir bislang immer nur inmitten des Waldes begegnet. Ein eher ungewöhnlich Ort für Bremsen, die halten sich mehr an Waldrand auf.
Auch machen fliegende Hirschlausfliegen, wenn ich mich Recht entsinne, ein typisches, niederfrequenten Brunnen beim Anflug. Außerdem steuern sie gezielt den Nacken an, während die Bremsen mit jeder Körperregion zufrieden sind - nd auch durch dünnes Textil hindurch beißen.
Tief hinein in Schwalben- und Fledermausschlünder mit ihnen allen! ![]()
LG, Martin
Ja, Hirschlausfliegen sind ein echter Horror.
Ich werde immer ganz panisch wenn ich merke, es ist eine in der Nähe, die versucht, mich anzufliegen.
Aber noch VIEL schlimmer sind Bremsen, die einen mit einer unglaublichen Ausdauer verfolgen und danit den ganzen Tag versauen - vor allem, wenn sie es letztendlich schaffen, einen zu beißen. Das tut so weh!
Da hilft nur gallopierende Flucht und darauf zu hoffen, dass die Bremse einen aus dem Augen verliert.
Oje!
LG, Martin
Mögen euch diese Plagen verschonen!
Hallo Björn,
nun das nächste Mal für deinen Kakao doch lieber Milch als Wasser. Dann löst er sich erheblich besser. ![]()
Sehr schöner Bericht, wie üblich! Insbesondere die Neotiella gefällt mir sehr gut.
LG, Martin
Hallo Michael
damals bei einem großen Versandhandel gefunden: "SOLOMARK Universal Telefon Adapter" https://www.amazon.de/dp/B0188KP6T8?ref=ppx_pop_mob_ap_share" (Das Verlinken klappt gerade leider nicht)
Es gibt sicher schöneres, aber es funktioniert.
LG, Martin
Hallo,
ich verwende für alle meine Mikrofotos durch das Okular einen Smartphone-Universaladapter für ca. 15€, der sich als überaus brauchbar erweist. Möchte ich nicht mehr missen. Für 15€ bastle ich nichts auch nur annähernd vergleichbares.
Mittlerweile habe ich zwei davon, für jedes meiner Mikroskope eines. Ist der Adapter erst justiert, hat das Smartphone nur noch einen Freiheitsgrad. Vergrößerung der Kamerasoftware auf 2,5-3x ergibt ein vollformatiges Bild.
Die Halterung wird mit einem gummierten, rautenförmigen Käfig am Okular festgeklemmt. Sollte dein Okular (wie meines) etwas dünn sein, kann man dieses mit zwei schwarzen Kabelbindern bequem und unauffällig aufdicken. Seitdem hält der Adapter sehr gut.
Ob die Kameraoptik im Zentrum oder in der Ecke sitzt, ist aufgrund der Bauform des Adapters egal.
Hat man keinen Triokular, kann man sich ein Ersatzokular kaufen und den Adapter daran festschrauben. Dann braucht man nur das Okular gegen das mit dem alten Smartphone zu tauschen. Ein weiteres Okular hat man ja vielleicht eh im Schubfach, wenn man ein Messokular nachgekauft hat.
LG, Martin
Bei Interesse gerne mehr...
Hallo Olaf,
korrekt. Das hast du vermutlich am ersten Bild erkannt, nehme ich an.
LG, Martin
Hallo!
Hach, ich bin gerade beim Blättern durch die Fotos vom letzten Sommerurlaub in den Alpen - das war so schön.
Ein paar Eindrücke...
Bild 0 Im Land der 3000er: Blick zum Großvenediger
Bild 1
Die Aussicht also ist grandios!
Noch schöner vielleicht ist das Spiel der Farben und Formen, wenn man den Blick nach unten neigt.
Und genau hinsieht.
Jeder Meter eine eigene, überbordende Welt.
Bild 2
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Bild 35
Bild 36
Bild 37
Bild 38
Was für eine Pracht !
Weit bin ich jedenfalls nicht gekommen.
500 Meter vielleicht, wenn's hoch kommt.
LG, Martin
Guten Morgen Ernst,
hier einige Fotos zu den Phyllocladien von S. vesuvianum mit ausgeprägt kleinen Phyllocladien.
Die Bezeichnung / Variation "nodulosum" für diese S. vesuvianum var. nodulosum finde ich so bei Italic. Die Phyllocladien sind körnig klein und bedecken große Teile der Äste rundum. Nur die größten Exemplare (oft weiter unten an den Ästen) zeigen die typische, dunkle Fensterung. Anfeuchten hilft bei deren Erkennung.
Anbei einge Fotos von mir:
Bild B1 Körnige Phyllocladien im oberen Bereich der Äste. Sie sollen oft auch sorediös aufbrechen können.
Bild B2 Unterer Bereich der Äste mit teilweise sehr deutlichen schildförmigen, dunkel gefensterten Phyllocladien. Hier also eindeutig!
Bild B3 Die Probe reagiert nur P+ gelb, für mich keine Spur von Orange! Die Reaktion wird bei Italic für die Art als P+ gelb beschrieben. Vordergrund rechts im Bild größere Phyllocladien mit dunklem Zentrum.
Bild B4 Probe hier angefeuchtet: Wenn man es weiß und danach sucht, erkennt man die Fensterungen auch relativ weit oben an den Ästen. Bei flüchtiger Betrachtung leicht mit einer Verletzung zu Verwechseln. Die meisten Phyllocladien sind sehr klein und zeigen kaum Struktur.
LG, Martin
Hallo Ernst,
ich hatte bei meinen Stereocaulonfunden keine P-Reaktion "orange" finden können, wie z.B. im deutschen Schlüssel bei Wirth-Hauck-Schulz geschrieben steht.
Deshalb bin ich dort in den P+gelb-Zweig abgebogen und bei den (sehr/extrem) seltenen S. evolutum/saxatile, bzw. alpinum-Arten gelandet.
S. alpinum kenne ich aus den Alpen. Die Art besitzt gut erkennbar rosa Filz und scheidet aus.
Ich habe Proben, die vom Wuchs und der Form der Phyllocladien sehr gut zu S. vesuvianum passen, und andere Proben, die sehr gut zu S. dacrylophyllum passen.
Die Proben reagieren allerdings P+ kräftig gelb und nicht P+ orange, wie dem Schlüssel nach zu erwarten wäre...
Laut R. Cezanne (er hat meine Fundmeldung zur Kartierung gestern kommentiert und korrigiert) ist die P-Reaktion bei Stereocaulon häufig nicht besonders ausgeprägt und wenn im Schlüssel (z.B. Wirth oder im polnischen Schlüssel) "P+ orange" steht, ist meist nur P+ kräftig gelb zu beobachten. ![]()
Insofern sind alle meine fränkisch/thüringischen Proben relativ eindeutig den beiden häufigeren Arten S. vesuvianum (forma nodulosum mit kompakten Phyllocladien) und S. dactylophyllum zuordenbar, was mir durchaus vernünftig erscheint. Ich muss also keine extrem seltenen Arten (saxatile/evolutum) zur Bestimmung heranziehen. ![]()
LG, Martin
Stereocaulon vesuvianum (f. nodulosum): (meist) steril, Phyllocladien schildartig bis (hier) körnig, mit hellem Rand und dunklem Zentrum in größeren Phyllocladien; P+ kräftig gelb:
Bild A1 S. vesuvianum, kräftiges Exemplar mit langen Podetien
Bild A2 S. vesuvianum
Stereocaulon dactylophyllum: Phyllocladien (fingerartig) tief gekerbt, ohne dunkles Zentrum; P+ kräftig gelb:
Bild A3 S. dactylophyllum
Bild A4 S. dactylophyllum
Danke Ernst für den Verweis auf das Paper!
Ich werde den Schöüssel gleich testen.
LG, Martin
Hallo Reiner,
deine Fotos zu 2 zeigen definitiv eine Cladonia, und zwar Sekundärthallus (Trompeten) als auch Primärthallus (Grundschüppchen). Ich würde erstmal nur eine Art vermuten.
Die Flechte ist auf dem Substrat so gewachsen, denn Unversehrtheit. Anordnung und Ausrichtung weisen darauf hin.
Ich weiß nicht, wie schnell Çladonien wachsen, hätte aber vermutet, dass ein Häufchen Dung schneller zerfällt, als die Flechte bräuchte, diesen Zustand mit ausgebildeten Podetien (Trompeten) zu erreichen. Andererseits sind die Grundschuppen so gleichförmig und lückig verteilt, dass ich mir auch vorstellen könnte. sie wurde mitgefressen, und die oberflächennahen Bruchstückchen bilden nach der Ausscheidung neue Thalli.
Wie auch immer, sehr interessant!
Danke fürs zeigen.
LG, Martin
