Beiträge von Pilzfreund77

    2. Täubling (habe ihn nicht entnommen, vermute trotz der Farbe einen Frauentäubling):

    Hallo Pilzfreund77,

    das sieht mir nach dem Speisetäubling aus,

    viele Grüsse

    Matthias

    Hallo Matthias, das könnte durchaus sein – deswegen sagte ich ja, dass ich ihn trotz dieses Aussehens für einen Frauentäubling halte (weil keine verkürzte Huthaut, und der Frauentäubling gelegentlich auch so aussieht) - habe ihn aber eben nur von oben angeguckt …

    Ich muss da nochmal mit mehr Zeit hin, auch, um mal die Hexen genauer zu untersuchen – die sind mir wegen des rötlichen Huts schon letztes Jahr aufgefallen.

    viele Grüße

    Pilzfreund77

    Liebe Sushi, da wirst du bestimmt Erfolg haben – absolut sicher ist es m.E. dann aber am Wochenende, weil sich die letzten Regenergüsse ja noch gar nicht ausgewirkt haben dürften ...

    Herzliche Grüße

    Pilzfreund77

    Jetzt gehts aber ab in den Berliner Wäldern – war heute morgen kurz mal schauen:


    1. Prächtige Perlpilze ohne Ende



    2. Täubling (habe ihn nicht entnommen, vermute trotz der Farbe einen Frauentäubling):



    3. Hexen-Familie (habe Probleme mit der Art-Bestimmung, Stiel hat zwar Flocken, aber ungewöhnlich madig, und auch die Hutfarbe finde ich für Flockis nicht ganz typisch. Ist aber keine Bestimmungsanfrage ...):



    4. Comeback der Pfifferlinge, nun auch bei anderen Baumarten:



    5. Prächtigste Sommersteinpilze in Massen:



    6. Eine Schnecke bei der Arbeit:



    7. Ein unbekannter Baumpilz


    Hallo,

    essbare Ritterlinge z.B. esse ich nicht

    Tricholoma portentosum soll aber sehr, sehr lecker sein und hat auch keine verdächtige Geschichte.


    VG Jörg

    Das habe ich auch gehört. Ich sagte aber ja nicht, dass dieser Pilz selbst eine verdächtige Geschichte habe, sondern seine Gattung. Und zwar so, dass bei Arten, die seit Ewigkeiten als super Speisepilze galten, eher zufällig tödliche Folgen bemerkt wurden. Gifte sind bei Pilzen sowieso eine ominöse Sache, und ich bin daher bei Gattungen, in denen so eigenartige Gifte vorkommen, prinzipiell vorsichtig.

    Moin,

    ich verfolge dieses Forum schon einige Zeit, und konnte schon einige Male durch eure Beiträge "mein Auge schärfen", was das Auffinden bestimmter Arten betrifft. Bisher habe mich aber noch nie aktiv am Forum beteiligt - nun hat aber genau der Hinweis von Pilzfreund77 eins zu eins zum Erfolg geführt, und ich muss das Beschriebene bestätigen:

    Gestern habe ich gezielt nach Schonungen junger Amerikanischer Eichen Ausschau gehalten auf einer Wanderung im Barnim - und die erste war bereits ein Volltreffer!! Gut 400g Pfiffis konnten wir aus dem Laub sammeln - und es waren noch ein Menge kleiner Nachwuchspfiffis in den Startlöchern

    Lieber Miles, das freut mich sehr für Dich! Herzlich willkommen im Forum, und Danke für deinen Bericht. Bei mir war das genauso: Ich hatte erst Jahrelang mitgelesen, und dann das Bedürfnis, auch einmal etwas zurückzugeben. Aktuell frisst mich die Arbeit auf, aber vielleicht finde ich morgen Abend doch die Zeit, nochmal für ein Stündchen nach meinen Eichen zu sehen … und da ich Täublinge den Pfifferlingen vorziehe, hoffe ich auch hier endlich auf die ersten nennenswerten Funde für 2024.


    Für dieses Jahr habe ich mir allerdings vorgenommen, wieder immer auch ein paar Bestimmlinge mitzunehmen – Ritterlinge, Fälblinge, Faserlinge und vieles mehr kenne ich erst ganz grob, auch weil bislang schon noch die Speisepilze im Vordergrund stehen (und essbare Ritterlinge z.B. esse ich nicht, weil ich aufgrund der Geschichte die ganze Gattung verdächtig finde)…


    Herzliche Grüße

    Pilzfreund77

    Aufgrund der Kammerung des Stiel wird es einer der Stinktäublinge sein. Da er geruchlos ist, ...

    Hmm, geruchloser Stinktäubling? Wüsste ich jetzt auf Anhieb keinen.

    Gekammerte Stiele können nicht nur bei Stinktäublingen, sondern auch bei Kammtäublingen vorkommen.

    FG

    Oehrling

    Allerdings sieht der Hut nicht nach Kammtäubling aus … und der Geruch soll immerhin "nach Reiben der Lamellen etwas unangenehm" gewesen sein :)

    Alles schon wieder furztrocken, keine Röhrlinge, ein Wulstling, ein Schwefelkopf, eine Handvoll Scheidenstreiflinge und der letzte Zapfenrübling. Dafür viele Schleimpilze und gute Laune bei schönem Wetter.

    Lieber Pilzsascha, danke für den Bericht und das eindrucksvolle Beweisfoto!


    Meine Funde der letzten Tage waren ja nur deshalb möglich, weil ich die betreffenden Waldabschnitte wie meine Westentasche kenne, und mir diese Ortskenntnisse zuvor über viele Jahre angeeignet hatte. Ich bin mindestens 1 x die Woche unterwegs, das ganze Jahr über, egal bei welcjem Wetter. Meistens kehre ich also ohne Funde heim. Es darf halt nicht um die Funde alleine gehen, sondern die Beschäftigung mit dem Thema, das Suchen, die Natur usw. - das muss an sich schon Freude machen, dann werden auch die Funde immer reicher, wisst Ihr ja eh.


    Will nur tröstend sagen: Dass Ihr auf Anhieb zu dieser Jahreszeit im Grunewald fündig werdet, wäre schon ein Ding gewesen - darf ich aber trotzdem fragen: habt Ihr meine Karte genutzt und gezielt die Eichenwälder aufgesucht, und habt Ihr meinen Tip mit den Roteichen beherzigt? Und falls ja, waren es reine Eichenwälder (die gehen nämlich im Augenblick) oder mit Kiefern gemischt (da kommts erst die nächsten Tage und Wochen)?


    Herzliche Grüße

    Pilzfreund77

    Irgendwo in Richtung Stink- oder Camembert-Täubling suchst Du wahrscheinlich eh schon – näher komme ich nicht ran, aber vielleicht Täublings-Experten hier im Forum …

    Konnte soeben nochmal ein Nudelsieb voll großer, fester Pfifferlinge ernten, und wieder ausschließlich an Eichen. Aber: In identischen Eichenwäldern einmal nix, und dann, ein paar Gehminuten weiter, alles voll. Dann wieder ewig nix. Und weiterhin fast keine anderen Arten – außer meinem ersten Sommersteinpilz für dieses Jahr. Ich will mich aber nicht beschweren … Wünsche den Grunewald-Besuchern morgen viel Glück. Ich war zwar nicht im Grunewald, aber in einem vom Niederschlag und Bewuchs her identischen Wald in Berlin … Und aus dem Grunewald habe ich auch schonmal im Mai, ich glaube das war 2019, kiloweise Pfifferlinge rausgetragen.

    P.S: vielleicht ist die Form des Eichenblatts auf dem ersten Bild wichtig, denn ich finde sie gerade fast nur an der Amerikanischen Eiche – vielleicht ist es aber auch nur Zufall … ich drücke Euch die Daumen!




    Vielleicht der Voreilende Ackerling (Agrocybe praecox)? Standort Wiese, Velum, Farben, Größe könnten grob hinkommen? Gibt aber bestimmt noch andere Arten die auch in diese Richtung gehen

    Finde ich keine schlechte Idee, würde auch zur Huthaut (Hygrophan?), soweit sie sichtbar ist, passen …

    :) Das ist versteckte Kamera, oder? Aber hier gibts schon so Cracks, die bestimmen den vielleicht tatsächlich bloß anhand des Stiels … ich hätte irgendeinen Champignon geraten.


    Ach ja: Wenn das der einzige Pilz war, der so zerteilt nun seine Wege gegangen ist – welche Gefahr besteht denn da nochmal für Deine Kinder? Ein Maipilz hätte übrigens kein Velum, und wenn das dein eigentlicher Plan sein sollte, Maipilze zu essen – lass es lieber.

    1. Es ist definitiv kein Maipilz. Was genau es ist, lässt sich aber erst sagen, wenn Du ihn komplett rausnimmst, also mit dem Teil in der Erde, von allen Seiten fotografierst, und auch mal längs durchschneidest und so fotografierst. Und vielleicht auch mal an Hut und Stilbasis kratzen, um eventuelle Verfärbungs-Reaktionen festzustellen.

    2. Es gibt keine kontaktgiftigen Pilze – auch wenn es z.B. ein giftiger Knollenblätterpilz sein sollte, passiert bei bloßer Berührung noch nichts. Das Kind müsste erst etwas in den Mund nehmen – das ist aber in gar keinem Fall gut, egal, um welchen Pilz es sich handelt. Das heißt: Besteht Gefahr, dass Kinder was abbeissen, würde ich die Pilze so oder so entfernen, egal, um welche Art es sich handelt. Besteht diese Gefahr jedoch nicht, darf auch der Giftpilz im Garten stehen bleiben und bewundert werden.

    Übrigens - in über 30 Jahren habe ich hier in der Region keinen einzigen B. pinophilus gesehen. B. aureus - noch nicht einmal auf dem Polenmarkt.


    Frohes Sammeln


    Ingo

    Nun, ich kenne eine Stelle in Berlin mit B. Aereus. Kommt Jahre nicht, aber dann zahlreich, um ein paar wenigen Eichen herum, und zwar dann, wenns richtig heiß und trocken ist und sonst gar nix anderes wächst.

    Pilzfreund77 Also eine Regelung zu "Pflanzen und/oder Pilzen" war in den anderen Verordnungen, die ich mir bisher aus Interesse angeschaut habe, auch zumeist der Regelfall. Als Laie lässt sich da wohl nur mutmaßen, was nun in der Praxis tatsächlich okay ist und was nicht, wenn man denn unbedingt in Naturschutzgebieten Pilze sammeln möchte. Im Zweifel kann man aber bestimmt auch einfach freundlich beim jeweils zuständigen Amt nachfragen.

    Das kommt eben darauf an, ob man im NSG sammeln will oder nicht. Wenn man unbedingt sammeln will, würde ich nicht nachfragen, sondern mich an den Wortlaut halten :-). Ich habe da so meine Erfahrungen z.B. mit Bau- oder Wasserschutzverordnungen gemacht. Nachfragen bei nicht eindeutigen Stellen bedeutete immer, dass es zu meinen Ungunsten ausgelegt wurde, aber ich habe meist nach langwierigen Auseinandersetzungen doch recht bekommen …

    Also ich kenne keine typischen Fotos von Bronzeröhrlingen. Wenn man sich das Bildmaterial im Netz so ansieht, ist die Art doch sehr variabel im Erscheinungsbild. Ich gehe jedenfalls vom makroskopisch Bronzeröhrling aus, denn ein Fichtensteinpilz wird nie so dunkel und auch ein Sommersteinpilz nicht. Wirkliche Sicherheit brächte wohl nur eine genauere Analyse, aber sowas mache ich nicht. Standort war übrigens eine warme, sonnenreiche Stelle am Übergang zwischen Laub und Nadelwald. In dem Laubwald befindet sich eine meiner besten Sommersteinpilzstellen.

    Doch, ich kenne schon so dunkle Fichtensteinpilze … ob der Hut speckig oder matt/filzig ist, kann ich aber anhand der Fotos nicht sicher sagen. Sicherheit hätte ein Anschnitt gebracht, um die violette Linie zu prüfen .… ich glaube zwecks Bestimmung darf man das auch bei geschützten Arten machen … die Nadelstreu ist zumindest ungewöhnlich, aber ich sehe auch Eichenblätter.

    Nachtrag: Habe gerade mal zum Vergleich in die Verordnung für den Nationalpark Eifel reingeschaut, da steht an den selben Stellen explizit: "Pflanzen oder Pilze". Aber: Für die Schönower Heide kann ein Sammelverbot vielleicht indirekt hergeleitet werden, z.B. vom Verbot, die Wege zu verlassen …

    Die dunkle Färbung ist doch sehr charakteristisch. Wenn es nicht gerade stockduster ist, sollte man das schon erkennen, dass das kein normaler Steinpilz ist.

    Also meine Bronze-Röhrlinge sahen schon anders aus, wirklich wie auf den typischen Fotos, wesentlich dunkler, grau-schwarze Hüte, matte, trockene Huthaut, Stiele bräunlich-rötlich, Netz wie Sommer-Steinpilze – will trotzdem nicht in Abrede stellen, dass Deine welche waren, vorallem nicht anhand von Fotos, Du hast sie ja sicher vor Ort bestimmt …


    Edit: Sehe gerade, dass auf deinen Fotos der Hut das Licht etwas reflektiert, das könnte die Unsicherheit erzeugen, weil man das typisch Matte zuerst nicht gleich sieht – aber der Stiel auf den ersten beiden Fotos ist schon typisch, also auch von daher hast du sicher recht, habs aber wie gesagt gar nicht in Frage gestellt – beim dritten Foto hätte mich aber schon ein Querschnitt interessiert :) Tolle Funde!

    Hier die entsprechende Verordnung für den geschützten Teil der Schönower Heide, falls interessant: https://bravors.brandenburg.de…ngen/nsg_schoenower_heide

    Jetzt wirds interessant: Verboten ist demnach das Pflücken von Pflanzen. Pilze sind aber keine Pflanzen. Ich habe NSG-Verordnungen gelesen, in denen deshalb explizit auch Pilze genannt sind. Hier jedoch nicht. Übrigens auch in der Verordnung der Döberitzer Heide nicht. Die Sielmann-Stiftung schreibt jedoch auf ihrer Webseite, Pilze sammeln sei verboten. An anderer Stelle klingt es dann jedoch mehr danach, als sei, wie in der Schönower Heide, nur das Eindringen in die abgesperrte Kernzone verboten. Ich würde sagen: Der Gesetzgeber meint auch Pilze, aber der Anwalt haut einen raus, weil Pilze nunmal keine Pflanzen sind. Besser also, nicht weiter darüber reden, weil der Gesetzgeber sonst in der nächsten Fassung nachbessert – ist meine Erfahrung mit ähnlich unpräzisen Verordnungen in anderen Bereichen, mit denen ich es beruflich zu tun hatte …


    Grüße, Pilzfreund77

    Aber aus diesem Anlass würde ich euch gerne noch etwas fragen: Wie handhabt ihr das mit Naturschutzgebieten (NSG)? Wo kein Kläger...?

    Liebe Sushi,


    Und außerdem gilt: Wer fragt, riskiert halt auch eine Antwort :-). Im ernst: Die Rechtslage ist eben die Rechtslage (allerdings gibts verschiedene Arten von Schutzgebieten und verschiedene Regelungen), und Rechtsverletzungen muss man eben persönlich verantworten, so oder so … wie "andere" das handhaben, hilft da wenig. Inhaltlich, also abgesehen vom Recht, ist es aber ein Streitthema: Schadet die Entnahme von Fruchtkörpern wirklich dem Pilz? Ich verorte mich da zwischen den Lagern und denke: Teils Teils. Das gewerbsmäßige Sammeln (habe die Trupps allerdings letztes Jahr gar nicht mehr angetroffen), oftmals mit Rückständen von Plastik und Schnapsflaschen im Wald, ist sicher problematisch, aber grundsätzlich dürfte der Schaden durch die umliegende Landwirtschaft ungleich größer sein …


    Ich denke: selbst wenn ein Sammelverbot das Schutzgebiet tatsächlich gar nicht schützt, muss man wahrscheinlich doch am Verbot festhalten, weils sonst eine Einladung wäre … und das wäre dann doch zu viel.


    Grüße, Pilzfreund77

    Aktuell ist die Schönower Heide wie eine Sandbüchse, staubtrocken. Keine Spur von Pfifferlingen, egal bei welchem Habitat. Da muss noch einiges an Regen kommen.

    Hallo Bird, Danke für Deinen Bericht! Ist bei mir auch so, die Feuchtigkeit ist nach wenigen Tagen schon wieder verdunstet … aber sicher nur oberflächlich, sodass, wenn hoffentlich bald der Regen kommt, bestimmt schnell wieder was los ist …

    Als ich dann bereits auf dem Rückweg war, bin ich in einem Buchenabschnitt im Pfifferling-Paradies gelandet. So etwas habe ich noch nie gesehen. Ich war unglaublich geflasht und bin immer noch ganz berauscht.

    Na also, geht doch :) Das freut mich für Dich – und danke für den Bericht und die schönen Fotos!

    Hmm, Pfifferlinge in Berlin? Das müssen geheime Wuchsstellen sein. ;( Ich war gestern (erfolglos) in der Parforceheide und kann es bestätigen: Schleimpilze noch und nöcher. Zum ersten Mal habe ich auch welche in weiß/hellgelb und in einem Lachston entdeckt. Wenn man die essen könnte, hätte ich vielleicht eine Mahlzeit zusammen bekommen. 8o Ansonsten habe ich leider nur mal wieder ordentlich Mückenstiche "gesammelt". LG, Sushi (sie/ihr)

    Hallo Sushi,


    das tut mir Leid … aber deine Funde sind ja immerhin schön anzusehen. Doch doch, Pfifferlinge wachsen in allen Berliner u. Brandenburger Wäldern, auch z.B. im Grunewald. Bei welchen Baumarten hast du denn gesucht? Pfifferlinge wachsen mit nahezu allen häufiger vorkommenden Bäumen (außer vielleicht Robinie), aber nicht bei allen Bäumen zur selben Jahreszeit. Bei Nadelbäumen finde ich sie um diese Jahreszeit selten, bei Eichen gehts meist eher los. Und unter den Eichen gibts wiederum verschiedene Arten, aktuell finde ich Pfifferlinge vor allem (aber nicht nur) bei der amerikanischen Eiche mit den sehr großen, eher spitzen Blättern … später kommt dann erfahrungsgemäß die europäische Eiche, dann Buche und Nadelbäume …


    Herzliche Grüße

    Pilzfreund77