Beiträge von King Stropharia

    Hallo,

    das Bild alleine macht es schwierig. Weder kann man die Knolle so richtig erkennen noch den Ring (wichtiges Merkmal), der wahrscheinlich noch am Hut hängt. Ich sehe aber soweit eine „gepropfte“ Knolle/ Bergsteigersöckchen. Was ich sehe spricht für mich für den Pantherpilz.

    Ihr seid aber sehr mutig, kleine weißlamellige Trichterlinge im weiten Sinn zu essen, ohne dass die Bestimmung klar ist.


    Ihr wisst schon, dass es sehr viele solcher Pilze gibt, einige auch ordentlich giftig? Empfehlen würde ich das nicht.


    LG.

    Hey,

    also ich würde noch weiter gehen und das Vorgehen als absolut fahrlässig bezeichnen. Man sollte niemals mit Pilzen beim Verzehr herumexperimentieren. Trichterlinge im Verzehr wirklich nur was für absolut Profis und -so würde ich behaupten- selbst für diese sind sie bis auf wenige Ausnahmen tabu. Vielleicht ist es gut gegangen, in dem Sinne, dass du keine spürbaren Vergiftungserscheinungen hattest (jedenfalls bisher, manche Giftpilze haben nämlich eine Latenzzeit von bis zu mehreren Wochen, bevor sich Organschäden zeigen). Mein Rat wäre nur: Unterlasse es zukünftig unbekannte Pilze zu essen (außer du warst vorher damit beim PSV). Auch wenn es diesmal vielleicht gut gegangen ist, du spielst russisches Roulette.


    VG

    Hallo Zusammen,


    mein Benutzername rührt aus meiner ersten faszinierenden Begegnung mit einem Pilz. Damals war ich bei einem Freund in einer Kleingartenanlage. Er kannte sich mäßig mit Pilzen aus, aber gut genug, um die 800g Riesenpilze nahe seines Kompost als Rotbraune Riesenträuschlinge (Stropharia rugusoannulata) anzusprechen. Die Auseinandersetzung mit dem Pilz hat mich damals angefixt und seither bin ich immer tiefer reingeraten. Ich kenne mittlerweile viel mehr Pilze als mein Freund, aber den Riesenträuschling, im Englischen als King Stropharia bezeichnet, habe ich seither nicht mehr gesehen. Auch ein Zuchtset von pilzmännchen führte zu keinem Erfolg…


    …doch heute auf dem Weg nach Hause sah ich etwas in einem Haufen Holzhäcksel…

    …wesentlich kleiner als mein Erstfund, aber alles scheint zu stimmen:


    -dunkles, ins violett gehendes Sporenpulver

    - Angewachsene Lamellen

    - Ausgeprägter und stark geriefter Ring

    - Hutfarbe und Habitus


    Ich zeige euch also mit Stolz meinen heutigen Fund, den King Stropharia. Ich muss, da ich ihn noch nie selbst bestimmen noch einmal vorsichtig nachfragen, ob es Widerspruch gibt?



    Liebe Grüße

    Hallo,

    also ich war heute unterwegs. Ich muss zugeben, dass es kein Pilzfest war, aber es war teils durchaus spannend.


    Für die Pfanne gab es eine kleine Krause Glucke:


    2. Massenaufkommen gab es vom braunen Scheidenstreifling


    3. Cystoderma Sp. war ein schöner Fund


    4. Mehlräslinge waren da



    5. Ebenso Trichterlinge



    6. Der gelbe Knolli zeigte sich



    7. Ein Dachpilz ebenso

    8. Stinkmorchel und Erdsterne

    9. Ein Düngerling


    10. Ein Korkstacheling


    War also ganz ok. Nur halt nicht viel zu essen.

    Also ich lasse es morgen drauf ankommen und mache eine 6-Stunden Tour in meinem zuverlässigsten Habitat. Ich hänge die Erwartungen mal niedrig. Wär ja schon schön, wenn ein paar Bestimmlinge mit nach Hause kommen. Ich werde berichten.

    Ich finde die Liste wirklich enorm spannend. Ich finde es auch interessant, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind:


    Man sollte auch nicht vergessen das es nur eine Frage von wenigen Jahren ist, bis man Steinpilze, Pfifferlinge oder Trüffel auch außerhalb der Natur züchten kann. Damit würde es in den Ländern wie Rumänien, Litauen oder Weißrussland auch keinen Grund geben, in Massen diese Pilze sammeln.

    Moin Sanchez,

    woher weißt du das denn?

    Viele Grüße

    Naja, das setzt ja voraus, dass dir als PSV die Absicht des Ratsuchenden sicher bekannt ist. Vielleicht kommt er ja mit der Prämisse in die Beratung, dass er alles in seinem Korb essen will und geht davon aus, dass du das auch denkst. Mit anderen Worten: Die Besprechung eines Fruchtkörpers endet ja nicht zwangsläufig mit der Aussage: „Danke für die Beratung. Ich kündige hiermit an, dass ich einen Verzehr beabsichtige.“ Die Pilzberatung sollte meines Erachtens nach immer davon ausgehen, dass eine Verzehrbsicht besteht (außer es wird das Gegenteil angekündigt).

    Mit dem Fuchsbandwurm wurden Generationen an Kindern terrorisiert, die sich jetzt als Erwachsene nichtmal trauen, eine Brombeere im Wald zu essen. Da müsste erstmal ein infizierter Fuchs daher kommen, der mit Sprühstuhl den ganzen Strauch eindeckt. Bei Pilzen oder Walderdbeeren vielleicht schon etwas wahrscheinlicher, aber immer noch wie ein Sechser im Lotto. Wie schon erwähnt, da sollte man sich in jedem Krankenhaus mehr Sorgen machen, etwas übles einzufangen.

    Man müsste noch Ergänzen, dass die Eier (nachdem man den 6er gezogen hat) dann noch das menschliche Immunsytem überwinden müssen, das ja auch im Normalfall zuverlässig funktioniert. Das kommt dann noch on top. Ich bin aber auch Fraktion: Zurück zur Frage. Mit dem Fuchsbandwurm bekommt man echt jeden Thread von seinem Thema ab.

    Also wer’s genau wissen will: Ich habe vor ein paar Tagen Pfifferlinge im Supermarkt gekauft. Augenscheinlich waren sie noch ok (gerade so). Dennoch habe ich seitdem (gelinde gesagt) Beschwerden. Das war mein letztes Mal Supermarkt Wildpilze.

    Hallo Stropharia,

    das sehe ich komplett anders. Du hast geschrieben:

    Dennoch ist mir keine essbare Art bekannt, die deinem Fund ähnelt. Also bitte Finger weg.

    Und das wäre doch -Anfänger hin oder her - überhaupt nicht nötig gewesen. Warum kann man denn eine solche Anfrage nicht einfach faktenbasiert beantworten? Die Art läst sich aufgrund schlechter Bilder nicht eindeutig bestimmen, fertig. Das keine Art ähneln würde ist doch Quatsch. Zu sagen, ich weiß nicht welche Art es genau ist, sei bitte vorsichtig ist doch das eine. Aber deshalb muss ich doch nicht die Tatsachen verdrehen, um den Fragesteller zu beschützen.

    Beste Grüße vom Stefan

    Moin Stefan,


    ich habe doch nichts verdreht. Ich habe ja ganz klar von mir gesprochen und dass mir keine ähnliche und zugleich essbare Art bekannt ist. Das ist ja keine Aussage darüber, ob es eine solche Art irgendwo auf der Welt gibt. Ähnlichkeit ist sehr subjektiv und ich habe eben keine erkannt, auch weil so unsussagekräftige Bilder Ähnlichkeit suggerieren können. Eine der größten Gefahren, wenn Einsteiger Pilze bestimmen, ist nämlich die menschliche Eigenschaften, überall das Bekannte wiederzuerkennen zu meinen.

    Hallo Stefan,


    darum geht es hier nicht. Klar kann es das sein, aber für mich bei weitem nicht eindeutig. Es könnte auch was ganz anderes sein und deshalb will ich mich bei einer möglicherweise verzehrorientierten Anfrage nicht „voreilend wie ein Ackerling“ festlegen oder einem Neuling im Thema die Chance der Gewissheit suggerieren, wo er keine haben kann. Wenn das hier eine solide Dokumentation ohne vermutbare Verzehrabsicht wäre, dann hätte ich anders geantwortet-oder gar nicht.


    VG