Beiträge von Bihlerben

    Guten Tag,


    zu der Beschreibung fällt mir der Gelbstielige Nitrathelmling (Mycena renati) oder der Winterhelmling (Mycena tintinnabulum) ein. Der Erstgenannte kommt auch schon im Frühjahr, aber bisher hab ich ihn dieses Jahr noch nicht gefunden... der zweite wäre jetzt typisch, aber er hat nach meinem Empfinden einen anderen Geruch.


    Viele Grüße,

    Benjamin

    Das hat mir sehr weitergeholfen. Vielen Dank für die tollen Antworten.


    Benjamin

    Guten Abend,


    meine frühesten Stockschwämmchen im Jahr habe ich ab Mitte März gefunden. Die gezeigten Fruchtkörper sind wohl Ende Dezember/Anfang Januar gewachsen, ob der Pilz dann im März gleich wieder Fruchtkörper bilden will, weiß ich nicht, aber ich würde mir die Stelle merken und öfters mal hinschauen. Bei frischeren Fruchtkörpern kann man dann die Art auch leichter bestimmen.


    Viele Grüße,

    Benjamin

    Hallo Matthias,


    ah, mir fällt ein, daß ich eine Information unterschlagen habe, die wohl wichtig ist: ich habe den Fruchtkörper gefunden, indem ich die Streuschicht des Waldbodens beiseitegeschoben habe. Der Pilz war also vorher völlig bedeckt, was den reinweißen Hut erklären könnte.


    Die Frage von Wolfgang P., ob die Blätter so reduziert sein können, finde ich spannend und sehr berechtigt. Bei Winkler oder FoTE finde ich nichts dazu. In Fungi of Temperate Europe werden allerdings Fruchtkörper von Phloeomana alba und Phloeomana speira abgebildet, bei denen die Lamellen auch reduziert wirken und im Text wird angegeben, daß sie Phloeomana hiemalis ähneln können, aber etwas andere Sporen haben. Hätten die Lamellen sich mit mehr Zeit und mehr Licht noch "ausgebreitet"?


    Viele Grüße,

    Benjamin

    So, jetzt bin ich zum Nacharbeiten gekommen. Ich habe Trama und Sporen mit Melzers benetzt und nach ein paar Minuten mehrfach Wasser zugegeben und mit Klopapier abgezogen. Wenn ich jetzt beides im Mikroskop betrachte, ist es gelb bis dunkelgelb. Wäre es rot oder braun, würde ich es als dextrinoid bezeichnen, wäre es grau oder blau oder violett, würde ich es als amyloid bezeichnen. Beides ist nicht der Fall.


    Wenn ich jetzt bei Antonin und Nordeloos den Gattungsschlüssel durchgehe, komm ich sofort bei Hemimycena raus, wie Wolfgang P. bereits nahegelegt hat. Im Hemimycenaschlüssel stoße ich aber auf Probleme. Ich komme entweder auf Hemimycena subglobispora oder auf Hemimycena rickenii. Bei subglobispora paßt die Lamellenanzahl nicht. Hemimycena rickenii finde ich im Winkler und in FoTE nicht. Bei Antonin und Nordeloos sind die Sporen deutlich schmaler angegeben, so daß ich diese Art eigentlich auch ausschließen möchte.


    Ein weiteres Problem habe ich mit dem Antonin-Nordeloos-Schlüssel. Die Gattung Phloeomana hat auch inamyloide Sporen. Wenn ich es recht verstehe, war Phloeomana 2004 noch Teil von Mycena. Aber bei Antonin und Nordeloos ist Inamyloidität im Gattungsschlüssel ein Ausschlußkritierium für Mycena.


    Ich meine immer noch, daß als Gattung Phloeomana am besten paßt. Meine Vermutung Ph. hiemalis ist etwas erschüttert, da die meisten Abbildung keine reinweißen, sondern leicht bis stark braune Hüte zeigen. Phloeomana alba soll aber Cheilozystiden mit Auswüchsen haben und die habe ich nicht gesehen.


    Bei nächster Gelegenheit arbeite ich noch etwas weiter, aber schwierig ist das Kleinzeugs schon... ;)


    Benjamin

    Hallo Felli,


    könnte der Kätzchenbecherling auch Ciboria amentacea sein oder wodurch ist das ausgeschlossen?


    Danke und viele Grüße,

    Benjamin

    Hallo Wolfgang,


    vielen Dank für die Hinweise.


    Ich photographiere mit einer Bresser MikrOkular-Kamera. Durch die Kameraoptik oder den Weißabgleich entsteht der schlechte Eindruck, beim Blick durch das Okular ist das Bild viel besser. Wenn ich erfahrener wäre, würde ich abzeichnen, was ich sehe. Dafür muß man aber meiner Meinung nach besser wissen, worauf es ankommt. Was wäre denn grundlegend anders, wenn die Bilder besser wären? Daß man bestimmungsrelevante feine Strukturen besser sähe? Welche? Zystidenornamente? Die hab ich auch durch das Okular nicht gesehen... (Das Mikroskop an sich ist gut, es wurde von einem erfahrenen Pilzspezialisten vor etwas über einem Jahr überprüft. Was nicht gut ist, ist das Abbilden und die Erfahrung der Person am Mikroskop! ;()


    Jetzt zu der Art. Ich hab hier: https://mycena.no/lookalikes/subglobispora.htm nach Hemimycena subglobispora geschaut und die Beschreibung weicht durch die etwas kleineren Sporen und die Lamellenanzahl ("Lamellae very distant, 4-7") doch deutlich von dem ab, was ich gesehen habe.


    Hemimycena delectabilis würde ich wegen der Sporenform (nach 123Pilze 6,4-10,2 x 1,5-3,2 µm) völlig ausschließen wollen.


    Was hätte ich denn mit Melzers sehen können, was mir weiterhülfe? Amyloidität? Dextrinoidität?


    Ich bin für jede Anregung sehr dankbar.


    Viele Grüße,

    Benjamin

    Guten Tag,


    ich habe heute einen einzelnen weißen, helmlingsähnlichen Fruchtkörper auf einem Rindenstück gefunden. In der Nähe waren hauptsächlich Hasel und Kiefer. Mit Rindenerkennung tu ich mich schwer, aber das Stück könnte für mich Kiefernrinde sein.


    Farbe: Hut, Blätter und Stiel weiß

    Hut: gebuckelt, wie beflockt wirkend

    Blätter: konkav und am Stiel etwas bogig herablaufend

    Blätteranzahl: etwa 15

    Stiellänge: 20 mm

    Hutdurchmesser: 4 mm


    Bilder habe ich zuhause durch ein Vergrößerungsglas vor blauem Hintergrund gemacht, da man meiner Meinung nach sonst zu wenig erkannt hätte. Ich weiß, daß manche Bilder vom Fundort bevorzugen. Die kann ich heute leider nicht bieten.




    Die Mikromerkmale hab ich mir auch angeschaut. Wie immer bei mir sind die Farben falsch, alles ist ziemlich weiß oder durchscheinend.


    Drei Sporen habe ich vermessen:

    8 x 6 mu

    8 x 6 mu

    9,5 x 7 mu


    Die Sporen sind fast kugelig:




    Mein Eindruck war, daß die Basidien viersporig waren. Die Cheilozystiden waren keulig oder nadelig spitz zulaufend.




    Die Hutdeckschicht hat viele sehr kleine, fingerförmige Zystiden:




    Am Stiel ist mir nichts besonderes aufgefallen. Stark behaart ist er jedenfalls nicht:




    So, jetzt geht es ans Schlüsseln. Da die Sporen nicht elliptisch oder tropfenförmig waren, bin ich gleich zu den Rindenhelmlingen gesprungen. Die Merkmale passen für mich am besten zum Winter-Rindenhelmling (Phloeomana hiemalis). Kann das hinkommen?


    Vielen Dank für's Drüberkucken.


    Viele Grüße,

    Benjamin

    Hallo Norbert,


    da liegt tatsächlich eine große Ähnlichkeit vor (bis auf Details), aber die Sporengröße paßt nicht.


    Vielen Dank dir und Mreul für die Antworten, die haben mir sehr geholfen.


    Benjamin

    Guten Tag,


    ich habe auf einem modrigen Ästchen eine Gruppe von vier Fruchtkörpern gefunden.


    Hutdurchmesser des größten Fruchtkörpers: 2-3 mm

    Stiellänge: etwa 5 mm

    Hutfarbe: weiß

    Stielfarbe: oben durchscheinend weißlich, unten durchscheinend bräunlich

    Blätter: 10 Stück, sieht für mich breit angewachsen aus

    Substrat: unbekanntes Laubholz, stark modrig




    Ich habe versucht, auch Mikromerkmale zu ermitteln.


    Basidien: ich habe nur zweisporige gesehen



    Cheilozystiden: Ich habe nichts Auffälliges gefunden. Es gibt an der Blattschneide ein paar Zellen, die keulenförmig und länglich wirken. Ich kann nicht einmal sagen, ob das Zystiden sind, oder nur irgendwelche Hyphen.



    Sporen: tropfenförmig, die größte Spore hat 10 x 5 mu gemessen, ein paar kleinere waren auch vorhanden, diese waren vermutlich unreif




    Am Stiel findet man ein paar Haare, viele lange sind es nicht. Nennt man die am Stiel "Seten"? Die Farben sind durch meine mangelhafte Technik verfälscht, alles ist mehr oder weniger weißlich.




    Wenn ich im Winkler schlüssle, finde ich bei den Helmlingsähnlichen gar nicht so viel, was in Frage kommt.


    Weißliche Helmlinge auf Laubholzresten oder Streu mit Cheilozystiden ohne warzige Auswüchse wäre der Bogenblättrige Rindenhelmling (Phloeomana speira). Der wäre häufig, Sporengröße würde fast passen und er wäre mehrheitlich zweisporig. Die Hutfarbe ist bei mir heller als das "ocker, graubräunlich", das der Winkler benennt.


    Ansonsten müßte ich im Schlüssel zu "Stiel und Hut ... feinhaarig, feinflockig ..." abbiegen, was mir zumindest nicht auf Anhieb eingefallen wäre. Dort käm ich dann beim Haarigen Scheinhelmling (Hemimycena hirsuta) raus. Gut passen die reduzierten Lamellen, der kleine Hut, der kurze Stiel, die tropfenförmigen Sporen, die Sporengröße, die Zweisporigkeit und die fehlenden Hymenialzystiden. Nur daß Stiel und Hut haarig wären, ist mir nicht so aufgefallen. Vielleicht hätte ich vor dem Zerschneiden aber besser darauf achten sollen. Der Haarige Scheinhelmling wäre laut Winkler aber auch eher selten.


    Mich würde die Art wirklich interessieren. Fast noch mehr würde mich interessieren, ob ich die Sache richtig angehe oder wo ich mich bei meinen Bestimmungsversuchen verbessern kann.


    Herzlichen Dank für alle Antworten.


    Viele Grüße,

    Benjamin

    Vielen Dank Ingo und Matthias. Mir hat das sehr weitergeholfen, auch wenn die Bestimmung nicht geklappt hat.


    An der Fundstelle habe ich schon öfters diese weißen Helmlinge gefunden, insbesondere die möglichen Scheinhelmlinge. Ich versuche deshalb in einer Woche, nochmal Fruchtkörper zu finden. Dann probier ich das nochmal aus, insbesondere das mit dem Schneiden.


    Herzlichen Dank und viele Grüße,

    Benjamin

    Hallo,


    so, ich hab mein Bestes gegeben.


    Normalerweise, wenn ich Cheilozystiden finden will, versuche ich, mit dem Rasiermesser einen Millimeter vom Lamellenrand abzusäbeln. Auf dem Randstück finde ich dann (auch) die Cheilozystiden im Gegensatz zu den Pleurozystiden, die ich auf dem Nicht-Rand-Stück finde. Gehe ich recht in der Annahme, daß man das bei so kleinen Fruchtkörpern nicht macht/machen kann, da ja die ganze Lamelle vielleicht nur einen Millimeter breit ist?


    Ich hab Quetschpräparate angefertigt, mal mit und mal ohne Kongorot. Ich sehe halt dann Zellen und kann versuchen, Auffälligkeiten zu finden. Viele Auffälligkeiten habe ich nicht gefunden. :(


    Ein weiterer Versuch war, nicht so stark zu quetschen, damit ich eher eine Chance habe, im Mikroskop den Lamellenrand zu finden und dort gezielt zu suchen. Da ich wenig auffälliges gesehen habe, habe ich Schwierigkeiten, Basidien, Basidiolen und Zystiden zu unterscheiden.


    Das Ergebnis war ernüchternd. Die meisten Zellen sind keulenförmig. Die Sterigmen der Basidien sind relativ lang. An ein paar Zellen sieht man etwas wie knubbelartige Auswüchse, die aber für Sterigmen zu kurz (und zu rundlich) sind. Könnten das Basidiolen sein, die die Sterigmen gerade ausbilden? Oder wären solche Knubbel (in den Mikrobildern mit "?" markiert) sogar bestimmungsrelevant?


    Jetzt zu den Bildern!


    Irgendwas:




    Basidie und Sterigmen:




    Zellen mit Knubbeln:




    Mreul, kannst du mir einen Hinweis geben, was ich besser machen müsste? Oder steckt in den Bildern Information?


    Viele Grüße,

    Benjamin

    Hallo Matthias,


    zuerst einmal bewundere ich deinen Blick. Auf den Bildern 4-7 ist der Einzelfund abgebildet. Bilder 1-3 zeigen den geselligen Fund vom 19. Januar, Bilder 8 und 9 den geselligen Fund von heute. Ich hab auch schon überlegt, ob es sich um unterschiedliche Arten handeln könnte, aber die waren sich bis auf die Geselligkeit halt sehr ähnlich. Woran machst den denn fest, daß es etwas anderes ist?


    Alle Mikrobilder stammen vom Einzelfruchtkörper, der auf den Bildern 4-7 zu sehen ist.


    Hemimycena ist mir ein Begriff, Winkler hat die aber unter "Helmlinge und ähnliche" aufgenommen, so daß ich die beim Schlüsseln automatisch mit in Betracht ziehe.


    Morgen kuck ich nach den Cheilozystiden. Die Fruchtkörper sind vorhanden, wenn auch jetzt stark eingeschrumpelt. Der Stiel des Einzelfruchtkörpers hat sich fast schwarz verfärbt, die der anderen sind heller geblieben.


    Ich versuche, in der Originalnachricht eine Nummerierung einzufügen...


    Danke schon mal und viele Grüße,

    Benjamin

    Guten Tag,


    ich habe am 19. Januar und am 25. Januar weiße Pilze gefunden. Ich gehe davon, daß sie alle zur selben Art gehören, sicher kann ich das nicht sagen.


    Fundort: auf modrigen Haselästen unter einer Laubschicht neben einem Haselstrauch

    Wuchs: ein Fruchtkörper war einzeln, die meisten aber gesellig

    Hut: 3 mm Durchmesser, weiß

    Blätter: entfernt, etwa 14 Blätter erreichen den Stiel, mit Zwischenlamellen

    Stiel: im Vergleich zum Hut sehr lang (60 mm), fadenartig dünn

    Stielfarbe: weiß, teilweise durchscheinend

    Stielbasis: weiß oder etwas bräunlich, striegelig


    Bilder 1 bis 3:



    Bilder 4 bis 7:



    Bilder 8 und 9:



    Die Lamellen stehen für mich entfernt. Das spricht laut Winkler für Marasmius. Dort gibt es aber nichts, was auch nur annähernd passen würde. Deshalb gehe ich gleich zu Mycena und den ähnlichen weiter.


    Ich habe versucht, mir die Mikromerkmale anzusehen. Die Bilder sind mit einer Bresser MikrOkular-Kamera entstanden. Die schlechte Qualität und vermutlich dilettantische Vorgehensweise bitte ich zu entschuldigen. Helfen die Daten dennoch weiter?


    Die Sporen sind fast kugelförmig. Gemessen habe ich

    8 x 6 mu

    8 x 6 mu

    8 x 7 mu

    8,5 x 6 mu

    8,5 x 6,5 mu

    8,6 x 6,5 mu.



    Mit solchen Sporen sortieren sich schon ganz viele Helmlinge aus, da die meisten Helmlinge eiförmige Sporen haben.


    Ich bleibe im Winkler beim Flockigen Rindenhelmling (Mycena cornyephora) hängen.


    Feinflockigkeit des Hutes und breit angewachsene Blätter kann ich bei so kleinen Fruchtkörpern nur schlecht beurteilen, da ich schon Schwierigkeiten habe, überhaupt etwas zu sehen. Ich hab daher Bilder mit dem Mikroskop gemacht und versucht, durch Brennebenenstapelung ein bißchen Schärfe zu gewinnen.


    Hier ein Hut von unten abgebildet (man blickt auf den abgetrennten Stiel). Die Blätter scheinen für mich schon breit angewachsen zu sein:



    Am unteren Teil des Stiels sieht man unter dem Mikroskop Haare, am ganzen Stiel etwas flockiges, das allerdings auch Verschmutzung sein könnte.


    Laut Winkler wäre der Pilz 4-sporig und die Sporen amyloid. Mein Sporenabwurf hat zu einigen wenigen Sporen geführt. Ich hab dann Melzers hinzugegeben und zweimal mit Wasser gespült. Danach habe ich leider keine Sporen mehr gefunden. Vermutlich hab ich diese einfach weggespült. Um die Amyloidität festzustellen, bin ich dann etwas unorthodox vorgegangen. Ich habe einen Hut mit Melzers benetzt, unter dem Wasserhahn abgespült und dann ein Quetschpräparat eines Blatts angefertigt. Eine Spore davon sieht man auf dem folgenden Bild. Die Spore scheint durchsichtig zu sein, höchstens der Öltropfen hat sich verfärbt. Das kann man doch nicht "amyloid" nennen (laut Winkler für Mycena cornyephora zutreffend), oder?



    Wie überprüft man Sporen auf Amyloidität, wenn nur ganz wenige davon hat?


    Mein Problem mit dem Flockigen Rindenhelmling ist, daß ich keine eindeutige Beflockung gesehen habe, nur unter dem Mikroskop etwas Flockenähnliches vor allem auf dem Stiel.


    Kann man mit dieser Datenlage eine Bestimmung festmachen? Mycena cornyephora? Wegen der Sporen? Oder was kann man mit solchen winzigen, weißen Helmlingen überhaupt machen, wenn man keine so gute Ausrüstung hat und am Mikroskop nicht so erfahren ist?


    Herzlichen Dank für alle Antworten und das großzügige Hinwegsehen über Anfängerfehler.


    Viele Grüße,

    Benjamin

    Der Winkler hat aber auch seine Stärken. Bei den Gattungen, die ganz enthalten sind, komm ich mit dem Winkler-Schlüssel oft sehr gut zurecht. :)


    Benjamin

    Guten Tag Inge,


    der Winkler enthält kaum Porlinge und keine Trameten. Ich schlag die in Fungi of Temperate Europe nach. Gerhardt und 123Pilze geht natürlich auch bis zu einem gewissen Grad.


    Viele Grüße,

    Benjamin

    Guten Tag,


    ich kann nicht viel dazu beitragen, außer daß ich diesen Sommer Ockertäublinge probiert habe. Ich habe die als "unterirdisch" empfunden. In Anbetracht der Tatsache, daß manchmal der ganze Wald voller Ockertäublinge steht, kann ich von so einer wilden Täublings-Mischpfanne nur abraten. Allerdings waren meine Ockertäublinge leicht schärflich, vielleicht hätten völlig milde besser geschmeckt (so was steht glaub ich in nem Buch von Rita Lüder).


    Und du meinst wohl Samtfußkremplinge, oder? Samtfußrüblinge mag ich gern!


    Viele Grüße,

    Benjamin

    Beim Winkler stehen nicht überall Zahlen:


    • L. flexuosus: "Lamellen eher entfernt"
    • L. blennius: "Lamellen eher gedrängt"
    • L. circellatus: "Lamellen in mittlerem Abstand (ca. 80-90 durchgehende Lamellen)
    • L. fluens: -
    • L. pyrogalus: "Lamellen entfernt (ca. 40-50 durchgehende Lamellen)

    Benjamin

    Guten Tag Alexander,


    ich glaube, daß ich am 1. November dieselbe Art gefunden habe - auch im Mischwald mit vielen Hainbuchen und Mönchsköpfen. Ich hab das Bestimmen aufgegeben. :( Die Milch meiner Fruchtkörper war völlig mild, das Fleisch war nur ganz leicht scharf, fast unmerklich. Die Färbung hatte überhaupt nichts Grünliches, deshalb habe ich L. blennius verworfen. Auf den Bildern, die ich noch habe, sieht man auch eine Gabelung und ein Wiederzusammenlaufen der Blätter.


    Ich bin beim Bestimmen an den Geschmacksangaben gescheitert. Alle Arten, die gepaßt hätten, hätte sofort sehr scharf sein sollen. Das waren meine Milchlinge aber nicht. Gar nicht! Überhaupt nicht!!! Und damit war ich in der Sackgasse. :(


    Ich bin deshalb sehr gespannt, ob du zu einem eindeutigen Schluß kommst und will dann meine Bilder nochmal mit deinem Ergebnis vergleichen. :)


    Benjamin

    Naja der fuchsige Röteltrichterling ist schon essbar, aber laut 123Pilze eher minderwertig. Hab schon ein paar Mal überlegt, ihn zu probieren - nur hat man in der Ecke auch ne Reihe Verwechslungspartner und das allein hält mich ab, ihn mit in den Korb zu nehmen. Hat ihn jemand von Euch schon mal gegessen?

    Guten Tag,


    ich hab den Fuchsigen Rötelritterling diesen Herbst zum ersten Mal gegessen. Er hat einen bitterlichen Beigeschmack und kein Aroma. Er war nach meinem Empfinden nicht so schlecht wie Ockertäublinge oder gar Samtfußkremplinge, aber nochmal werde ich ihn nicht verspeisen.


    Viele Grüße,

    Benjamin

    Hallo Zusammen

    Ich habe das bei meinem Fund der auf den Namen S. aeruginosa hört, gleich ausprobiert mit der Huthaut und kann das bestätigen -> Jedoch habe ich keinen S. caerulea zu Vergleich. Für mich sind die Lamellenschneide weiss beflockt wie auch die Sporenfarbe ein gutes Merkmal.

    BG Andy

    Guten Tag,


    ich habe heute S. caerulea gefunden: die Lamellenschneiden waren nicht (mehr) weiß und der Ring war vergangen.



    Um die Huthaut abzuziehen musste insgesamt dreimal angesetzt werden, dazwischen ist der Fetzen jedesmal abgerissen.



    Viele Grüße,

    Benjamin