Hallo zusammen,
mir ist ehrlichgesagt immer noch total unklar, wie es hier von einem Zeitungsartikel, der thematisiert, dass die Stadt im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht sicherstellen möchte, dass sich auf den von ihr betriebenen Spielplätzen kein Kind an Giftpilzen vergiftet (dass die Maßnahmen dafür zumindest teilweise ungeeignet sind, sei mal dahingestellt) in eine Richtung entgleisen konnte, wo Eltern unterstellt wird, alles dafür tun zu wollen, dass sie bloß nicht auf ihre Kinder aufpassen müssen, dass sie den Kindern nicht beibrächten, nicht alles in den Mund zu stecken, und sowieso immer nur mit dem Auto die Kinder spazieren fahren.
In dem Zeitungsartikel wurden überhaupt keine Eltern erwähnt.
Ich habe ja regelmäßig Vergiftungs-Verdachtsfälle von kleinen Kindern, meistens mit Pilzen aus dem Garten, und noch nicht ein Elternteil hat gefragt, wie man denn die Pilze im Garten dauerhaft loswerden könne (wobei die Mutter, die einen amanitinhaltingen Schirmling in ihrer Zimmerpalme hatte, diese tatsächlich komplett entsorgt hat).
Die einzigen beiden Personen, der mich je um Rat gefragt haben, wie man Pilze loswerden kann, waren (unahbhängig voneinander) ein Mann und eine Frau, jeweils zwischen 55 und 60, die ein großes Pilzvorkommen auf ihrem Rasen unästhetisch fanden. Aber deshalb fange ich doch nicht an, Boomer-Bashing zu betreiben, indem ich unterstelle, dass die ja alle ihre Rasenflächen mit Roundup sauberhalten.
Ein bisschen mehr Leben und Lebenlassen fände ich fein.
Beste Grüße
Sabine