Beiträge von pilzmade

    Moin,


    also, ich finde Morcheln in Sahne kommen ziemlich lecker daher.

    Wir hattten die Sauce bereits einige Male. In einer guten Morchelsaison bedeutet das aber auch zwei bis drei Kilo mehr Gewichtszunahme....;)

    In einem schlechten Jahr nimmt man das aber wieder ab, wenn man oft und viel vergeblich unterwegs ist.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    auch wenn zur Zeit die Morchelsaison auf Hochtouren läuft, sollen die Kleinpilze ja nicht zu kurz kommen.

    Meine erste Zygospermella wächst zur Zeit auf recht altem Dung vom Highlandrind.

    Dankenswerterweise gibt es im Lundquist nur 2 Arten zum Schlüsseln (Z.striata & Z.insignis).

    Ich meine, dass es sich hier um Zygospermella insignis handelt.

    Die Fruchtkörper haben apikal auffällige Haare am Perithecium.


    Die Fruchtkörper selbst sind irgendwie spacig...

    Perithecium: 600-850µ breit x 925-1400µ lang

    Ascus: 8sporig, ca. 280µ lang


    Die Sporen sind typisch 2zellig und pigmentiert und an jedem Pol mit einer Caudae.

    Sporengröße: 49,7-50,5-52,0 x 13,0-13,5-14,2µ

    Zu den Sporenmaßen konnte ich im Lundquist nichts finden. Im Vergleich mit Funden im Forum scheinen die Maße für Z. insignis recht klein, aber für Z. striata zu groß. Leider habe ich bisher immer nur Fruchtkörper erwischt die noch nicht ganz reif waren, was wohl die etwas kleineren Maße erklären könnte.

    typisch für Z. insignis ist wohl die hohle Caudae....ich meine die auf dem folgenden Bild zu erkennen.


    Nun warte ich auf reifere Sporen, um noch ein paar schöne Bilder mit Tusche nachzureichen.

    Für die Bestimmung von Zygospermella insignis sollten die Infos hoffentlich ausreichen?


    Hier noch ein Gruß zum ersten Mai:


    Beste Grüße

    Martin

    Vielen Dank Nobi,


    Für die Bestätigung:kaffee: der Arten.

    Zur Zeit brummt es mächtig auf verschiedenen Substraten.

    Die Einarbeitung in neue Gattungen braucht ja immer etwas Geduld, macht aber auch viel Spaß....und wirft auch weitere Fragen auf.

    Nur gut, dass es dieses Forum gibt:thumbup:


    Beste Grüße

    Martin

    Moin miteinander,


    in meinem "noch nicht erledigt" Ordner hab ich noch 2 Sordari-Arten, wo ich meine, dass ihr noch einmal drübergucken solltet, bevor ich die Dateien so ablege.


    Nummer 1:


    vermutlich Sordaria fimicola

    Substrat: Reh

    Perithecium: 375µ hoch X 260µ breit

    Ascus: 200µ lang, 8sporig, schräg uniseriat

    Sporen: 19,1-19,8-20,8 x 10,1-10,7-11,2µ, mit Keimporus, deutliche Schleimhülle invaginiert zum Keimporus

    hier nochmal mit Tusche


    Nummer 2:


    vermutlich Sordaria macrospora,

    (hier war ich lange am schwanken zwischen S. macrospora und S. superba. Wegen dem Substrat (Hase) und die Sporenbreite (bis 20,3µ) habe ich mich dann für S.macrospora entschieden.

    Substrat: Hase

    Perithecium: 700µ hoch x 500µ breit

    Ascus: 250-260µ lang, 8sporig, uniseriat

    Sporen: 28,3-30,9-33,5 x 17,6-18,4-20,3µ, mit Keimporus und deutlicher Schleimhülle

    auch hier ein bisschen Tusche


    Vielen Dank vorab für`s drübergucken


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo Nobi,


    Vielen Dank für die rasche Antwort.
    klar bleibe ich am Ball 🏀

    Ich finde gerade bei den Sporormiellas muss man schon genau gucken.

    Daher ist mir gerade bei Unsicherheiten in der Bestimmung die Anfrage hier im Forum wichtig.

    Wenn man in einer Gattung erst einmal ein paar Referenzmuster anlegen kann, hilft das ungemein weiter, denn je mehr Arten man ausschließen kann, desto weniger bleiben übrig.:)

    s.dubia konnte ich bereits in der klassischen Größe öfters an Pferdedung finden, dann finde ich die Art auch unproblematisch.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    die Sporormiellas wollen mich immer wieder gerne aufs Glatteis führen. So hatte ich bei der Bestimmung von Sporormiella leporina ab und an Unsicherheiten mit dem Schlüssel von Ahmed & Cain.

    Eindeutig fand ich zunächst nicht, ob uniseriat oder biseriat.

    Bei S. lepoina dürfen die Sporen laut Ahmed & Cain aber wohl im basalen Bereich des Ascus durchaus uniseriat sein...alles andere hätte auch nicht gepasst.


    Die Langstieligkeit des Ascus fand ich diesmal unproblematisch, somit war mein erster Favorit S. minima wohl auch raus (es fehlt auch der typische Knick in der Keimspalte).


    Die Sporenmasse: 30,7-31,4-33,0 x 5,7-6,3-7,0µ

    die Septierung überwiegend gerade, die Keimspalte parallel, die Sporenendzellen leicht zugespitzt,

    kaum zerfallende Sporen festgestellt.

    Spore mit Schleimhülle


    Wegen der zugespitzen und parallelen Keimspalte war ich dann auch vorschnell bei S. dubia - aber die Sporen waren schon deutlich kleiner.

    Aber um den Restzweifel zu beseitigen, frage ich deshalb gerne wegen der Korrektheit von Sporormiella leporina nach.

    Ach ja, Substrat ist Hase.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    auf Hasendung gibt`s nach wie vor einiges zu tun.

    Ich hab hier eine vermeintlich leichte Podospora, wo ich mich freuen würde, wenn ihr mal drüber guckt.

    Das Perithecium ca. 900x700µ mit auffallenden Tuberkeln schlüsselt sich gut in die Sektion Rhypohilia, um dann bei P. pleiospora zu landen.


    Der Ascus hat 16-32 Sporen, somit hatte ich Podospora myriaspora(128 Sporen) ausgeschlossen.


    Die Sporen: 29,6-31,6-33,0 x 18,2-19,2-20,7 fand ich anfangs etwas klein für P. pleiospora, aber erst recht zu groß für P. myriaspora.

    Auch die Caudae passt meiner Meinung nach besser zu P. pleiospora.


    Ich finde, P. pleiospora und P. myriaspora sehen sich sehr ähnlich (bis auf die Sporen im Ascus), so dass ich die letzten Prozentpunkte zur Bestimmung von euch brauche.

    Ähnliche Probleme habe ich zur Zeit bei einer Sordaria...aber dazu die Tage mehr.


    Beste Grüße

    Martin

    Moin Nobi,


    Der Fund fehlt aber noch bei Pilze-Deutschland.

    Die Sache mit der Kartierung ist bei mir zur Zeit noch eine Baustelle. Mit Mykis hatte ich mich in der Vergangenheit zwar schon beschäftigt, doch dann gab`s einen neuen Rechner und das Programm war futsch. Naja, ich hoffe, in Zukunft mehr Zeit für die Kartierung zu haben und die Funde der letzten Jahre nachzuholen.


    Beste Grüße

    Martin

    Danke Nobi, danke Hilmgridd,


    es ist in der Tat spannend, wenn sich viele Arten gleichzeitig auf einem Substrat zeigen.

    Doch ich muss auch ermutigend feststellen, dass man mit etwas Übung zumindest in die verschiedenen Gattungen ganz gut reinkommt. Auch wenn in Gattungen wie z.B. Podospora oder Schizothecium es nicht immer einfach ist, so gibt es auch in ihnen Vertreter, die sich recht schnell und sicher bestimmen lassen - so findet man hier in der Gegend Schizothecium tetrasporum auf sehr vielen Substratproben.

    Coniochaeta hansenii durfte ich zu meiner Freude auch schon finden.
    Nun werde ich mal gucken, ob sich schon was neues auf den kleinen Kugeln getan hat^^.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    auch wenn die Gattung der Pilobolus überschaubar ist, möchte ich mir die Richtigkeit meiner Bestimmung sicherheitshalber zur Diskussion stellen.

    Bestimmt habe ich ihn als Pilobolus roridus.

    Die Sporen sind 6,4-7,3-8,0 x 3,7-3,9-4,2µ schwach gelblich.

    Für P. crystallinus ist mir insbesondere die Sporenbreite zu klein (aber auch die Länge).

    Für P. kleinii ebenfalls, und zudem finde ich den Sporeninhalt nicht gelb genug pigmentiert.

    Für P. umbonatus fehlt der Zipfel auf der Sporenkapsel.

    Auch die Arten mit globosen Sporen scheiden aus.

    Das artenreiche Substrat war diesmal Hase. Einiges los auf den Köttel. 8 Arten waren es alleine gestern und da kommt bestimmt noch was nach.

    Beste Grüße

    Martin

    Hallo Nobi,

    vielen Dank für den interessanten Hinweis auf A. michaudii :daumen:

    Ich habe das nochmals gecheckt mit dem Schlüssel von van Brummelen und mit dem Schlüssel van Brummelen&Doveri 2004.

    Mehrere Fruchtkörper beobachte ich schon seit ca. einer Woche und war rasch auf der A. furfuraceus Schiene. Bei einer ersten Messung, von weit entwickelten Sporen, kam ich auf eine durchschnittliche Sporengröße von 22,5-10,9µ die ich aber nur zur goben Vorbestimmung gemessen hatte, da sie sich noch im Ascus befanden. Möglich ist auch, dass ich bei der späteren Sporenmessungen unbewusst dazu neigte die größeren Sporen zu messen, da auch ich sie für A. furfuraceus grenzwertig klein hielt.

    Auch hatte ich erwartet, dass die Apothecien bei Reife ins grünliche umschlagen....aber das tuen die auch nicht:/

    So gesehen wäre A. michaudii wohl eine echte Alternative.

    Allerdings hatte ich tags zuvor, auch Sporen fotografiert, wo die Furchen des Epispor etwas enger angeordnet schien:

    Wie auch immer, ein paar Pilzchen sind noch auf der Highlandprobe.

    Wenn die reif sind, gucke ich da noch mal drauf und lege was fürs Herbarium zurück.

    Fazit: Die coprohilen Pilze sind nach wie vor eine sehr interessante Facette im Reich der Funghi.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    in letzter Zeit fand ich öfters diverse Ascobolus.

    Kann sein, dass die beiden Arten, die ich hier habe nix Neues sind, aber wäre schön wenn ihr trotzdem mal drüber schaut.


    Den ersten hab ich fürs erste Ascobolus crenulatus benamst.

    Substrat: Reh

    Apothecium: 700-900µ

    Ascus: ca. 100x10µ

    Sporen: 11,9-12,6-13,1 x 6,5-6,8-7,2µ


    Der zweite Ascobolus der folgt, sollte Ascobolus furfuraceus sein.

    Substrat: Highland-Rind und weitere Funde auf Pferd

    Apothecium: ca. 1,5mm

    Ascus: 170-190 x 20µ

    Sporen: 23,5-24,2-24,8 x 10,8-11,0-11,2µ


    Ich hoffe, dass ich mit der Bestimmung richtig liege; falls nicht bin ich gespannt, wo ich beim Bestimmen falsch abgebogen bin :cool:


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo Hartmut,


    nur ein paar schöne Bilder und schon ist die Vorfreude auf den Harz geweckt:)

    Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr wieder öfters die Gelegenheit bekommen mit euch auf Pilztour zu gehen.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    die Chaetomium ließ mir nun doch keine Ruhe mehr, und ich habe sie mir noch einmal genauer angeguckt.

    Bei der Unterscheidung C. bostrychodes vs. C. robustum glaube ich nun auch mehr an C. robustum, weil es doch gleich mehrere Unterschiede gibt.

    1.

    Ja, zumal Ch. bostrychodes maximal zwei solcher Reihen prismatischer Zellen hat.

    Doveri schreibt zur Anzahl der Reihen mit textura prismatica: bostrychodes 0-2; robustum (3)4-6.

    besser bekam ich die Textura prismatica nicht aufs Bild, aber man kann doch deutlich mehr als 2 Reihen erkennen.

    (Die Fremdsporen oben dürfen zu Schizothecium tetrasporum gehören)


    2.

    In Ascomycete.org 8(1) schlüsselt Doveri die coprophilen Chaetomiaceae und gibt neben dem soeben diskutierten Merkmal noch einen weiteren Unterschied an.

    Siehe 9 / 9*: bostrychodes - Haare oft verzweigt; robustum - Haare selten verzweigt.

    Das ist nicht sehr auffällig, es sind eher feine Verästelungen und erinnert an das aufdröseln eines Strickes. Aber das solltest Du nochmals überprüfen.

    feine Verästelungen konnte ich auch nach längerer Suche nicht entdecken.

    3.

    Die Sporen sind wohl bei C. robustum (laut Doveri) auch etwas kleiner als C. bostrychodes und könnte auch für C. robustum sprechen.


    4.

    Vom Habitus scheint C. robustum etwas stärker ampulliform ausgebildet zu sein, so wie hier:

    So als gesamtes würde ich die Art erstmal unter Chaetomium robustum speichern und weiter im Auge behalten.:kaffee:

    nobi_†: nochmals Danke für die vielen Infos


    Beste Grüße

    Martin

    Vielen Dank Nobi für die umfangreiche Antwort:)


    Da lohnt es sich noch einmal genau nachzugucken. Insbesondere die Peridie und die Randhaare schaue ich mir noch einmal genau an.

    Bin gespannt, ich melde mich morgen noch mal zum Thema.


    Beste Grüße

    Martin

    Stefan: Dankeschön, in diesem Fall gibt es zum Glück reichlich Fruchtkörper zum untersuchen.:)

    Ralph: Vielen Dank. Auf dem Friedhof wimmelt es in der Tat vor Karnickeln.
    Kaninchenköttel war zuerst auch mein Gedanke, dann waren mir die allerdings nicht rundlich genug. Ich denke aber, dass du recht hast:thumbup:


    Beste Grüße
    Martin

    Moin, moin,


    ich denke, ich habe hier meine erste Chaetomium gefunden.

    Anhand der Frisur bekommt man den Eindruck, dass auch die Pilze unter dem Lockdown leiden.


    Die Gattung Chaetomium scheint nicht ganz einfach zu sein. Besonders der Artkomplex um C. bostrychodes ist nach meiner Recherche noch nicht eindeutig geklärt.

    Kommen wir zur ersten Hürde: Für mich (trotz Bestimmungsschlüssel) schwierig ist das Substrat. Gefunden habe ich die Köttel auf einem alten Friedhof in Osnabrück.

    Kann das noch von der Maus stammen?


    Die apikalen Haare sind wie auf den Fotos oben zu sehen, mal mehr oder weniger stark gekräuselt.

    Kragenartig um das Ostiol sind sie stark warzig und vielfach septiert.


    Die Peridie: Textura angularis


    Apikal könnte das auch Textura prismatica sein? Ich finde das schwer zu deuten....würde dann wohl mehr Richtung Chaetomium robustum gehen...


    Die Ascus, natürlich auch nicht unproblematisch, sind echt schwer zu finden - weil Gattungtypisch sehr vergänglich.

    Es gab denoch welche: biseriat, clavate, achtsporig, ca, 40µ lang


    Auch problematisch sind die Sporen: limoniform, subglobos, mit 2 Keimporen?, dextrinoid

    und für C.bostrychodes/robustum grenzwertig klein 5,8-5,9-6,4 x 4.3-4,8-5,7µ

    Auf jeden Fall eine interessante Art, mit einigen Unsicherheiten meinerseits.

    Vielleicht könnt ihr das ein oder andere Fragezeichen beantworten.


    Beste Grüße

    Martin

    Oha, da ist bei meinen Aufzeichnungen wohl einiges schief gelaufen.

    Die vielen gesammelten Proben sorgen schon fast für Pilzstress;)....naja, ist halt Pilzsaison:)

    Ich habe gerade weitere Fruchtkörper der Lasiobolus vermessen.

    Bei 20 vermessenen Sporen komme ich nun auf einen Durchschnitt von 17,7µ x 9,2µ.

    Mit den Maßen komme ich dann nach Bezerra & Kimbrough auch bei L. intermedius an.

    Vielen Dank Nobi für die Korrektur.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    bei der folgenden Lasiobolus tue ich mich etwas schwer.

    1.

    2.

    3.


    Bei der Bestimmung hatte ich zunächst reichlich Setaen gemessen, welche alle zwischen 15µ-25µ an der Basis breit waren....da die Setae bei L. ciliatus wohl über 40µ breit sein darf, hab ich den Fund vorschnell als L. cuniculi abgehakt.......dann fielen jedoch die überwiegend zylindrischen, uniseriaten, schlanken Ascus auf, welche eindeutig auf L. ciliatus deuten.

    4. Ascus uniseriat

    5.

    6. Setae

    7. Die Sporen: 18,0-18,7-20,1 x 9,0-9,7-10,9µ


    Das Substrat war Schaf.

    Wie gesagt, die Setae würde, meiner Meinung nach, für L. cuniculi sprechen - die uniseriaten Asci für L. ciliatus :/

    Ich persönlich würde die uniseriaten Asci als Bestimmungsmerkmal höher gewichten und den Fund Lasiobolus ciliatus nennen.

    Da ich allerdings noch keine Erfahrung mit der Gattung habe, bin ich auf eure Meinung gespannt.


    Beste Grüße

    Martin

    Vielen Dank Nobi:thumbup:


    Ich bin immer wieder von der Artenvielfalt der kleinen Dungbewohner fasziniert, somit ist es auch nicht überraschend, dass Podospora granulostriata ein weiterer Erstfund für mich ist.

    So kann es weiter gehen :)....und es sieht auch auf verschiedenen Substraten recht vielversprechend aus.


    Beste Grüße

    Martin

    Hallo zusammen,


    ich habe hier eine vielsporige Podospora auf Schaf, die mir etwas Kopfzerbrechen bereitet.

    Das Problem ist das abschätzen der Sporenzahl im Ascus. Da der Ascus aussergewöhlich groß daherkommt, konnte ich mit der Präpariernadel einen halbreifen Ascus isolieren und etwas quetschen. Dabei kam ich eindeutig auf weit mehr als 200 Sporen. Somit waren P. setosa und P. bifida mit ihren 128 Sporen raus. Für P. curvicolla mit seinen 256 Sporen sind die Sporen zu klein. Was dann blieb war P. granulostiata mit nochmehr Sporen.

    Hier mal die wichtigen Eckdaten:

    Die Pyrenos nur leicht im Substrat versenkt, mit septierten zur Spitze hyalinen, nicht agglutinierten Haaren. Auffallend große Fruchtkörper ca. 900µ hoch x 750µ breit.

    Der Ascus ebenfalls groß 450µ x 125µ!!!

    Der Sporenkopf: 20,5-21,8-23,3 x 12,0-12,9-14,0µ, Pedicell ca. 11,8µ

    1. Perithecium

    2.

    3.nicht agglutinierte Haare am Perithecienhals

    4.riesiger Ascus, stets mit unterschiedlichen Reifegrad

    5.

    6.

    7. junge Sporen mit Pedicell und Caudae

    8.

    9.reife Sporen mit prächtiger Caudae und Pedicell

    10.

    11.leicht exentrischer Keimporus

    Das größte Problem ist wie gesagt die Sporenschätzung, da es aber deutlich mehr als 128Sporen sind, kommt mit der Merkmalskombination, nach meiner Meinung, nix anderes raus als Podospora granulostriata.

    Oder?:/


    Beste Grüße

    Martin