Beiträge von mikromeister

    Jetzt hackt doch nicht auf dem armen braunen Schwammerl rum.


    Ich kann Elisabeth gut verstehen, denn auch ich habe von meinem Vater ein gewisses Spektrum an Sammel-Pilzen übernommen und dabei ganz übersehen, dass die Sache weit weniger eindeutig ist wie ich immer gedacht habe.

    Ganz explizit hatte ich keine Ahnung, dass es ausser Parasol z.B. noch Giftschirmlinge oder Safranschirmlinge gibt und einfach alles große in einen Sack gesteckt.

    Verschiedene Pfifferlinge oder Steinpilze? Fehlanzeige.

    Stockschwämmchen nach gezeichnetem Bild im Schwammerlbuch meines Opas bestimmen? Schwammerlsuchen als Risikosport!


    Ich kann dir Elisabeth raten, für jeden der von dir gesammelten Pilze bei 123pilze.de die entsprechende Seite zu studieren.

    Da werden sehr übersichtlich Ähnlichkeiten und Verwechslungsmöglichkeiten anhand sehr vieler Bilder aufgezeigt. Viel besser als in jedem mir bekannten Buch.

    Das erweitert schon mal das Spektrum.


    Finde ich heute einen Pilz in sammelwürdiger Menge, der mich irgendwie anspricht, finde ich dort schnell den Namen und kann so langsam mein Spektrum erweitern.

    Natürlich auch mit Hilfe dieses Forums, wenn es mal wirklich ans Eingemachte geht.


    Allerdings war meine Entwicklung der letzten Jahre dann eher so, dass ich heute einfach so viele gute Standard-Pilze finde, dass ich mich nur in der Not für zweitklassige Exoten bücke.

    Inzwischen hat mein selbstgetuntes Pilzmesser in 6 Jahren sicherlich mehr als 150 Kg Pilze vom Leben zum Kochtopf befördert und ich bin immer noch begeistert.

    Das Kershaw Chill kostet zwar inzwischen 32 EUR aber es ist sein Geld wert. Bastler voran, sowas kann man nicht kaufen.

    Bei uns haben Parasol ja recht oft Maden.

    Welche die von unten kommen und welche die sich oben ins Zentrum des Hutes bohren.


    Wenn man jetzt ein Baby großziehen will, weiss man ja nie ob das infiziert ist.

    Was sich heute noch ausschneiden lässt, hat morgen schon den ganzen Pilz verdorben.

    Ich glaube ich fresse doch lieber gleich die kleinen Unschuldigen auf.

    ???

    Warum "grenzt das an Folter" ? (erst mal nachdenken was Folter ist, aber das ist eine andere Baustelle)


    Beide Arten sind wohl ungenießbar bzw giftig. Sind das aus rein wissenschaftlichen Gründen die Lieblingspilze von Karl?

    Sind die so selten?

    Als Laie kommen mir die völlig beliebig vor.

    Gibt es die immer wieder erwähnten Wachstumsschübe (wetterunabhängige Schübe) eigentlich wirklich? Meine Erfahrung der letzten Jahre sind eher, dass, wenn die Wetterbedingungen perfekt passen, es keine Wachstumspausen gibt wie beispielsweise letztes Jahr

    Dass es Schübe gibt scheint mir unstrittig. Natürlich nicht wetterunabhängig.Bei fast allen mir bekannten Pilzen fruktifiziert ein Mycel auf voller Breite zu einem gewissen Zeitpunkt und oftmals auch in einem größeren Gebiet alle Mycelien dieser Art.

    Ist ja auch logisch, das es meist in einem größeren Gebiet die selbe Temperatur und Feuchteentwicklung gibt.

    Sogar eine gekaufte Champignonkiste im Keller fruchtet in Schüben, wobei der erste Schub der kräftigste ist.


    Maria schreibt, bei ihr kommen die Steinpilze nach den Maronen.

    Interessant. Das habe ich so noch nie erlebt.


    Diesmal werde ich genau aufpassen.

    Bei uns auf 500m NN ist der Wald grade wieder ziemlich leer und es hat jetzt 3 Tage ausreichend geregnet.

    Ab morgen soll es halbwegs warm werden.

    Am Donnerstag schaue ich mal in den Wald, würde aber vor dem Wochenende nichts erwarten. Eher erst in 2 Wochen den 2. Steinpilzschub.

    Bei uns gab es vor kurzem einen sehr ausgeprägten ersten Wachtumsschub von Steinpilzen nachdem es bis Mitte August so gut wie nichts zu finden gab.

    Zeitgleich kamen sehr viele Pfifferlinge, die aber schon den ganzen Juli Vorläufer hatten.

    Nun sind beide Schübe vorbei und der Wald ist von Pilzleichen vielfältigster Art übersät.


    Meine Erfahrung zur Abfolge war bisher immer:

    1. Ziegenbart als Zeigerpilz. Wenn der schön steht, lohnt der erste Pirschgang 1-2 Wochen später.

    2. Pfifferlinge. Meist wächst da noch nicht viel anderes. Am ehesten Hexen.

    3. Steinpilze zusammen mit vielen anderen Arten.

    4. Schirmlinge. Eigenwillig.

    5. Fliegenpilze. Jetzt ist im Flachland die Steinpilzzeit jedenfalls erstmal vorbei. Nicht im Gebirge, da geht das auch zeitgleich.


    Danach kann es nochmal eine oder 2 Runden machen. Ausser bei Pfifferlingen, die oft nur einen großen Schub im Jahr haben.


    Wie sind da eure Erfahrungen?

    Ist ein starker erster Schub ein Zeichen von sehr vitalem Mycel und lässt auf mehr hoffen? Wann?

    Oder hat es sich damit eher erschöpft und es kommt weniger nach als bei einem schleichenden Fruktifizieren.

    Wie lange wartet ihr nach einem Schub bis ihr den nächsten Versuch wagt. Natürlich bei gutem Pilzwetter.

    Am 2. September aus dem Urlaub gekommen und im Wald nur noch die stinkenden Leichen gefunden, die Tscho schon angesprochen hat.

    Teilweise unglaubliche Monstren an Steinpilzen aber nichts verwertbares mehr.

    Hoffentlich kommt nochmal ein Schub.


    Pfifferlinge scheinen mir mit dem Klimawandel sehr gut zurecht zu kommen. Die letzten beiden Jahre waren Bereichsweise sehr ergiebig währenddessen ich die früher kaum finden konnte.

    Vielleicht liegt es aber auch an der geänderten Waldwirtschaft, die heute sehr viel mehr kleines Totholz vor Ort verrotten lässt.

    Schlecht zu laufen, unübersichtlich, aber gute Nahrungsgrundlage.

    Gestern habe ich einen wunderschönen Frühlings-Spaziergang durch den Auwald gemacht und zum ersten Mal überhaupt Maipilze gefunden.

    Völlig überrascht war ich allerdings von 2 großen flockenstieligen Hexenröhrlingen. So früh im Jahr?


    Interessant waren auch größere Bestände vom Weissen Germer.

    Eigentlich ein Alpenbewohner meines Wissens.

    Ich habe gestern zum ersten Mal gleich ein kleines Pfännchen voll Maipilze gegessen und ab 1h darauf Blähungen bekommen. (Pfui)

    Die Zubereitung war nur lange und langsam in Butter gebraten. Ohne andere Zutaten ausser Kartoffeln und Spiegelei als Beilage.

    Nach einem halben Tag war's wieder vorbei.

    Also auch eine Unverträglichkeit aber in schwachem Ausmaß.

    Vorgestern habe ich die Saison mit einem ganzen Nest praller knackiger Schopftintlinge beschlossen die am Wegesrand völlig überraschend nach Ernte gerufen hatten.


    Ansonsten waren Steinpilze heuer ganz passabel. Pfifferlinge eher mäßig und sonstige Pilze mager bei uns.

    Morcheln habe ich gar keine gefunden.

    Nachdem ich die Suche nach Austernpilzen nach Jahren des Frusts inzwischen aufgegeben habe, wars das jetzt.


    Happy 2019!

    Ein Pilzexperte in Bayern2 Radio sagte kürzlich sinngemäß, dass für Großpilze weniger der Sammmeldruck ein Problem ist als die geringe Biomasse die in klassisch bewirtschafteten Wäldern am Boden liegt und vor allem der hohe Stickstoffeintrag durch NOx aus der Luft.


    Sammelbeschränkung ist glaube ich immer hauptsächlich auf die kommerziellen Sammler gemünzt.

    In Kärnten habe ich gehört, steht wohl gelegentlich sogar mal ein Kühllaster bereit, um die Ware der Sammlerhorde vor Ort aufzukaufen.

    Das kann natürlich nicht gut sein und wir sind eben der Beifang.


    Ich tue mich schon hart, 10 Mal erfolgsarm meine Stellen zu kontrollieren, um dann, wenn der Tag X da ist 80% der perfekten Steinpilze stehen zu lassen.

    Da mittle ich in Gedanken nötigenfalls ein paar Ergebnisse und mache zumindest eine Tasche voll.

    Aber die Sammelbeschränkung sorgt zumindest dafür, dass ich mir sehr genau überlege, welches Exemplar ich abschneide und was stehen bleiben soll.

    Wegen der Wärme fressen die Maden schneller als die Pilze wachsen können, aber lokal gibt es jetzt Stellen wo was zu finden ist.

    Die Niederschläge waren recht ungleich verteilt.

    Ein Freundin hat heute östlich von Augsburg recht viele Rotfußröhrlinge und Maronen gefunden.


    Noch nie habe ich gesehen, wie sich innerhalb 5 Tagen ein Steinpilz von völlig unsichtbar zu riesig und hinüber entwickeln kann.

    2 Mal die Woche Kontrollgang reicht immer noch nicht sicher aus.

    Nach dem Regen vor 2,5 Wochen hat es anscheinend einen kleinen Steinpilzschub gegeben.

    Habe allerdings nur noch Leichen gefunden, weil die Würmer schneller fressen als man denken kann.

    Mal sehen was sich nach dem Regen am Freitag tut.


    Update 16.7.

    Es tut sich kaum etwas.

    Zu trocken und wo Jungpilze zu sehen sind, sind sie verhockt.

    Dafür gibt es Schnaken, dass man ohne viel Mückenmittel kaum eine Chance hat ungestraft hinter einen Baum zu pinkeln.

    Mir scheint, Pfifferlinge wachsen sehr langsam und sehr lange. Oft haben die erst nach 3 Wochen ihre Endgröße erreicht.

    Dass verschiedene Standorte über viele Jahre konstant verschiedene Mittelgröße aufweise kenn ich auch.

    Heute habe ich den ersten Kontrollgang des Jahres gemacht und immerhin ein paar Flockenstielige Hexenröhrlinge eingesammelt.

    Ansonsten war es noch überaus mau und ziemlich trocken.


    Nachtrag:

    Heute, 3 Tage später noch völlig überraschend 2 Sommersteinpilze neben dem Fahrradweg gefunden.

    Allerdings wie zu erwarten völlig verwurmt.

    Bei Glucken musst Du eher so in Fußballgröße denken.
    Ausserdem heller und jedenfalls mit platten Blättern anstatt der runden Querschnitte der Korallen.


    Dass Glucken an ausschließlich Kiefern wachsen ist dagegen kein hartes Suchkriterium.
    Bei uns wachsen die an Kiefernstöcken, die schon bis zu unkenntlichkeit verrottet im zB. Buchenwald liegen.

    Gestern habe ich nach einer Woche zu vieler Arbeit leider nur noch die Leichen diverser Steinpilze gefunden.
    Kaum noch verwertbar.
    Dafür einige Schopftintlinge und schöne Maronenröhrlinge für die Leute die sie mögen.


    Denkt ihr da kommt nochmal was oder ist Anfang Oktober einfach Schluss?

    Das sieht ja sehr interessant aus und ist mal wieder ein Beleg dafür, dass die exakte Lokalität u.U. riesigen Einfluss auf die Fundsituation hat.
    Steinpilze, das war langsam zu erwarten, aber dass Du jetzt noch so schöne halbwegs frische Pfifferlinge findest deckt sich nicht im geringsten mit meinem Eindruck von Vorgestern.
    Da waren alle guten Pfifferlingplätze schon fast komplett verwaist.


    Was ist denn das blassgelbe Teil ganz unten links?
    Semmelstoppel?