Beiträge von Hüft-Wulstling

    Da hat mir Jemand einen Tip gegeben, der mich erst stutzig machte.
    Ich soll die Pilze in reichlich gesalzenem Wasser gut waschen und danach mit der Salatschleuder das Wasser raus "zentrifugieren". Anschliessen ab in die Dörex. Der Geschmack sei viel intensiver.
    Also machte ich einen Versuch und hab einen Teil "Normal" behandelt, den andern mittels Salzbad. Und es stimmt! Die gesalzenen Pilze sind auch viel dunkler und nur noch etwa einen Drittel so gross wie die auf herkömmliche Weise getrockneten. Das Aroma aber ist viel intensiver. Es scheint, als ob der gesamte Geruch komprimiert wurde und so ein volles Glas einfach mehr Duft hergibt. Als Würzpilz 1A! Wer genug Trompetenpfiffis hat sollte dies mal ausprobieren. Ich jedenfalls trockne diese Sorte nur noch so. Auch das Putzen geht auf diese Weise vieeeeel schneller!

    Guter Tread! Hab auch so meine Mühe mit bestimmten Gerüchen. Vor allem Mehl ...
    Witzig find ich, wenn mir jemand sagt "wenn du drann riechst, dann denk an dies oder dass". Da kommt manchmal ein Aha-Effekt. Zum Beispiel Stockschwämmchen - Apfel. Oder Pfifferling - Aprikose.
    Was mir leicht fällt ist Anis oder Marzipan. Grosse Mühe hab ich mit "pilzig".
    Ich meine, was soll das genau heissen? Bei welchem Pilz schwebt kein "pilziger" Geruch mit?

    ... Sind zur Zeit noch bei uns zu finden.


    Hier die zwei grössten von Gestern. Der grosse rechts brachte allein 120 Gramm auf die Wage!


    Es grüsst gesättigt, der Hüft-Wulstling


    Nun, genau die alten Schlappen sind es doch welche ihre Schuldigkeit getan, sprich schon abgesport haben. Von dem her ...


    So gesehen ist es sicher schädlicher, die jungen knackigen zu sammeln (was ich jedoch ohne mit der Wimper zu zucken und freudestrahlend tue). Aber wie in Widerers Link zu sehen ist, spielt auch das keine grosse Rolle.


    Für mich ist es relevanter sich im Wald möglichst schonend zu verhalten. Sprich zu schauen, dass man möglichst keine Jungpflanzen zertrampelt, nicht wie eine Dampfwalze durch die Fichtenschonungen brettert etc.

    Und ich sag immer, och nöö, die Halimaschers kommen schon wieder, da sie doch das Ende der eigentlichen Pilzsaison (Röhrlinge, Leistlinge) einläuten ...



    ... obwohl, dieses Jahr beschleicht mich das Gefühl dass die Saison noch tief in den November hinein dauern könnte *hoff".

    Ab Monitor ist eine Beurteilung schlicht nicht möglich, ausser man besitzt ein kalibriertes Gerät in passender Umgebung (Normlicht). Und auch dann muss immer wieder nachkalibriert werden.


    Falls du daheim Farbabgleiche von minimalen Farbabstufungen zwischen Pantonefächer und Sporen machen willst, empfiehlt sich eine Normlichtquelle zuzulegen unter der du diese beurteilen kannst (Farben erscheinen, auch auf einem Pantonefächer, je nach Lichtquelle unterschiedlich). Auch diese Lichtquelle muss immer mittels einer Metamariekarte nachkontrolliert werden. Allerdings sprechen wir hier davon Farbnuancen zu unterscheiden.


    Hier gibts Infos dazu.

    Tach Forumsgemeinde


    Pilze sammeln im Urlaub kann sich schon mal schwierig gestalten, vor allem wenn man das erste Mal dort ist. Mann kennt die Gegend nicht, muss mehr oder weniger blind drauf los und die Wälder erst etwas kennenlernen. Kaum hat man einigermassen einen Überblick, ists auch schon wieder vorbei. Praktisch, wenn man sich da vorher Tipps abholen kann. Darum dieser Thread.


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    Bei uns gehts bald für 2 Wochen nach Korsika, genauer gesagt die ersten beiden Septemberwochen :cool:. Erst ins Landesinnere (Corte und Umgebung), danach Richtung Westküste (Calanche). Natürlich erhoffen wir uns auch pilziges.


    War schon jemand von euch dort? Pilzerfahrungen? Was? Wo? Vor allem um diese Jahreszeit? Amanita Caesarea soll ja relativ häufig sein *hoff*. Bin für jegliche Tipps dankbar.


    LG, Hüft-Wulstling

    Bin grad über diesen Tread gestolpert.


    Hier mal eine vielleicht etwas verrückte Idee. Ich bin auch ein leidenschaftlicher Angler. Vor einigen Jahren fiengen wir noch alljährlich etliche Aale. Vor dem Räuchern mussten diese «entschleimt » werden, das machten wir jeweils mit im Wasser verdüntem Salmiakgeist. Diese Prozedur vollzieht man am besten im Freien und mit Mundschutz. Der sonst so hartnäckige Schleim liess sich ganz einfach abstreifen. Danach wurden die Fische ausgespühlt. Der Rest vom Salmjak verdampfte dann.


    Ich war erst etwas skeptisch, scheint aber eine gängige Methode zu sein. Es bleiben (so heisst es) keine Rückstände. Ich habe auch nie was verspürt oder beim Essen geschmeckt. War alles perfekt. Man findet diese Methode auch immer wieder in Foren.


    Evtl. lassen sich auf diese Weise auch Schnecklinge entschleimen? Allerdings müssten diese auch richtiggehend abgewaschen und wieder trockengetupft werden. Wäre ja evtl. mal ein Versuch wert, nicht grad um sie zu essen, aber um die Konsistenz nach dem Braten zu testen.

    Ich bestellte mal eine grosse Dose mit pulverisiertem Raupenpilz in Kapseln und nahm diese auch regelmässig ein. Schwer zu sagen wie die wirkten. Ich war aber glaub schon fit zu jender Zeit ;o)


    Als ich mal eine Kapsel öffnete und daran schnupperte, kam mir ein extrem strenger Geruch entgegen um es mal milde auszudrücken ...


    Ich liebe Pilze mit so klaren, scharfen Farbabgränzungen sowie "samtiger Haut". Ich finde den Samtkrempling einer der schönsten Pilze die es gibt! Übertroffen wird er meiner Meinung nach nur noch vom Mohrenkopf (der zudem noch den Vorteil besitzt das er überaus lecker ist:P).



    Mir hat der "Pilzguru" damals im Anfängerkurs folgendes erzählt.


    Ein Täublingsmerkmal ist auch, dass du den Stiel quer brechen kannst ohne das er fasert. Ähnlich wei bei einer Karotte (relativ glatter Bruch). Wenn das geht bist du bei den Sprödblättlern, sprich den Täublingen oder Milichlingen. Die Milichlinge saften zusätzlich noch. Wulstlinge (und andere) fasern wenn du den Stiel quer durchbrichst, ähnlich wie Spargeln. Ausserdem Splittern die Lamellen bei fast allen Täublingen (Ausnahme: Frauentäubling). Ein Täubling hat niemals einen Ring oder eine Knolle.


    So was gibts tatsächlich. In Bürchau gabs mal ein Restaurant mit Namen Sonnhalde. Die Kochten und experimentierten mit Wildkräutern und Pilzen aus unmittelbarer Umgebung. Da gabs zunm Beispiel Heusekt oder auch Pfifferlingsschnaps. Glaub auch mit anderen Pilzen probierten Sie Schnaps und Liqueur herzustellen.