Beiträge von Hüft-Wulstling

    Ich hab mal gehört (glaub sogar hier drinn gelesen) das Perlpilze grilliert so gut schmecken. Wer hat da Erfahrung? Werden die vorher blanchiert?


    Perlpilze sind ja roh ziemlich giftig. So ein ganzer Hut am Stück ... der muss doch sicher ziemlich lange brutzeln, oder?


    Ein weiteres Problem: Die Perlpilze die ich finde sind in der Regel fast immer etwas madig. :nana: Heisst, ein Querschnitt zur Kontrolle ist fast ein Muss. Schlechte Voraussetzungen um diesen mit Käse zu füllen. Aber Stücke grilliert mit einer Knoblaumarinade? gut vorstellbar.

    Wie sagte mir mal jemand? Täublinge ohne Sporen und mikroskopische Merkmale zu bestimmen sei mykologisches Schattenboxen.


    In diesem Fall wäre Täublinge anhand von Bildern zu bestimmen wohl reine Lotterie.


    Ich halts so mit Täublingen. Sind sie als solche erkannt und bestimmt, ein Stück in den Mund und rumkauen. Nach einiger Zeit ausspucken. Bleibt er mild, ist er essbar. (Aber er muss ganz sicher als Täubling erkannt sein!!!)


    Ich hatte allerdings schon einen, da wurde es erst nach ein paar Minuten scharf im Mund.


    Nach meiner Erfahrung sind "dunklere mehrfarbige (Farben ineinanderlaufende)" Täublinge meistens mild. Grüne meist auch (gibt aber solche wie den Birkentäubling die ... naja, müssen nicht sein).


    Das mit den roten stimmt so nicht. Es gibt ausgezeichnete rote Täublinge wie den Apfeltäubling oder den Heringstäubling.


    Ein weiteres Erkennungsmerkmal bei Speisetäublingen (also die die ich kenne, meist rosa rötlich orange) ist ja auch, dass die Huthaut nicht über den Hutrand läuft, also immer ein kleiner Rand "nackt bleibt". Ob das beim grünen auch so ist?


    Frauentäublinge haben keine brüchigen Lamellen. Diese sind schön weich und geschmeidig ... wie Frauen (daher der Name ... hat mir jedenfalls auch mal jemand erzählt).


    Gruss, der Hüft-Wulstling

    Da momentan bestes Grillwetter herrscht, dürfen gerne passende Rezepte gepostet werden.


    Am Samstag kaufte ich zum Beispiel Champignons (die grössten Hüte die zur Auswahl standen). Als erstes pulte ich den Stiel raus, danach bepinselte ich die Pilze mit meiner Spezialmarinade, welche ich normalerweise fürs Grillgemüse verwende (dunkler, guter aceto Balsamico, Senf, Olivenöl, Knoblauch, Paprika, Pfeffer, Salz und Honig). Anschliessend füllte ich den entstandenen Hohlraum grosszügig mit Kräuter-Frischkäse (Boursin). Grosszügig heisst, das die ganze Pilzhut-Unterseite dick bestrichen wurde.


    Und ab auf den Rost damit (natürlich Käse nach oben) bis die Pilze durchgegart und der Frischkäse goldgelb war (ca. 15 Minuten).


    Das war vielleicht lecker! :cool:


    Gibt es davon auch eine neuere Auflage als die von 1990? Überlege mir auch dieses Buch zu kaufen, aber das Alter schreckt mich ab. Wenn ich bedenke wieviel Blödsinn in manchen alten Auflagen von Fachbüchern von mir noch steht und wieviel neues Wissen die letzten 20 Jahre dazukam...


    Beim Verlag bei dem ich arbeite, erschien 2003 noch dieses hier. Ist aber sehr wissenschaftlich. Aber für dich als Biochemiker ist das evtl. was?


    Giftpilze –“ Pilzgifte, Schwabe Verlag[hr]
    Na da war Björn schneller ...

    Tag liebe Formusgemeinde


    Kennt jemand ein gutes Giftpilz-Buch? Also ein Buch, welches spezifisch auf die giftigen Arten bei uns eingeht? und auch auf die ungiftigen Doppelgänger hinweisst?


    Mann findet ja meistens "allgemeine" Pilzbücher oder dann reine "Speisepilzbücher". Zwar werden dort meistens auf die giftigen Doppelgänger hingewiesen, ich fände es aber interessanter mal den umgekehrten Weg zu gehen.


    Gruss, der Hüft-Wulstling

    Na dann danke ich schon mal. Beim Kahlen Krempling bin ich auch als erstes gelandet, aber der gebuckelte Hut sowie der verhältnismässig grosse Stiel machten mich stutzig. Pilze machen halt schon was sie wollen ...

    Tach zusammen


    Auch ich erwache langsam wieder aus dem langandauernden Winterschlaf und mache mich immer wie öfters auf die Pilzpirsch. Bei uns ist jedoch noch so gut wie nix zu finden (Meine bescheidene Ausbeute besteht bis jetzt aus 3 Perlpilzen und einem Frauentäubling). Am Wochenende hielt ich Ausschau nach Sommersteinpilzen. Vergebens. dafür fand ich dieses, mir gänzlich unbekanntes Exemplar eines Lamellenpilzes. Zuerst dachte ich von weitem wirklich an einen Steinpilz, da mir von unten am Hang nur der Stiel ins Auge fiel ... und dieser sah wirklich so aus!


    Der Pilz ist ca. 10–“12 cm hoch, der Hut ca. 5 cm breit. Jedoch war dieser noch eingerollt. Die Lamellenschicht war sehr dünn. Der Geruch sehr angenehm (ging sogar auch Richtung Steinpilz)
    Am Hand am Waldweg wuchsen Buche und Fichten. Auch eine Birke war glaub ich in der Nähe ... evtl. auch anderes. Mischwald eben.
    Die Dunklen Flecken entstanden übrigens in kurzer Zeit nach ganz leichtem Druck. Farblich kommt das dritte Bild der Realität am nächsten (das erste ist zwar das einzig richtig scharfe Foto, farblich jedoch durch den Blitz verfälscht).


    Kann jemand weiterhelfen? Ich dachte irgendwie an einen Krempling. Aber ein so bauchiger langer Stiel? und die "spitzanlaufende" Hutform?



    .




    Achja. Auf dem Markt in Basel gabs am Wochenende am Pilzstand "Pilze aus der Region". (Dieser Stand nimmt immer Pilze verschiedener Sammler entgegen). Es gab Pfifferlinge (seeeeehr kleine), Steinpilze und diverses. Unter anderem waren da drei Kaiserlinge! 8|

    Tach liebe Pilzgemeinde


    Nach ausgiebigem, etwas länger andauerndem Winterschlaf melde ich mich auch wieder zu Wort! Schliesslich rufen die Schlauchpilze! :cool:


    Da hab ich grad was. Ein Arbeitskollege brachte mir nach dem Mittag dieses Exemplar aus einem Vorgarten um die Ecke. Sieht aus wie ein Überraschungs-Schoko-Ei welches halb eingegraben wurde. Nach Internetrecherche müsste es ein Zedern-Sandborstling sein. Kann mir das jemand bestätigen?


    Durchmesser ca. 3,5 cm, Höhe etwa 3 cm, Farbe aussen Schokobraun, innen, milchig. Wirklich wie eine Kinderüberraschung. Ausserdem nach dem Ausbuddeln aussen mit sandiger Erde verklebt. Geruch: Pilzig



    Tach zusammen


    Ich will nächstes Frühjahr erstmals versuchen Pilze zu kultivieren (auf Holz, im Garten). Was eignet sich da am besten? Nicht zu empfindlich wäre für mich als Anfänger nicht schlecht.


    Bei Hawlik könnte ich folgende Myzels bestellen:
    Austernseitlinge (mag ich) Piopino (keine Ahnhung, wie schmeckt das?) Limonenpilz (die sehen ja klasse aus! schmecken die auch?)


    Was ich auch noch der Hammer finde: Parasolkultur die im Garten verbudelt wird!


    Link zu Hawlik


    Dann hab ich auf anderen Seiten noch Stockschwämmchen und Kräuterseitlinge gesehen. Würden mich beide auch sehr interessieren. Und natürlich Shitake.



    Also: Ich stelle mir etwa 3 verschiedene Sorten vor. Schattenplätze sind vorhanden.


    Da fiel mir noch ins Auge: Die einen bieten Körnchen an (für Schnittbeimpfung), andere Myzel-Dübel die in vorgeborte Löcher gesteckt werden müssen. Kennt jemand Vor- und Nachteile? Oder kann man von einem ganz abraten?


    Was ich auch noch foll fände: Der Igelstachelbart


    gibts hier!


    Ist wohl nix für Anfänger, oder doch?



    Wie gesagt: Meine Kentnisse in Sachen Pilzzucht sind 0,00. Ich bin froh um jeden Tip, Input etc.


    Es grüsst, der hungrige Hüftwulstling.

    Heee, ich bin n Mann, ich darf ab nem Zeckenbiss leiden!!!



    Aber wirklich scheisse ist halt, dass ich in einem Borreliose-Hochrisikogebiet lebe und ich gegen FSME nicht geimpft bin (werd nächstes Jahr nachholen). Gepaart mit meinem gut gefüllten Mass an Hypochondrie kann dass durchaus mühsam sein ...

    ... hab mir bei der Pilztour letzten Samstag das erste Mal ne Zecke eingefangen. Normalerweise mögen die mich nicht. Ist nun etwas geschwollen und Juckt. :cursing:


    D.z.I.



    *Beobachtet genau*

    Schon Wahnsinn. Mann kann wirklich schon fast von einer «intelligenten » Handlung sprechen die der Pilz vollzieht. In dieser Beziehung ist die «Verwandschaft » zu den Schleimpilzen sehr Nahe. (Diese Nicht-Pilze find ich eh klasse. Der Mikro-Blob 2.0 sozusagen).

    Was es nicht alles gibt. Bin im Spiegel über folgenden, schon etwas älteren Artikel gestolpert. Schon schräg, was die Natur so alles zu bieten hat.



    Edit Rada:


    Sorry, aber das Urheberrecht setzt uns Schranken. Bitte keine Artikel samt Bildern kopieren, sondern statt dessen einfach einen Link setzen.

    Die Idee stammt von meiner Schwester (also der Mutter der kleinen). Als wir das letzte mal gingen, war noch alles voller Fliegenpilze und sie meinte, sie solle doch das nächste mal einen ihrer selbstgebastelten Zwergen für ein Fotoshooting mitnehmen. Die Kleine war hellbegeistert. Und jetzt? Keine Fliegis mehr! Zum Glück fanden wir dann doch noch einen ...[hr]
    ... und danke für die Baumschwammbestimmung. Der gefällt mir wirklich ausserordentlich.

    Im Kloo wohnte ein Pilz, mitten im Topf,
    der fand den Weg auf nen Schlangenkopf.
    Nun suchte er ganz neue Territoren,
    um zu verbreiten seine Sporen.


    Schon bald besuchte die Schlange ne Höhle,
    worauf den Pilz erfasste die Wöhle.
    Wow, meinte dieser, das ideale Klima,
    feucht und warm, hier find ichs Prima!


    Der Pilz nun kräftig sich vermeehrte
    und Nachwuchs massenhaft bescherte.
    Doch gab es übermächtige Kräfte,
    die fliessen liessen, chemische Säfte.


    Die machten der Kolonie schnell den Garaus,
    töteten diese im eigenen Haus
    und so traurig für die Pilze auch war dieser Fluch,
    die Schlange ... sie kam nun wieder zu Besuch.


    ... am Wochenende. Die Katarellen gedeihen als hätte es den Frost nie gegeben. Und ja, es waren die selben Stellen, die ich schon vor dem Kälteeinbruch aufgesucht hatte. Es hatte zwar auch junge dabei (freu), aber die meisten wuchsen schon vor dem Frost und haben die kalten Tage Schadlos überstanden.
    Ich hoffe doch, dieses Jahr noch ein paarmal die Dörrex füllen zu können!




    Aber auch ganz frische Lepistas fanden den Weg ins Körbchen. Das tolle daran: Null koma Nix Wurmfrass. Klasse! Und zu meinem Erstaunen, einige wunderschöne Pfifferlinge.




    Der grosse Kaventsmann unten links hatte übrigens einen Hutdurchmesser von 12 (!!!!) cm. Ich dachte erst , das sei ein Täubling, als ich ihn von oben sah.




    Dann fand ich neben den Speisepilzen noch diesen wunderschönen Baumpilz. War etwas 15 cm breit und hoch. Hat jemand eine Ahnung was das sein könnte?


    Hier von oben:


    Und von unten:



    Natürlich darf das wichtigst Foto nicht fehlen! Der selbstgebastelte Zwerg meiner Patentochter unter einem Fliegenpilz. (Hatte ich ihr das letzte mal hoch und heilig versprochen!)


    Ich weiss ja dass man Pilze nicht waschen sollte, aber hier würd ich ne Ausnahme machen.
    Glucke zerkleinern, in den mit Wasser gefüllten Trog rein, reichlich Salz dazu und gut durchwaschen.
    Danach ab in die Salatschleuder und das Wasser "rauszentrifugieren".


    So hab ich Gestern jede Menge Katarellen gesäubert (natürlich diese nicht zerkleinert) und sie schmeckten super. Diejenigen die ich anschliessend gedörrt habe, riechen fantastisch! Hab diese "Behandlungsweise" als Tip bekommen und werde das bei solch schwierig zu reinigenden Pilzen zukünftig immer machen.

    Jo Tach. Musste gerade meine beiden Katzen füttern. Die haben auch n Mini-Flashmob aufm Bett organisiert. Das mit der Zeitumstellung kriegen sie nicht so hin.


    ... und ich geh jetzt wieder schlafen!