Beiträge von Schwammolo


    Wow, ich glaube, da hast du was schönes gefunden. Das müsste Mycena epipterygia var. atroviscosa (Schwarzschleimiger Helmling) sein.


    Hui, das ist er. Habe ihn jetzt extra nochmal mit Wasser besprenkelt und probiert, wie dehnbar er ist. Der Stiel brach zwar einfach ab, aber die Huthaut zog sich tatsächlich wie Gelatine in die Länge. Auffällig war aber jetzt doch der nach dem Befeuchten extrem deutliche Gurkengeruch.


    Frage mich nur, wie du sowas herausfindest... im Netz habe ich selbst mit deiner exakten Bezeichnung nur ein Bild gefunden. Wo schaust du sowas nach?
    Aber jetzt mal fetten Respäkt von mir an dieser Stelle!



    Trotzdem, zu Nr.2, ein Rübling? Mit den dunklen Lamellen? Hmmmmmmm.


    P.S.: Plaste-Schachtel? Nee, ab in den Bast-Korb damit ;)

    Hach, ich verzweifle noch.
    War heute im österreichischen Voralpenraum in etwas höherer Lage unterwegs und habe nebst ein paar Gelbstieligen Muschelseitlingen einen sehr schönen und einen sehr hässlichen Pilz gefunden ;)
    Dachte eigentlich, dass da eine Bestimmung möglich sein sollte, aber wieder mal steh ich da wie der Ochs am Berg.
    Beide Pilze sind schnell ausgetrocknet und haben klein Sporenpulver hergegeben.


    Nr. 1:


    - Hüte: 1-2cm, Rand schwarz-bläulich, Mitte heller grau (hygrophan), feucht leicht klebrig
    - Standort: an bemoostem Fichtenstumpf
    - Stiel: ca.2-3cm, nur beim kleinsten so chromgelb, bei den anderen gelblich mit leicht rötlichem Stich
    - Lamellen: angewachsen, evtl. ganz leicht herablaufend; weiß nicht, ob das wachsartig ist; wirken leicht gräulich (aber wohl eher durch den Hut), sind aber auch bei älteren Exemplaren weiß(lich), deshalb gehe ich mal von weißem Sporenpulver aus.
    - ich meine wieder mal Gurkengeruch ausgemacht zu haben


    Nachdem der Pilz wohl ein Hellsporer ist, stehen für mich die Wachsblättler (Saftling (nicht farbig genug), Schneckling (nicht schleimig genug), Ellerling (Lamellen laufen nicht deutlich herab)) oder Graublatt (Gurkengeruch) oder Helmling (Habitus) zur Auswahl.
    Am ehesten Helmling. Wer weiß was?


    Nr. 2:


    - Hüte: ca. 3cm, seltsam scheckig, beide in dieser seltsamen glockigen Form, mehrfach am Rand eingerissen
    - Stiel: im Vgl. zum Hut sehr dünn, faserig, zäh; beim größeren spindelig verdreht.
    - Lamellen: Milchkaffeebraun
    - Standort: gleich neben den anderen Pilzen, am Boden; Fichten, Tannen, Buchen
    - Geruch: hm.... Rettich? Auf jeden Fall leicht unangenehm. Spermatisch eher nicht.


    Inocybe?


    Danke für Hilfe,
    Grüße Christian

    Nachdem im Wald außer ausgeblichenen Lacktrichterlingen nicht viel los war, habe ich mir mal die angrenzende Wiese angeschaut, um mal was anderes zu finden und da sind mir im Traufbereich der Fichten diese zwei begegnet:


    Nr 1: Graublatt? (eher vage Vermutung)

    Hut: 1-3cm, spitzgebuckelt, dunkelbraun, Ränder heller
    Lamellen: Farbe wie Randbereich des Hutes, angewachsen, regelmäßige Lameletten
    Stiel: ca. 6cm, zäh, faserig-brüchig, silbrig gefasert, leicht verdreht
    Geruch: frisch nach Gurke
    Sporenpulver: dauert noch


    Nr. 2: wohl Erd-Ritterling, aber welcher?

    Hut: 3-4cm, verdreht aufgeschirmt, grau-braun, leicht schuppig, Mitte dunkler
    Lamellen: entfernt, Lameletten, wellig in Zwischenräumen (wie nennt man das?)
    Stiel: recht kurz, gepunktet (wie Raufuß)
    Geruch: neutral
    keine Verfärbungen bei Verletzungen
    Sporenpulver: dauert noch, wird aber schon weiß sein


    Nebenfrage: Wodurch unterscheiden sich Ritterlinge, Erd- und Weichritterlinge?


    Bin dankbar für jede Hilfe,
    Christian

    Hallo !


    Habe hier einen kleinen Schirmpilz, konnte aber in meinem Buch nichts finden, was mich überzeugt hätte.


    Nr. 1 Lepiota


    - unter Buche, vereinzelt Kiefern
    - Hut nicht ganz 4cm
    - Lamellen eher eng stehend, mit Zwischenlamellen, auffällig ist ein gelblicher Schimmer bzw. vereinzelte Flecken, die auch auf dem Foto des Huts zu sehen sind (habe leider kein Foto der Lamellen)
    - Stiel ca. 0,5 cm, zur Basis hin eher verjüngend
    - Geruch streng, aber nicht gänzlich unangenehm, ein bisschen wie Parasol auf der Hutoberfläche
    - keine Verfärbungen bei Verletzungen


    Wer dann noch Lust hat: (ohne weitere Infos, einfach Vermutungen in den Raum werfen und vielleicht sagen, weshalb ihr darauf kommt - so lernt man wahrscheinlich mehr als wenn man einfach den Namen gesagt bekommt)
    Nr. 2 Helmling?


    Nr. 3 Noch ein Helmling?


    Danke, Christian

    Also ich glaube auch inzwischen, dass der Schlitten nicht mehr nötig ist.
    Der führt nur dazu, dass man noch mehr durch den Wald schleppen muss und bei mir würde das zusätzliche Gewicht außerdem die Stabilität meines Mini-Stativs beeinträchtigen.


    Dank Fredys Erklärungen bin ich inzwischen auch ziemlich zufrieden mit meinen Bildern. Und alles, was ich verändert habe, ist einerseits die Blendenzahl zu erhöhen und andererseits absolut auf ein ruhiges Stativ zu achten. Dazu baue ich mir nun ein weiteres Mini-Stativ vorne ans Objektiv, so dass ich nicht immer einen Ast unterklemmen muss. Damit komme ich mit handlicher Apparatur (in einer Hand zu tragen) zu guten Ergebnissen. Halos oder sonstige Verzerrungen habe ich inzwischen nicht mehr.
    Fredy sei Dank.


    Stockschwämmchen

    Ich weiß auch, dass Schleierlingsartige schwer zu bestimmen sind, aber vielleicht weiß es doch jemand.


    Schleierling


    Lamellen


    Fundort: unter Buche (wie man sieht), Kiefer käme auch noch als Mykorrhiza-Partner in Frage
    Hut: trocken, violetter Reif war abwischbar, offenbar ist also das Bräunliche in der Mitte die Grundfarbe
    Stiel: trocken, zur Basis hin nur unwesentlich dicker werdend, keine Verfärbungen bei Verletzungen
    Schnittbild: Stiel im oberen Bereich hohl, unten faserig-zäh, in der Basis cremefarben-gelblich
    Geruch: pilzig, angenehm
    Geschmack: mild


    Ich bin bei meinen Bestimmungen irgendwo bei Bunter Klumpfuß (Cortinarius dipaphus) gelandet/gestrandet, der schmeckt aber bitter und hat einen Klumpfuß ;)

    Zitat


    Also 10 cm sind für die Art schon groß, bei 15 cm packt mich die Skepsis: glaub ich nicht!


    Was kann das hier dann noch sein?
    Gabeltrichterling?


    Lamellen in groß


    Wuchs auf einer Art Komposthaufen und ich hielt es schon für den Kaffeebraunen G., auch wenn einzelne Exemplare 15cm hatten.


    Hab mir auch mal schön ein paar kleine in die Pfanne gepackt. Und am nächsten Tag Durchfall gehabt ;)

    War halt nun mal ein Mischwald. Da standen Kiefern, Fichten, Hain- und Rotbuchen alles kunterbunt.


    1. Clitocybe deceptiva Bigelow (Dufttrichterling) vermute ich, passt auch eigentlich ganz gut v.a. der Anis-Geruch; bei Clitocybe metachroa müsste das mehlig mit ranziger Komponente sein, das war es nicht.
    2. Butter- oder Horngrauen Rübling kann ich ausschließen, den kenne ich. Da ist -abgesehen vom Lamellenansatz- der Stiel viel zäher, rüblingsartig eben. Er ist deutlich hygrophaner und butterartig schmierig.
    3. Mönchskopf hatte ich mir auch überlegt... nur fehlt der Buckel und sind die nicht recht festfleischig?

    So, habe ihn mir nochmal angeschaut, er war nur leider schon ziemlich mitgenommen und trocken. Sporen hat er keine mehr ausgeworfen.
    Auffällig ist nur, dass er insgesamt sehr rötlich wurde. Das war aber eher ein Prozess des Austrocknens als dass es durch "Ärgern" hervorgerufen worde wäre.
    Die Bilder sind nicht gut, aber vielleicht erkennt man noch was.


    Habe ihn auch mal unter dem Mikroskop angeschaut, bin da aber ziemlicher Laie (habe nisher nur Trüffeln mikroskopiert). Habe eine Lamelle herausgepickt und aus dieser einen Querschnitt genommen und aus diesem ein Quetschpräparat gemacht. Vielleicht kann jemand etwas dazu sagen.
    Ich sehe gar nix. Keine Zystiden, Basidien sowieso nicht und was hier die Sporen sein sollen, sehe ich auch nicht. Liegt das an meinem Spielzeug-Mikroskop (optische Vergrößerung 400x; digital nochmal mal 4, so dass angeblich 1600x), dass man nichts erkennt?


    Christian

    Habe hier drei Pilze mit Trichterlingshabitus, wo ich um Tipps zur Bestimmung `bzw. Bestätigung bitte.


    Nr. 1:
    Dufttrichterling?


    ca. 6cm hoch, Hut 3 cm, Lamellen gegabelt, leichter Geruch nach Anis, im Moos im Mischwald.


    Nr. 2:
    unbekannt


    ca. 5-8cm hoch, Hut 3-5cm, gesellig im Moos/Mischwald, Geruch grasig-frisch, evtl. ein bisschen Gurke.


    Nr. 3:
    Wasserfleckiger Röteltrichterling?
    stattlich, Hut ca. 15-20cm, sehr hellocker, Geruch mal wieder wie Nebelkappe, nur angenehmer, milder, im Gras im Mischwald


    Thx

    Echt ein Jammer. Ich glaube, ich habe noch nie ein Pilzfoto gesehen, das mich mehr beeindruckt hat als dein Samtfußrübling. Absolut preisverdächtig.


    Gut, ich war heute wieder im Wald und habe deine Tipps beherzigt und die Ergebnisse finde ich jetzt gar nicht übel. Die Bilder sind jetzt künstlerisch nicht sonderlich ausgereift, aber von der Schärfe her sind 95% da, oder? Sei kritisch!



    https://www.dropbox.com/s/f4l4…/Butterr%C3%BCbling_w.jpg
    Butterrübling


    https://www.dropbox.com/s/bybqhzmr84li2mg/unbekannt_w.jpg
    Muss ich noch bestimmen


    Ich habe einfach die Blendenzahl auf 14 erhöht und noch mehr als sonst auf Stabilität geachtet. Habe dazu zusätzlich zum Büroklammer-Mini-Stativ ;) einen gegabelten Ast unter das Objektiv geklemmt, so dass die Schwingungen verringert wurden.


    Mein Lieblingsmotiv dagegen hängt noch ein bisschen hinterher, auch wenn das das bisher beste Ergebnis ist.
    https://www.dropbox.com/s/ub95…tkj5/orangeseitling_w.jpg
    Orangeseitling


    Gerade im Inneren, im dunklen Bereich ist es schon noch sehr unscharf. Du meintest in einer Nachricht, ich solle auf den hellsten Punkt belichten. Das habe ich nicht verstanden bzw. weiß nicht wie das geht.


    Danke dir

    Der Hammer, Fredy.
    Mit so einem Tutorial hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet.
    Vielen, vielen Dank dafür, ich werde mich morgen gleich zu meinem Orangeseitling begeben und deine Tipps -so gut es geht- umsetzen. Dann wird ein Makrostativ bestellt, hast du eine Empfehlung?


    Meine Tramete habe ich jetzt in Photoshop händisch übereinanderkopiert, so dass ein halbwegs (für mein Empfinden zumindest) brauchbares Ergebnis rausgekommen ist. Die 17-Uhr-Unschärfe, die dir Fachfuchs nicht entgangen ist, ist aber leider immer noch da.


    Wenn ich einmal so ein Bild hinkriege wie deine, dann werde ich ehrfürchtig auf die Knie sinken und wissen, wem ich zu danken habe ;)


    Machst du das beruflich?
    Liebe Grüße, Christian

    Hi Rada, danke, das ist er.
    Bei mir heißt er allerdings Cuphophyllus grossulus, ist ja schließlich ein Ellerling und kein Nabeling.
    Ui. Dar war ich mit Wachsblättler gar nicht so schlecht gelegen.
    Geil, mein erster Ellerling :)


    Ist in meinen Büchern aber quasi nicht zu finden. Im Gerhardt gar nicht, bei Bon nur als Randbemerkung ohne deutschen Namen und Bild. Womit arbeitest du?[hr]
    Und Anna und Hübchen,
    ja, es war cystoderma carcharias.
    Den Amiant-Körnchenschrimling kenne ich, ist kleiner und gelber und deutlicher gekörnt.
    Wäre hier nie auf Körnchenschirmling gekommen.
    Wieder was gelernt. Gefällt mir hier :)

    Und noch zwei hätte ich. Vom ersten habe ich leider nur das Foto von der Seite.
    https://www.dropbox.com/s/4c5szn3091guhcc/DSC_0603.JPG


    Aber vielleicht kriegt es jemand anhand des auffälligen Stiefels auch so hin. Ich vermute mal Lepiota. Größe ca. 8cm, Hut 4cm. Habe leider keine weiteren Angaben.


    Der zweite wuchs auf Totholz.
    https://www.dropbox.com/s/denevgmxee00t39/DSC_0664.JPG


    Auch sehr auffällig, hellgelb. Lamellen sehr weit und fast wachsig. Gibt es Wachsblättler auf Holz?


    Bin gerade ein bisschen der Bestimmungsschlüssel überdrüssig. Wer gibt mir Tipps?


    Christian

    Diesen Blutsbruder kennt doch bestimmt jemand, oder?
    https://www.dropbox.com/s/d5jsf2to44hph0i/blutender.jpg


    Versteckt in einem Moosloch. Und nein, ich glaube nicht, dass Blaubeeren draufgefallen sind ;) Die Rötungen (und auch der gesamte farbige Eindruck) waren auch verschwunden, als ich ihn zuhause hatte.
    Lamellen braun mit weißer Schneide, angewachsen.
    https://www.dropbox.com/s/udfq…g9/blutender_lamellen.jpg
    Geruch, Geschmack, Spp. hab ich leider nicht mehr in Erinnerung.
    Ich hab nicht den blassesten Schimmer, in welche Kategorie ich ihn stecken soll.



    Christian

    Hallo miteinand.
    Nachdem meine Stackingversuche doch nur sehr selten von Erfolg gekrönt sind, versuche ich mal hier mein Glück, vielleicht weiß jemand Rat.


    Ich fotografiere mit einer Nikon D60 (keine Spiegelvorauslösung) mit Makro-Objektiv (60mm, 1:1) und einem eher billigen, handlichen und sehr wandlungsfähigen (biegbaren), deswegen aber auch leicht instabilen Dreibein-Stativ von Rollei und einer Fernauslösung.


    Ich habe von einer Schmetterlingstramete neun Bilder mit Blende 8 gemacht und jeweils den Focus per Hand etwas weiter in die Tiefe gedreht. Einen Schlitten benutze ich (noch) nicht.


    Schaut euch bitte einmal an, was nach dem Stacken mit CombineZM rausgekommen ist:
    https://www.dropbox.com/s/eyz7wsxj5rgjedt/schmett_all.jpg


    Das Ergebnis ist gruselig. Kann mir jemand sagen, woher die Fehler kommen?
    - die Doppelungen am Rand kommen wohl zwangsläufig durch die Software und müssen halt weggeschnitten werden, oder?
    - woher kommen die Wasserblasen im unscharfen Bereich?
    - Dieser Schein um das Motiv kommt bei CombineZM offenbar auch ständig, kann ich den nicht vermeiden?
    - warum wirkt meine Tramete so überscharf? Was kann ich da tun?


    Ich habe die Bilder auf verschiedene Arten und Weisen berechnen lassen (alle 9 in einem Durchlauf, erst jeweils 3 und dann die 3 wieder, Do stack, do soft stack, averaged weight usw.)


    Solange ich mit dem Makro-Objektiv mit der festen Brennweite arbeite, verrutscht das Motiv ja mit jedem neuen Bild ein kleines bisschen. Ich habe das Gefühl, dass die Software damit nicht klar kommt. Würde das mit einem Schlitten besser werden?


    Christian

    Das ist er meiner Ansicht nach auch. In der Literatur wird er zwar als schlank mit Hut bis 10cm angegeben, ich hab ihn aber auch schon bis 15cm gesehen. Schau doch einfach, ob die Lamellen gegen den Hundrand hin gegabelt sind. Soll essbar sein, war auch lecker, allerdings hatte ich am Tag danach Durchfall ;)

    Naja, Chemie ist übertrieben. Du gibst Pilzsaft auf Zeitungspapier, lässt es trocknen und träufelst dann Salzsäure 30% drauf. Wenn sich das blau verfärbt, hast du Amanitin (funktiniert auch beim Gifthäubling und müsste wohl auch bei den Schirmpilzen klappen).
    Meinst du, dass es diese Varietät ist? Müsste der dann nicht auch süßlich (Honig oder Rosen) riechen?
    Er hat ja oberhalb des Ringes diese typische Struktur des Kegelhütigen, nur nicht so flauschig.

    In der letzten Woche habe ich folgende Funde gemacht und erst zuhause im Buch gelesen, dass diese selten und schonenswert sind. Lasse sie beim nächsten Mal natürlich stehen.


    Könnt ihr mir bestätigen, dass es sich um die Pilze handelt?


    Orangeseitling (leider etwas unscharf):
    https://www.dropbox.com/s/we3m…7p0r4/Orangeseitling3.JPG
    Spp. rosa



    Glattstieliger Hexenröhrling:
    https://www.dropbox.com/s/fqlu…%20Hexenr%C3%B6hrling.JPG
    https://www.dropbox.com/s/emrw…20Hexenr%C3%B6hrling4.JPG


    Mischwald in etwas höherer Lage im Voralpenraum.
    Der Stiel war nahezu völlig zerfressen, so dass ich die Struktur nicht erkennen konnte. Im Schnitt zeigte sich jedoch, dass die Stielknolle sich stark rot verfärbte (wie rote Rüben heißt es im Buch). Kann ich anhand der Rotverfärbung davon ausgehen, dass es der Glattstielige H. ist?


    Christian

    So, weiter gehts.
    Heute im Wald habe ich in einem lichten Mischwald versteckt im Dunkeln unter jungen Fichten diesen Kameraden gefunden.
    Der Hut ist ca. 5 cm breit, weiß, mit angedeuteter dunkler Mitte, Velumreste nur am Rand.
    Mein erster Gedanke ging natürlich Richtung Knolli, zumal auch der Geruch leicht an Kartoffelkeller oder auch Rettich erinnert. Aber natürlich fehlt die Volva. Musste allerdings tief in das Loch hineingreifen, so dass die auch noch in der Erde stecken könnte.
    Bei genauerer Untersuchung stellte sich dann heraus, dass es für meine Begriffe gar kein Freiblättler ist, Stiel war fast nicht vom Hut zu trennen.
    Die Lamellen sind angeheftet, dank der werten Schnecke ist aber nicht mehr zu erkennen, ob ausgebuchtet oder nicht.
    Der Stiel ist allerdings sehr faserig und elastisch, so dass ich dann irgendwann zu Rübling tendierte. Der häutige Ring wunderte mich aber doch.
    Tja, und eben schau ich nach dem Wieland-Meixner-Test und das Blau springt mir förmlich ins Gesicht.
    Also doch Amanita virosa. Krass.
    Merke: Freiblättler sind gar nicht immer so frei wie man denkt bzw. es von den Schirmpilzen kennt.


    https://www.dropbox.com/s/qf95…wkz94/wei%C3%9FerPilz.jpg
    https://www.dropbox.com/s/qoa4…wei%C3%9FerPilz_unten.jpg


    P.S.: Hab jetzt mal schnell einen Dropbox-Account eingerichtet, ich hoffe, ihr habt da Zugriff drauf.

    Hallo Ingo, ich hab den Geruch nicht im Kopf, aber der nächste Flaschenstäubling wird dran glauben müssen ;)


    nobi_†: Dann riechen die Lerchensporn-Kappe ;), Violetter Rötelr., Mönchskopf, Fuchsiger Rötelritterling also alle nach Lerchensporn. Kann das was mit ihrer Vorliebe für Komposthaufen zu tun haben? Welche Pilze riechen noch so? Aber der Büschel-Rasling wächst eher auf grasigen Plätzen, oder?


    Gerald: G. stylifera, auch nicht schlecht !!! Nobi, was meinst du? Hat Gerald in der Nachspielzeit zum Sieg abgestaubt?

    Nach einigen Recherchen muss ich doch sagen, dass Beorn voll richtig liegen könnte :) der Büschelrasling hat bogig herablaufende Lamellen und kann auch einzeln stehen. Wie Lerchensporn riecht, weiß ich aber wirklich nicht. Auch die Beschreibung zum Spitzschuppigen Schirmling passt durchaus, wenn man annimmt, dass er von Wind und Wetter mitgenommen wurde. Er soll nach Leuchtgas riechen... Hm ja, vielleicht. Wo krieg ich welches her? ;) und zur Galerina-Art: ich schau mir das Gelände nochmal an. Vielleicht war der Stumpf auch von Moos überwachsen. Ich kenne G.marginata und den Geruch eigentlich so halbwegs und Amatoxin konnte ich auch nicht nachweisen, ich glaube schon, dass es der Sumpfhäubling sein könnte. Aber toll, ich habe viel mehr erfahren, als ich gedacht hätte. Danke an alle, danke Beorn.

    Nr. 1: Es war ein Auenmischwald, die Fundstelle lag allerdings deutlich über dem Fluss. Es war aber eine sehr feuchte Stelle, bemoost, mit vielen verschiedenen potenziellen Mykorrhiza-Partnern nahe beieinander. Was ich kannte: Kiefer, Fichte, Buche, Haselnuss. Aber Gesäumter Häubling (G. paludosa) war auch meine Vermutung, nur dass das Velum eben nicht mehr vorhanden war (war aber auch feucht in letzter Zeit). Habe auch eben nochmal Bilder gegoogelt und das passt eigentlich ganz gut. Ist nicht giftig, also passt auch der negative Wieland-Test. Cool, schonmal gut :)


    Zu Nr. 2: Für einen Rasling laufen die Lamellen doch deutlich zu weit herab (ohne dass ich den von dir erwähnten schonmal gesehen hätte). Es war aber auch nur ein Zwillingspaar, das (wohl eher mutierenderweise) zusammengewachsen war, die anderen standen gesellig, aber einzeln. Ich denke schon, dass es Trichterlinge sind.


    zu Nr.3: Keine Verfärbungen. Bei den Schirmlingen kann das schon entscheidend sein, hatte ich vergessen, sorry. Spitzschuppig ohne spitze Schuppen ;), hm, überzeugt mich irgendwie nicht. Er riecht ein bisschen süßlich, hab eben nochmal geschnuppert.